Datenschutzerklärung für Usercentrics Consent Management Platform

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Usercentrics ist ein Consent Management Tool, über das Unternehmen die Zustimmung ihrer Nutzer in die Datenverarbeitung plattformübergreifend einholen, verwalten und dokumentieren können. In der Regel binden Unternehmen dafür ein Pop-up-Fenster auf ihrer Webseite ein, das nach der Datenerhebung fragt. Usercentrics ermöglicht es dabei, die Erlaubnis für verschiedene Verarbeitungszwecke, wie zum Beispiel für das Setzen von Tracking Cookies, einzuholen und so die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie der bald anstehenden e-Privacy-Verordnung zu erfüllen.

 

Für Usercentrics benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Warum ist Usercentrics datenschutzrechtlich relevant?

Um die Präferenzen der User bezüglich der Datenerhebung abzuspeichern, sammelt Usercentrics unter anderem Daten

  • zum Logfile
  • zum verwendeten Browser und
  • zur Einwilligung (ja oder nein, Zeitstempel, Datenumfang, Datenattribute, ControllerID, ProzessorID und EinwilligungID).

Unternehmen müssen daher verschiedene Pflichten erfüllen, um den Datenschutz zu wahren.

Usercentrics datenschutzkonform verwenden

Um Usercentrics datenschutzkonform zu verwenden, müssen Webseitenbetreiber in ihrer Datenschutzerklärung aufführen,

  • warum sie die oben genannten Daten erheben,
  • wie lange sie diese Daten speichern wollen,
  • welche Rechtsgrundlage ihnen das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO) und
  • dass Kunden die Datenerhebung durch eine entsprechende Einstellung im Browser verhindern können.

Daneben müssen Webseitenbetreiber mit Usercentrics einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen. Denn: Usercentrics erhält Zugriff auf Kundendaten der Webseitenbetreiber. Für so einen Fall schreibt Art. 28 DSGVO vor: Erhalten Dritte Zugriff auf personenbezogene Daten, müssen Seitenbetreiber mit diesen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen.

Webseitenbetreiber erhalten von Usercentrics auf Anfrage einen entsprechenden Vertrag. Sie sollten darauf achten, dass der Vertrag klärt,

  • welche Kundendaten Usercentrics wie lange speichert,
  • warum und wie Usercentrics diese Daten verarbeitet und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortlichen haben.

Kommen Unternehmen dieser Pflicht nicht nach, riskieren sie ein Bußgeld. Das kann bei bis zu 10 Millionen Euro oder 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes liegen. Dieses Strafmaß gibt Art. 83 Abs. 4 lit. a DSGVO vor.

Rechtsprechung zur Verwendung von Usercentrics

Am 17.12.2018 sprach die Datenschutzbehörde Hamburg ein Bußgeld aus. Ein Versandunternehmen hatte mit einem beauftragten Dienstleister keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen. Die Folge: Das Unternehmen musste eine Strafe in Höhe von 5250 Euro zahlen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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