Cookie Consent Tools im Vergleich

Die 6 gängigsten Cookie Consent Tools

Geprüft von: Rechtsanwalt Sören Siebert Rechtsanwalt Sören Siebert
(13 Bewertungen, 4.69 von 5)

Egal, was Ihre Anforderungen sind - ob das Cookie Consent Tool kostenlos sein soll, ob es nur für Wordpress funktionieren muss oder ob Sie den Cookie Consent im Google Tag Manager integrieren wollen: Sie sollten zunächst wissen, wofür ein Cookie Consent Tool überhaupt wichtig ist. Aber alles der Reihe nach.

1. Was sind Cookies?

Laut einer Entscheidung des BGH sind Cookies „Textdateien, die der Anbieter einer Internetseite auf dem Computer des Benutzers speichert und beim erneuten Aufrufen der Webseite wieder abrufen kann, um die Navigation im Internet oder Transaktionen zu erleichtern oder Informationen über das Nutzerverhalten abzurufen“ (BGH, „Cookie-Einwilligung 1“, Urteil vom 5. Oktober 2017, Az. I ZR 7/16).

Typische Beispiel sind:

  • Der Nutzer wird identifiziert (Session ID) und wiedererkannt, um ihm gezielt Werbung auszuspielen
  • Der Login des Nutzers wird in einer Webanwendung abgespeichert, z.B. bei Facebook, damit dieser ihn nicht erneut angeben muss
  • Ein Onlinehändler speichert den Warenkorb des Nutzers ab

Es gibt verschiedene Arten von Cookies, die Sie unterscheiden müssen. Die zunächst wichtigste Unterscheidung ist die zwischen notwendigen und nicht-notwendigen Cookies. Denn hiernach richtet sich, ob Sie als Anbieter eine Einwilligung einholen müssen oder nicht.

Notwendig sind alle Cookies, die technisch für den Betrieb einer Website und deren Funktionen erforderlich sind.

Nicht notwendig sind demnach alle Cookies, deren Gebrauch wirtschaftliche Gründe hat. Das sind zum Beispiel:

  • Cookies aus Tracking- und Analysetools
  • Cookies aus Affiliate-Diensten
  • Cookies aus Remarketing-Diensten
  • Cookies aus Retargeting-Diensten
  • Cookies aus Social-Media-Plugins (Facebook, Instagram, Google+, LinkedIn, Pinterest, Twitter)
  • Cookies aus Video-Embedding-Anwendungen (Vimeo, Youtube)
  • Cookies aus skalierbaren zentralen Messverfahren (SZM)
  • Online-Kartendienste wie Google Maps und OpenStreetMaps

Es gibt noch eine weitere Unterscheidung, die Sie wahrscheinlich von anderen Websites kennen: diejenige in essenzielle, funktionale und Marketing-Cookies.

Essenzielle Cookies lassen sich unter „Notwendige Cookies“ einsortieren. Sie werden durch Tools gesetzt, ohne die eine Webseite nicht fehlerfrei funktionieren könnte. Beispiele: Session-Cookies oder Warenkorb-Cookies. Für solche Cookies brauchen Sie keine Einwilligung.

Funktionale Cookies nutzen Tools, die bestimmte nicht-essenzielle Funktionen bereitstellen, zum Beispiel für die Analyse des Nutzerverhaltens. Beispiele: Google Analytics, Hotjar, oder etracker. Stellt Ihnen ein Drittanbieter diese Tools bereit, brauchen Sie eine Einwilligung.

Marketing-Cookies nutzen Sie, wenn Sie Online-Werbung betreiben. So speichern die Tools Interessen Ihrer Nutzer, sodass ihm später Werbeanzeigen auf verschiedenen Webseiten angezeigt werden können. Beispiele: Google Remarketing, Google Adsense und Facebook-Pixel. Für die Nutzung brauchen Sie immer eine Einwilligung.

2. Was sagt die DSGVO dazu?

Zu Cookies sagt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) leider gar nichts. Das ist auch der Grund, warum Sie und viele andere Websitebetreiber seit Jahren verunsichert sind, was Sie nun genau tun müssen. Für weitere Verwirrung sorgt die Entwicklung der letzten Jahre: Denn eigentlich sollte die ePrivacy-Verordnung im Jahr 2018 für Klarheit sorgen, für welche Cookies welche Art der Einwilligung erforderlich ist und für welche nicht. Leider ist diese bis heute nicht in Kraft getreten.

Die ePrivacy-Richtlinie bringt aber Licht ins Dunkle. Sie ist eine europäische Richtlinie, die bisher in Deutschland nicht umgesetzt wurde. Schade eigentlich, denn hier steht klar: Eine ausdrückliche Einwilligung ist beim Setzen von Cookies erforderlich. Begründung der EU-Kommission, warum Deutschland nicht die Richtlinie nicht umsetzen musste, war: Das deutsche Recht sehe bereits einen entsprechenden Schutz vor. Wenn weder DSGVO noch nicht geltende oder umgesetzte Rechtsakte helfen, muss also das „alte“ Recht angewendet werden. Und das Telemediengesetz besagt sinngemäß: Nicht-notwendige Cookies dürfen Sie als Websitebetreiber setzen, wenn der Nutzer nicht widerspricht. Von einer echten Einwilligung ist dies allerdings weit entfernt.

