Die 6 gängigsten Cookie Consent Tools

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Die 6 gängigsten Cookie Consent Tools: So finden Sie das passende Consent Tool

Sie haben eine Website und möchten sich DSGVO-konform verhalten, um vor Abmahnungen geschützt zu sein? Dann ist das Thema Cookies einer der wichtigsten Punkte auf Ihrer To-Do-Liste. Denn wenn Sie nicht für eine ordentliche Einwilligung sorgen, bevor Sie Cookies verwenden, kann es teuer werden. Um für eine rechtskonforme und gleichzeitig effiziente Umsetzung der Vorgaben zu sorgen, gibt es Cookie Consent Tools. Wir haben die 6 gängigsten Cookie Consent Tools verglichen und helfen Ihnen herauszufinden, welche Lösung für Sie die beste ist.

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Egal, was Ihre Anforderungen sind - ob das Cookie Consent Tool kostenlos sein soll, ob es nur für Wordpress funktionieren muss oder ob Sie den Cookie Consent im Google Tag Manager integrieren wollen: Sie sollten zunächst wissen, wofür ein Cookie Consent Tool überhaupt wichtig ist. Aber alles der Reihe nach.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was sind Cookies?
  2. Was sagt die DSGVO dazu?
  3. Wie kann ich die Anforderungen umsetzen?
  4. Was genau ist ein Consent Tool?
  5.  Die gängigsten Cookie Consent Tools im Vergleich
  6. Checkliste

Was sind Cookies?

Laut einer Entscheidung des BFH sind Cookies „Textdateien, die der Anbieter einer Internetseite auf dem Computer des Benutzers speichert und beim erneuten Aufrufen der Webseite wieder abrufen kann, um die Navigation im Internet oder Transaktionen zu erleichtern oder Informationen über das Nutzerverhalten abzurufen“ (BGH, „Cookie-Einwilligung 1“, Urteil vom 5. Oktober 2017, Az. I ZR 7/16).

Typische Beispiel sind:

  • Der Nutzer wird identifiziert (Session ID) und wiedererkannt, um ihm gezielt Werbung auszuspielen
  • Der Login des Nutzers wird in einer Webanwendung abgespeichert, z.B. bei Facebook, damit dieser ihn nicht erneut angeben muss
  • Ein Onlinehändler speichert den Warenkorb des Nutzers ab

Es gibt verschiedene Arten von Cookies, die Sie unterscheiden müssen. Die zunächst wichtigste Unterscheidung ist die zwischen notwendigen und nicht-notwendigen Cookies. Denn hiernach richtet sich, ob Sie als Anbieter eine Einwilligung einholen müssen oder nicht.

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 Notwendig sind alle Cookies, die technisch für den Betrieb einer Website und deren Funktionen erforderlich sind.

 Nicht notwendig sind demnach alle Cookies, deren Gebrauch wirtschaftliche Gründe hat. Das sind zum Beispiel:

  • Cookies aus Tracking- und Analysetools
  • Cookies aus Affiliate-Diensten
  • Cookies aus Remarketing-Diensten
  • Cookies aus Retargeting-Diensten
  • Cookies aus Social-Media-Plugins (Facebook, Instagram, Google+, LinkedIn, Pinterest, Twitter)
  • Cookies aus Video-Embedding-Anwendungen (Vimeo, Youtube)
  • Cookies aus skalierbaren zentralen Messverfahren (SZM)
  • Online-Kartendienste wie Google Maps und OpenStreetMaps

Es gibt noch eine weitere Unterscheidung, die Sie wahrscheinlich von anderen Websites kennen: diejenige in essenzielle, funktionale und Marketing-Cookies.

 Essenzielle Cookies lassen sich unter „Notwendige Cookies“ einsortieren. Sie werden durch Tools gesetzt, ohne die eine Webseite nicht fehlerfrei funktionieren könnte. Beispiele: Session-Cookies oder Warenkorb-Cookies. Für solche Cookies brauchen Sie keine Einwilligung.

