Datenschutzerklärung für CloudFlare

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Was macht CloudFlare?

Cloudflare ist ein US-amerikanischer Dienstleister, der ein Content-Distribution-Network, verschiedene Web-Sicherheitsservices und DNS-Dienste anbietet. Unternehmen können den Dienstleister buchen, um die Ladezeit ihre Webseite zu beschleunigen und vor DDoS-Angriffen zu schützen. Cloudflare hat einen Marktanteil von über 70 Prozent. Was müssen Unternehmen beim Einsatz von Cloudflare datenschutzrechtlich beachten?

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Ist die Nutzung von Cloudflare zulässig?

Verwenden Sie ein Tool oder Programm, das personenbezogene Daten verarbeitet, werden diese Daten an den Dienstanbieter des Tools übermittelt. Je nachdem, in welchem Land der Dienstanbieter sitzt (Sitz des Datenempfängers), kann diese Datenübermittlung problematisch sein.

Denn: Übertragen Sie personenbezogene Daten aus der EU in ein Drittland, ist dies nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Und zwar dann, wenn das Schutzniveau für die Datenübermittlung in ein Drittland mit dem der EU der Sache nach gleichwertig ist. Bietet das Drittland ein angemessenes Datenschutzniveau, verabschiedet die EU-Kommission einen Angemessenheitsbeschluss.

Der Diensteanbieter von Cloudflare ist Cloudflare Inc. Dieses Unternehmen hat seinen Sitz in den USA. Es gibt einen Angemessenheitsbeschluss für die Datenübermittlung in die USA. Zusätzlich ist die Datenübertragung in die USA rechtlich aber erst dann zulässig, wenn der Datenempfänger außerdem nach dem Datenschutzabkommen EU-USA (Data Privacy Framework) zertifiziert ist.

Cloudflare Inc. ist DPF-zertifiziert. Die Nutzung des Tools Cloudflare ist zulässig.
[Stand: 15.01.2024]

Wichtig:
Nur weil die Datenübertragung mit diesem Tool rechtlich zulässig ist, bedeutet dies nicht, dass das Programm automatisch datenschutzkonform ist. Damit Sie nicht gegen den deutschen Datenschutz verstoßen, müssen Sie zusätzliche Pflichten erfüllen. Welche das sind, lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Datenübertragung in die USA finden Sie in unserem Artikel "Privacy Shield 2.0: Datentransfer in die USA".

Warum ist Cloudflare datenschutzrechtlich relevant?

Cloudflare erhält vollen Zugriff auf den Datenverkehr zwischen seinen Kunden und deren Webseitenbesuchern. Dabei erhebt der Anbieter unter anderem Daten zu

  • der abgerufenen Webseite,
  • dem verwendeten Browsertyp,
  • dem Betriebssystem,
  • der Referrer-URL,
  • der IP-Adresse und
  • dem anfragenden Provider

der User. Cloudflare erhebt damit unter anderem personenbezogene Daten und ist so zu einem besonderen Datenschutz verpflichtet. Das Unternehmen gibt selbst an, keine Nutzer-spezifischen Daten-Logs zu speichern und keine Userdaten an Dritte zu verkaufen oder für die Ausspielung von Werbung zu nutzen. Unternehmen müssen trotzdem dafür sorgen, dass sie bei der Datenweitergabe die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG) beachten.

So nutzen Sie Cloudflare datenschutzkonform

Um Cloudflare gemäß den Anforderungen des deutschen Datenschutzes zu verwenden, müssen Webseitenbetreiber diese Pflichten erfüllen:

Nutzer-Einwilligung einholen

Cloudflare nutzt Cookies, um Unternehmen seine Dienste bereitstellen zu können. Die Cookies erheben Userdaten. Derzeit ist ungeklärt, ob Unternehmen für diese Art der Cookies eine Einwilligung ihrer Webseitenbesucher benötigen. Um sicher zu gehen, sollten sie jedoch die Erlaubnis der Nutzer einholen. Rechtssicher geht das mit einem Cookie Consent Tool. Dies fragt die Präferenzen der Nutzer für die Datenerhebung ab und passt dann die Datenströme auf der Webseite dementsprechend an.

Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen

Unternehmen, die personenbezogene Kundendaten zur weisungsgebundenen Verarbeitung an Dritte weitergeben, müssen mit diesen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) abschließen. Das gibt Artikel 28 DSGVO vor. Das heißt: Webseitenbetreiber, die Cloudflare nutzen, müssen einen entsprechenden Vertrag eingehen. Cloudflare stellt Kunden diesen online auf seiner Webseite zur Verfügung.

Checkliste
Seitenbetreiber sollten dabei darauf achten, dass der Vertrag aufführt,
  • welche Kundendaten Cloudflare speichert,
  • wie lange es diese Daten speichert,
  • warum Cloudflare diese Daten verarbeitet und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortlichen haben.

Datenschutzerklärung anpassen

Haben Webseitenbetreiber mit Cloudflare den AV-Vertrag geschlossen, sollten sie das in ihrer Datenschutzerklärung erwähnen.

Checkliste
Dabei sollten sie auch klarstellen,
  • warum sie die oben genannten Daten erheben,
  • wie lange sie die Informationen speichern wollen,
  • welche Rechtsgrundlage das ermöglicht (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO) und
  • dass User der Datenerhebung jederzeit widersprechen können.

Standardvertragsklauseln abschließen

Cloudflare ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Es speichert die Daten von Nutzern daher auf Servern in den USA. Um Daten von Deutschland in die USA versenden zu dürfen, benötigen Unternehmen eine rechtliche Grundlage. 

Auch wenn eine Datenübertragung durch DPF-Zertifizierung zulässig ist, empfehlen wir Ihnen nach Möglichkeit den Abschluss von Standardvertragsklauseln sowie eine Datentransfer-Folgenabschätzung vorzunehmen.

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