Sichere Passwörter: BSI gibt Tipps gegen Password-Hacking

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Eines der häufigsten IT-Sicherheitsprobleme sind Passwörter. Meist sind sie zu kurz und wenig komplex. Auch wird für alle Anwendungen dasselbe Passwort genutzt oder, z. Bsp. im Browser, für eine automatische Anmeldung hinterlegt.

Unter solchen Voraussetzungen haben Hacker gute Chancen mit einem Brute-Force-Angriff Passwörter zu knacken. Denn dabei wird vollautomatisch mit einer Vielzahl von Zeichenkombinationen auf Grundlage von Wörterbüchern das Passwort ausgespäht.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt nützliche Tipps, um die Qualität der Passworte zu erhöhen und damit solchen Angriffen vorzubeugen.

8 einfache Tipps für sichere Passwörter

Die acht wichtigsten Tipps des BSI stellen wir hier vor:

  1. Ein komplexes Passwort wählen: Ein gutes Passwort (zum Beispiel für ein Benutzerkonto im Internet) sollte mindestens acht Zeichen lang sein und nicht im Wörterbuch stehen. Neben Buchstaben sollte es auch Ziffern und Sonderzeichen enthalten.

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    Keine Namen verwenden: Tabu sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustieres, des besten Freundes oder des Lieblingsstars.

  3. Kreativ werden: Um ein komplexes und dennoch leicht zu merkendes Passwort zu konstruieren, empfiehlt sich ein Merksatz als Eselsbrücke. Dabei denkt sich der Nutzer einen Satz aus und benutzt von jedem Wort beispielsweise nur den ersten Buchstaben. Anschließend verwandelt man bestimmte Buchstaben in Zahlen oder Sonderzeichen. So wird zum Beispiel aus dem Merksatz "Morgens stehe ich auf und putze meine Zähne." das Passwort "Ms1a&pmZ".

  4. Passwörter regelmäßig ändern: Jedes Passwort sollte in regelmäßigen Zeitabständen geändert werden. Viele Programme und auch Betriebssysteme erinnern automatisch daran, wenn das Passwort schon ein halbes Jahr benutzt wird.

  5. Passwörter nicht aufschreiben: Auch wenn es bei selten genutzten Zugangsdaten schwerfällt: Grundsätzlich sollten Nutzer sich Passwörter nicht notieren.

  6. Unterschiedliche Passwörter verwenden: Problematisch ist die Gewohnheit, einheitliche Passwörter für viele verschiedene Zwecke zu verwenden. Denn gerät das Passwort einer einzelnen Anwendung in falsche Hände, sind auch die anderen Anwendungen nicht mehr geschützt.

  7. Voreingestellte Passwörter ändern: Bei vielen Softwareprodukten werden bei der Installation (beziehungsweise im Auslieferungszustand) in den Accounts leere Passwörter oder allgemein bekannte Passwörter verwendet. Diese sollten vom Nutzer schnellstmöglich geändert werden.

  8. Bildschirmschoner mit Kennwort sichern: Bei den gängigen Betriebssystemen haben Nutzer die Möglichkeit, Tastatur und Bildschirm nach einer gewissen Wartezeit zu sperren. Die Entsperrung erfolgt erst nach Eingabe eines korrekten Passwortes. Diese Möglichkeit sollte insbesondere bei Notebooks oder Rechnern, die auch Unbefugten zugänglich sind, genutzt werden. Denn ohne Passwortsicherung können unbefugte Dritte sonst bei vorübergehender Abwesenheit des rechtmäßigen Benutzers Zugang zu dessen PC erlangen.

Fazit

Werden diese Tipps befolgt, ist das Passwortmanagement nicht viel aufwendiger als bei einfachen, nicht komplexen Passwörtern. Und doch ist der Nutzer gegen einen der häufigsten Angriffe abgesichert. Noch mehr Tipps und ausführliche Hinweise finden Sie unter www.bsi-fuer-buerger.de und auch auf unseren Seiten zur IT-Sicherheit.

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