Funktionale Cookies nutzen Tools, die bestimmte nicht-essenzielle Funktionen bereitstellen, zum Beispiel für die Analyse des Nutzerverhaltens. Beispiele: Google Analytics, Hotjar, oder etracker. Stellt Ihnen ein Drittanbieter diese Tools bereit, brauchen Sie eine Einwilligung.

Marketing-Cookies nutzen Sie, wenn Sie Online-Werbung betreiben. So speichern die Tools Interessen Ihrer Nutzer, sodass ihm später Werbeanzeigen auf verschiedenen Webseiten angezeigt werden können. Beispiele: Google Remarketing, Google Adsense und Facebook-Pixel. Für die Nutzung brauchen Sie immer eine Einwilligung.

Was sagt die DSGVO dazu?

Zu Cookies sagt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) leider gar nichts. Das ist auch der Grund, warum Sie und viele andere Websitebetreiber seit Jahren verunsichert sind, was Sie nun genau tun müssen. Für weitere Verwirrung sorgt die Entwicklung der letzten Jahre: Denn eigentlich sollte die ePrivacy-Verordnung im Jahr 2018 für Klarheit sorgen, für welche Cookies welche Art der Einwilligung erforderlich ist und für welche nicht. Leider ist diese bis heute nicht in Kraft getreten.

Auch die ePrivacy-Richtlinie bringt kein Licht ins Dunkle. Sie ist eine europäische Richtlinie, die leider in Deutschland niemals umgesetzt wurde. Schade eigentlich, denn hier steht klar: Eine ausdrückliche Einwilligung ist beim Setzen von Cookies erforderlich. Begründung der EU-Kommission, warum Deutschland nicht die Richtlinie nicht umsetzen musste, war: Das deutsche Recht sehe bereits einen entsprechenden Schutz vor. Wenn weder DSGVO noch nicht geltende oder umgesetzte Rechtsakte helfen, muss also das „alte“ Recht angewendet werden. Und das Telemediengesetz besagt sinngemäß: Nicht-notwendige Cookies dürfen Sie als Websitebetreiber setzen, wenn der Nutzer nicht widerspricht. Von einer echten Einwilligung ist dies allerdings weit entfernt.

Glücklicherweise kann man sich seit letztem Jahr auch an ein höchstrichterlichen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) halten, das ein wenig mehr Klarheit und Rechtssicherheit bringt: Hiernach besagt das Zusammenspiel zwischen dem Telemediengesetz und der ePrivacy-Richtlinie, dass Diensteanbieter Cookies zum Zweck der Werbung und Marktforschung nur mit Einwilligung setzen dürfen. Ein voreingestelltes Ankreuzkästchen reicht dafür nicht aus.

Das heißt zusammengefasst:

  • Für notwendige Cookies ist keine Einwilligung erforderlich
  • Für nicht-notwendige Cookies ist eine echte Einwilligung erforderlich. Das bedeutet:
    • Ein bloßes Nicht-Widersprechen reicht nicht aus.
    • Der Nutzer muss aktiv das Häkchen setzen.
    • Ein bereits gesetztes Häkchen reicht nicht aus.

Wie kann ich die Anforderungen umsetzen? Wann reicht ein Cookie Banner aus?

Sie möchten wissen, ob es nicht auch ausreicht, einen Cookie Banner auf Ihrer Seite zu integrieren? Nun, das kommt darauf an, wie dieser aussieht. Meinen Sie damit einen Informationstext am oberen oder unteren Ende der Website? Sie möchten einen Banner mit einem Hinweis auf Ihre Seite stellen, dass Ihr Nutzer mit Weitersurfen zustimmt und ihn darüber informiert, dass er der Nutzung widersprechen kann? Dann ist das nach dem oben Gesagten nicht ausreichend. Das gilt selbst dann, wenn Sie auf „OK“ oder „Einverstanden“ klicken können. Denn technisch sind diese Banner nicht in der Lage, Dienste zu blockieren. Und damit haben sie auch rechtlich keinen Wert.

