Datenschutzerklärung für Webinaris

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Webinaris ist eine Softwarelösung für automatisierte Webinare. Unternehmen, die Webinare anbieten, müssen diese nicht mehr live vor ihren Usern halten, sondern können die Videos bei Webinaris hinterlegen und dann automatisiert abspielen lassen. Webinaris hat auf diese Weise weltweit bereits knapp 1.000.000 Webinare für über 21.000.000 Teilnehmer abgespielt.

 

Für Webinaris benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Warum ist Webinaris datenschutzrechtlich relevant?

Webinaris erhält einen umfassenden Einblick in den Datenverkehr zwischen seinen Kunden und deren Webinar-Teilnehmern. Dabei sammelt Webinaris unter anderem diese Teilnehmer-Daten:

  • E-Mail-Adresse
  • Namen
  • Browser- und Systemdaten
  • IP-Adresse
  • Sprache
  • Zeitzone
  • Daten, die Teilnehmer im Chat bereitstellen

Webinaris erhebt auf diese Weise personenbezogene Daten. Unternehmen, die die Dienste von Webinaris in Anspruch nehmen, müssen daher verschiedenen datenschutzrechtlichen Anforderungen nachkommen.

Webinaris datenschutzkonform nutzen

Um Webinaris im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu nutzen, müssen Unternehmen diese Pflichten erfüllen:

Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen

Unternehmen, die personenbezogene Kundendaten an Dritte weitergeben, müssen mit diesen gemäß Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen. Webinaris stellt seinen Kunden diesen Vertrag im internen Bereich zur Verfügung. Sie sollten dabei darauf achten, dass der Vertrag aufführt,

  • welche Kundendaten Webinaris sammelt und speichert,
  • warum es diese Daten erhebt und verarbeitet,
  • wie lange es diese Daten speichert und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortlichen haben.

Datenschutzerklärung anpassen

Unternehmen, die Webinaris nutzen, müssen in ihrer Datenschutzerklärung erwähnen, dass sie mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen haben. Dabei sollten sie auch erklären,

  • warum sie Daten an Webinaris weitergeben,
  • wie lange Webinaris diese Daten speichert,
  • wie Webinaris die Daten verarbeitet,
  • welche Rechtsgrundlage das ermöglicht (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO) und
  • dass Nutzer der Einwilligung in die Datenerhebung jederzeit widersprechen können.

Rechtsprechung zur Verwendung von Webinaris

Die Datenschutzbehörde Hamburg hat gegen ein Versandunternehmen, das mit einem beauftragten Dienstleister keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abgeschlossen hatte, ein Bußgeld ausgesprochen. Dabei legte die Behörde am 17.12.2018 ein Bußgeld von 5.250 Euro fest. Grundsätzlich droht Unternehmen bei diesem Verstoß ein Bußgeld von bis zu 10 Millionen Euro oder von bis zu 2 Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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