Datenschutzerklärung für Hotjar

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Hotjar ist ein Analyse-Tool, über das Webseitenbetreiber das Online-Verhalten ihrer User auswerten können. Mögliche Werkzeuge, die die Plattform bietet, sind Heatmaps, User-Umfragen und Funnel-Tracking. Darüber können Webseitenbetreiber zum Beispiel Klicks, Scroll-Höhen und Mausbewegungen der Nutzer offenlegen. Mit den gewonnenen Daten können sie die Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit ihrer Webseite verbessern.

 

Für Hotjar benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Darum ist Hotjar datenschutzrechtlich relevant

Hotjar verwendet Cookies und Tracking-Codes, um Userdaten für Webseitenbetreiber zu erheben. Dabei sammeln die Tracking-Codes unter anderem

  • die IP-Adresse des Endgeräts,
  • den Endgerätetyp,
  • die Größe des Endgerätebildschirms,
  • den geografischen Standort,
  • die verwendete Sprache auf der Webseite,
  • die verweisende Domain und
  • Datum und Zeit des Webseitenbesuchs.

Hotjar gibt selbst an, die IP-Adresse der User anonymisiert zu speichern. Dazu erhebt es nur die ersten 3 Achtbitzeichen der IP, um das Land des Besuchers bestimmen zu können. Die restlichen Zeichen speichert Hotjar nicht. Darüber hinaus gibt Hotjar an, alle gewonnenen Daten auf Servern in Irland abzulegen. Damit befinden sich die Daten in der EU, so dass Webseitenbetreiber die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllen können.

So können Webseitenbetreiber Hotjar rechtssicher nutzen

Damit Webseitenbetreiber Hotjar rechtssicher nutzen können, müssen sie diesen Pflichten nachkommen:

Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen

Nutzen Webseitenbetreiber Hotjar, erhält die Plattform Zugriff auf Userdaten. § 28 DSGVO schreibt dafür vor: Seitenbetreiber müssen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen. Darin müssen sie bestimmen,

  • welche Nutzerdaten sie wie lange speichern wollen,
  • warum und wie sie die Daten verarbeiten und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortlichen haben.

Hotjar bietet seinen Kunden die Möglichkeit, ein Data Processing Agreement zu unterzeichnen, das die Verwaltung der Userdaten der Webseitenbetreiber regelt. Ein deutscher Vertrag ist nach aktuellem Stand nicht verfügbar.

Datenschutzerklärung aktualisieren

§ 13 Abs. 1 DSGVO gibt vor: Webseitenbetreiber müssen in ihrer Datenschutzerklärung aufführen, wie sie Userdaten über Hotjar erheben, speichern und verarbeiten. Dazu müssen sie angeben, welche Rechtsgrundlage ihnen das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 DSGVO). Und: Sie müssen Nutzer darauf hinweisen, dass sie jederzeit der Datenerhebung widersprechen können.

Rechtsprechung zu Hotjar

Bisher ist nicht höchstrichterlich geklärt, wie Webseitenbetreiber über die Nutzung von Cookies aufklären müssen. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hat am 17.12.2015 entschieden: Es reicht aus, wenn User per Opt-Out in die Verwendung von Cookies einwilligen. Das bedeutet: Webseitenbetreiber zeigen Nutzern einen Hinweis zu Cookies mit einem bereits vorangekreuzten Häkchen an, so dass sie das nur noch mit einem Klick auf den „OK“-Button bestätigen müssen. Der Bundesgerichtshof hat jedoch dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Frage vorgelegt, ob diese Vorgehensweise datenschutzrechtlich ausreichend ist. Der EuGH-Generalanwalt kam dabei zu dem Schluss, dass das Opt-Out-Verfahren die Anforderungen an den europäischen Datenschutz nicht erfüllt. Die Entscheidung des EuGH steht noch aus.

Das Landgericht (LG) Hamburg hat am 10.03.2016 in einem Beschluss festgestellt, dass Webseitenbetreiber Google Analytics nur verwenden dürfen, wenn sie in ihrer Datenschutzerklärung erklären, wie sie dabei Nutzerdaten erheben und speichern (312 O 127/16). Am 09.08.2016 hat das Gericht diesen Beschluss in einem Urteil noch einmal bestätigt (Az. 406 HKO 120/16). Es handelt sich bei Hotjar wie bei Google Analytics um ein Analysetool für Webseitenbetreiber. Die Entscheidung des LG Hamburg gilt daher auch für Hotjar.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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