Eine aktive Einwilligung ist erforderlich, sobald Sie nicht-erforderliche Cookies verwenden möchten. Das bedeutet auch: Sie müssen aktiv einen Haken setzen, und wenn Sie das nicht tun, dürfen diese Cookies auch nicht gesetzt werden. Ein bloßer Hinweistext auf einem Cookie Banner reicht also nicht aus.

Praxistipp: Auf der sicheren Seite sind Sie vielmehr, wenn Sie ein Tool haben, das genau das ermöglicht: Ein Cookie Consent Tool oder auch Cookie Tool.

Was genau ist ein Consent Tool?

Ein Cookie Consent Tool funktioniert wie eine Art Maske, die Sie über Ihre Webseite legen. Besucht ein Nutzer Ihre Seite, erscheint ein Pop-Up-Fenster, auf dem er per Häkchen seine Einwilligung aufgeschlüsselt nach Cookie-Arten setzen kann. Setzt der Nutzer bei einem Tool keinen Haken, werden diese Cookies auch tatsächlich blockiert.

Sobald Sie Tools einsetzen, die nicht schlicht den technischen Betrieb Ihrer Homepage ermöglichen, brauchen Sie ein solches Cookie Consent Tool oder Cookie Tool, wenn Sie rechtlich sicher sein wollen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Google Analytics
  • Facebook Pixel
  • Marketingtools

Nun gibt es verschiedene Begriffe rund um Cookie Consent Tools, die zu dem Thema herumgeistern. Beispiele:

  • Kostenlos / free
  • für Shopware
  • Open Source
  • für Wordpress
  • für den Google Tag Manager

Damit Sie sich in dem Dschungel der verfügbaren Cookie Tools zurechtfinden und genau das Tool finden, das für Ihre Zwecke am besten passt, haben wir die 6 gängigsten Consent Tools für Sie  verglichen. Sehen Sie sich dazu unsere Tabelle an.

Die gängigsten Cookie Consent Tools im Vergleich

   Usercentrics (unsere Empfehlung)  Consent Management Provider  Borlabs Cookie Cookiebot   Onetrust ccm19 
Allgemein            
 Sitz Deutschland Schweden Deutschland Dänemark UK, Büro in Deutschland vorhanden Deutschland
 Hosting in EU, eigener Server Server in Europa nicht relevant, da in Wordpress bleibt unklar wohl EU EU, eigener Server
Implementierung über JavaScript, Codeschnipsel Code einfügen in Script Plugin, keine Programmierung notwendig verschiedene Möglichkeiten über Script, automatische Cookie-Blockierfunktion oder manuell per Setzsckript Tag Manager, CMS oder Code JavaScript
Verfügbar für jedes Content Management System jedes Content Management System nur Wordpress jedes Content Management System jedes Content Management System Download Variante von CCM19 den Apache HTTP-Server mit aktiviertem mod_rewrite-Modul. Es wird mindestens PHP 7.2 benötigt 
Preis 8 bzw. 34 Euro pro Monat, Unternehmenspaket ohne einsehbaren Preis verfügbar kostenlose Basisversion verfügbar, 50-695 Euro pro Monat, abhängig von Seitenansichten pro Monat kostenlose Version verfügbar (nur Personal); 39-299 Euro pro Jahr, abhängig von Zahl der Websites

