Datenschutzerklärung für CloudFlare

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Worum geht's?

Cloudflare ist ein US-amerikanischer Dienstleister, der ein Content-Distribution-Network, verschiedene Web-Sicherheitsservices und DNS-Dienste anbietet. Unternehmen können den Dienstleister buchen, um die Ladezeit ihre Webseite zu beschleunigen und vor DDoS-Angriffen zu schützen. Cloudflare hat einen Marktanteil von über 70 Prozent.

 

Für CloudFlare benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

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Warum ist Cloudflare datenschutzrechtlich relevant?

Cloudflare erhält vollen Zugriff auf den Datenverkehr zwischen seinen Kunden und deren Webseitenbesuchern. Dabei erhebt der Anbieter unter anderem Daten zu

  • der abgerufenen Webseite,
  • dem verwendeten Browsertyp,
  • dem Betriebssystem,
  • der Referrer-URL,
  • der IP-Adresse und
  • dem anfragenden Provider

der User. Cloudflare erhebt damit unter anderem personenbezogene Daten und ist so zu einem besonderen Datenschutz verpflichtet. Das Unternehmen gibt selbst an, keine Nutzer-spezifischen Daten-Logs zu speichern und keine Userdaten an Dritte zu verkaufen oder für die Ausspielung von Werbung zu nutzen.

Cloudflare datenschutzkonform nutzen

Um Cloudflare gemäß den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu verwenden, müssen Webseitenbetreiber diese Pflichten erfüllen:

Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen

Unternehmen, die erhobene, personenbezogene Kundendaten an Dritte weitergeben, müssen mit diesen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen. Das gibt Artikel 28 DSGVO vor. Das heißt: Webseitenbetreiber, die Cloudflare nutzen, müssen einen entsprechenden Vertrag eingehen. Cloudflare stellt Kunden diesen online auf seiner Webseite zur Verfügung. Seitenbetreiber sollten dabei darauf achten, dassder Vertrag aufführt,

  • welche Kundendaten Cloudflare speichert,
  • wie lange es diese Daten speichert,
  • warum Cloudflare diese Daten verarbeitet und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortlichen haben.

Datenschutzerklärung anpassen

Haben Webseitenbetreiber mit Cloudflare den Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen, sollten sie das in ihrer Datenschutzerklärung erwähnen. Dabei sollten sie auch klarstellen,

  • warum sie die oben genannten Daten erheben,
  • wie lange sie die Informationen speichern wollen,
  • welche Rechtsgrundlage das ermöglicht (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO) und
  • dass User der Datenerhebung jederzeit widersprechen können.

Rechtsprechung zur Verwendung von Cloudflare

Unternehmen, die keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen, müssen mit einem Bußgeld rechnen. Das kann bei bis zu 10 Millionen Euro oder alternativ bei bis zu 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes liegen. Die Datenschutzbehörde Hamburg hat für dieses Vergehen am 17.12.2018 ein Bußgeld ausgesprochen. So musste ein Versandunternehmen eine Strafe in Höhe von 5.000 Euro zuzüglich Gebühren in Höhe von 250 Euro zahlen, da es mit einem beauftragten Dienstleister keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen hatte.

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