Datenschutzerklärung für Kommentarfunktionen mit Angabe der E-Mail-Adresse

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Worum geht's?

Bevor Nutzer die Kommentarfunktion von Webseiten nutzen können, verlangen Seitenbetreiber in der Regel die Angabe von verschiedenen Daten von ihnen. Neben einem Usernamen oder Namen müssen sie dabei oftmals auch ihre E-Mail-Adresse preisgeben.

 

Für die Kommentarfunktion mit Angabe der E Mail Adresse benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

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Darum ist eine Kommentarfunktion mit Angabe der E-Mail-Adresse datenschutzrechtlich relevant

Fragen Webseitenbetreiber für das Schreiben eines Kommentars nach der E-Mail-Adresse der Nutzer, erheben sie personenbezogene Daten. Das dürfen sie jedoch nur, wenn User dazu vorher eingewilligt haben.

Kommentarfunktion mit Angabe der E-Mail-Adresse datenschutzkonform einbinden

Bevor Webseitenbetreiber die E-Mail-Adresse der User erheben und speichern, müssen sie Nutzer um Erlaubnis bitten. Das rechtfertigt Art. 6 Abs. 1 lit. a Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Was genau dann mit ihrer E-Mail passiert, müssen sie darüber hinaus in ihrer Datenschutzerklärung aufführen. Seitenbetreiber sollten Nutzern darin genau erläutern,

  • dass sie die E-Mail-Adresse erheben und speichern,
  • warum sie die E-Mail-Adresse erheben und speichern,
  • wie lange sie diese speichern und
  • dass sie die Verantwortung übernehmen, die E-Mail zu schützen.

Webseitenbetreiber sollten neben der E-Mail-Adresse keine weiteren personenbezogenen Daten erheben. Nur so genügen sie der DSGVO. Diese gibt vor, dass Seitenbetreiber nur die personenbezogenen Informationen sammeln dürfen, die sie unbedingt für den angestrebten Zweck benötigen. Für das Abgeben eines Kommentars sind neben dem Namen oder Usernamen und einer E-Mail keine weiteren Daten notwendig. Diese Daten sollten sie zudem ausschließlich für die Kommentarfunktion nutzen.

Für die Praxis heißt das: Sie dürfen den Namen und die E-Mail nur dafür verwenden, um den Kommentar des Users zu posten. Ist der Kommentar online und haben die personenbezogenen Daten damit ihren Zweck erfüllt, müssen Seitenbetreiber die Daten anschließend löschen.

Um die E-Mail-Adresse der User vor fremden Zugriffen zu schützen, müssen Seitenbetreiber die Datenerhebung in der Kommentarfunktion zudem verschlüsseln. Das ergibt sich aus § 13 Abs. 7 TMG. Sie können dafür auf ein anerkanntes Verschlüsselungssystem wie TLS zurückgreifen.

Rechtsprechung zur Kommentarfunktion

Sprechen Webseitenbetreiber in ihrer Datenschutzerklärung nicht die Datenerhebung über ein Kontaktformular an, begehen sie einen Wettbewerbsverstoß. Das hat das Oberlandesgericht Köln am 11.03.2016 entschieden (Az. 6 U 121/15). Dieses Urteil könnte auch für die Kommentarfunktion auf Webseiten gelten. Verzichten Seitenbetreiber also darauf, die Erhebung der E-Mail-Adresse in der Kommentarfunktion in ihrer Datenschutzerklärung anzusprechen, könnte damit ein Wettbewerbsverstoß vorliegen.

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