9-37 Euro Pro Monat und Domain, abhängig von Zahl der Unterseiten; kostenlose Basisversion verfügbar

ab 45 Euro pro Monat und Domain 0-24,90 Euro, abhängig von Page Impressions und Domains
Vorteil als eRecht24 Premium Nutzer kostenlos 20 % Rabatt bis zu 45 % Rabatt nein nein nein
Funktionen            
Design / auf CI anpassbar ja: große Auswahl an Layouts und Farbschemata ja; Consent Optimizer: ermittelt, welche Designvarianten am besten funktionieren; Firmenlogo Banner-Individualisierung, eigenes Logo, verschiedene Layouts Banner-Indiviualisierung ja, Vorlagen ja
Cookie Crawler (zeigt,welche Cookies auf der Seite ausgegeben werden) ab Businesstraif ja, umfangreich   ja, automatischer Scan der kompletten Website einmal pro Monat   "Erkennung fremder Cookies"
Sprachen Deutsch und Englisch Anzeige in über 30 Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch und Spanisch 40 Sprachen, automatische Spracherkennung mehr als 250 Deutsch und Englisch, Übersetzung in weitere Sprachen möglich
Verwaltung in Cookie Gruppen/Kategorien nein (in Planung)   Verwaltung in Cookie Gruppen möglich   Datenbank mit 15 Mio. vorkategorisierten Cookies für Gruppierung nach Zweck  ja
Whitelabel möglich ja ja   ja    für Agenturen und Hostingprovider
Weitere Features Umfassende Textdatenbank für die Cookiebeschreibung, IAB TCF compliant; A/B Testing A/B-Tests und Optimierung Speichern des Consents in der WordPress-Datenbank, Masseneinwilligung für unterschiedliche (Sub-)Domains; Echtzeit-Geo-Targeting zur Anzeige des Banners nur in ausgewählten Ländern; Barrierefreiheit Geo-Targeting, A/B-Testing; automatisches Einfügen der aktualisierten Cookie-Liste in "Cookies-Richtline" Installationsservice mit Garantie (sonst Geld zurück); rechtliche Updates inklusive; API zum Verbindung mit Buchungssystem, updatefähig; als Donwload- und Cloudversion verfügbar
Einwilligungen protokolliert können beim Anbieter abgefragt werden im Admin-Bereich abrufbar ja, in Cookie-Gruppen ja ja ja
weitere Statistiken und Reportings   Messung der Abzeptanz-Rate und Bounce-Rate, Exportfunktion Consent Statistiken in den jeweiligen Cookie Gruppen, Einwilligungs-Historie Speicherung der Auswahl für 12 Monate, danach erneute Einwilligung erforderlich; Scanbericht über Wahl der Websitebesucher    
Support Ticket Support, Live Implementierungs-Webinar Terminvereinbarung über Homepage möglich Umfangreiche Wissensdatenbank, E-Mail-Support per E-Mail, in Englisch E-Mail, Telefon, Portal, Demo E-Mail, Chat und Telefon
Kostenlose Demo/Test ja ja   ja ja ja

  

Praxistipp: In Usercentrics sind alle wichtigen Funktionen enthalten. Dieses Tool ist für eRecht24 Premium-Nutzer kostenlos. Profitieren Sie noch heute von diesem Vorteil.

Sollten Sie dagegen Wordpress nutzen, empfehlen wir Borlabs Cookie. Als eRecht24-Premium-Nutzer profitieren Sie von bis zu 45% Rabatt.

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Checkliste: Das wichtigste zusammengefasst

  1. Nach der aktuellen Rechtsprechung brauchen Sie für Cookies, die nicht notwendig für den Betrieb der Seite sind, eine echte Einwilligung.
  2. Diese Einwilligung Ihrer Nutzer können Sie bequem über ein Cookie Consent Tool einholen.
  3. Es gibt verschiedene Tools mit unterschiedlichen Features. Welches für Sie am besten passt, müssen Sie je nach Bedürfnis selbst entscheiden.
  4. Wir empfehlen Usercentrics oder – für Wordpress-Nutzer – Borlabs Cookie.
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Kommentare  
Horst
0 # Horst 03.02.2021, 16:39 Uhr
Hallo,

kann man das Consent von Usercentrics als e-recht24 Premiumkunde mittels CSS anpassen?

Danke vorab für die Antwort.

Grüße
Horst
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