Glücklicherweise kann man sich seit letztem Jahr auch an ein höchstrichterlichen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) halten, das ein wenig mehr Klarheit und Rechtssicherheit bringt: Hiernach besagt das Zusammenspiel zwischen dem Telemediengesetz und der ePrivacy-Richtlinie, dass Diensteanbieter Cookies zum Zweck der Werbung und Marktforschung nur mit Einwilligung setzen dürfen. Ein voreingestelltes Ankreuzkästchen reicht dafür nicht aus.

Und endlich zurrt nun auch bald ein Gesetz diese Rechtslage fest: Das TTDSG wird am 1.12.2021 in Kraft treten. Es soll mit dem Nebeneinander von DSGVO, Cookie-Richtlinie, TMG und TKG aufräumen. Dann steht festgeschrieben:

Ausnahmen:

  • technisch zwingend notwendige Cookies und Informationen
  • Cookies und Informationen, die ausschließlich der Übertragung von Nachrichten über ein öffentliches Telekommunikationsnetz dienen.

Das heißt zusammengefasst:

  • Für notwendige Cookies ist keine Einwilligung erforderlich
  • - Für nicht-notwendige Cookies und Tracking Tools wie Google Analytics ist eine echte Einwilligung erforderlich. Das bedeutet:
    • Ein bloßes Nicht-Widersprechen reicht nicht aus.
    • Der Nutzer muss aktiv das Häkchen setzen.
    • Ein bereits gesetztes Häkchen reicht nicht aus.

3. Wie kann ich die Anforderungen umsetzen? Wann reicht ein Cookie Banner aus?

Sie möchten wissen, ob es nicht auch ausreicht, einen Cookie Banner auf Ihrer Seite zu integrieren? Nun, das kommt darauf an, wie dieser aussieht. Meinen Sie damit einen Informationstext am oberen oder unteren Ende der Website? Sie möchten einen Banner mit einem Hinweis auf Ihre Seite stellen, dass Ihr Nutzer mit Weitersurfen zustimmt und ihn darüber informiert, dass er der Nutzung widersprechen kann? Dann ist das nach dem oben Gesagten nicht ausreichend. Das gilt selbst dann, wenn Sie auf „OK“ oder „Einverstanden“ klicken können. Denn technisch sind diese Banner nicht in der Lage, Dienste zu blockieren. Und damit haben sie auch rechtlich keinen Wert.

Eine aktive Einwilligung ist erforderlich, sobald Sie nicht-erforderliche Cookies und Tracking-Tools wie Google Analytics verwenden möchten. Das bedeutet auch: Sie müssen aktiv einen Haken setzen, und wenn Sie das nicht tun, dürfen diese Cookies auch nicht gesetzt werden. Ein bloßer Hinweistext auf einem Cookie Banner reicht also nicht aus.

Praxistipp: Auf der sicheren Seite sind Sie vielmehr, wenn Sie ein Tool haben, das genau das ermöglicht: Ein Cookie Consent Tool oder auch Cookie Tool.

Sören Siebert
Sören SiebertRechtsanwalt

4. Wie muss ein Cookie Consent Banner konkret aussehen?

Klar ist also: Sie brauchen eine aktive Einwilligung. Doch auch hier gibt es zahlreiche Varianten, wie Sie einen Cookie Banner gestalten können. Und leider ist die Rechtslage hier noch immer sehr unklar und viele Gerichte und Behörden vertreten unterschiedliche Ansichten darüber, was bei Cookie Bannern zulässig ist und was nicht.

Trotzdem gibt es zwei Punkte, bei denen sich die zuständigen Institutionen relativ einig sind. Wenn Sie diese Punkte in Ihrem Cookie Banner umsetzen, gehen Sie auf Nummer Sicher.

1. Zwei gleichwertige Buttons

Cookie-Banner müssen zwei gleichwertige Buttons haben, unter denen der Besucher wählen kann: einen „Zustimmen“- Button und einen „Ablehnen“-Button. Zur Erinnerung: Die Cookies dürfen nicht bereits vorausgewählt sein.

Alternativ ist zum Beispiel auch diese Beschriftung möglich:

  • “Alles akzeptieren” und “Ablehnen”
  • “Alles akzeptieren” und “Speichern”
  • “Alles akzeptieren” und “Nur essenzielle Cookies zulassen” etc.

Dazu hat die Berliner Datenschutzbeauftragte kürzlich klargestellt: "Aus dem Datenschutzrecht ergibt sich, dass es ebenso einfach sein muss, Tracking abzulehnen, wie darin einzuwilligen. Die Ablehnung darf nicht aufwendiger oder gar versteckt sein".

2. Einfache Möglichkeit, zu widersprechen

Cookie-Banner müssen eine einfache Möglichkeit bieten, die Entscheidung über Cookies zu widerrufen. Dafür gibt es beispielsweise zwei Varianten, über die Ihre Nutzer die entsprechenden Cookie-Einstellungen ändern und verwalten können:

  • Variante 1: Ein Reiter „Cookie-Einwilligungen“ im Footer der Seite
  • Variante 2: Ein Fingerabdrucksymbol im Menü der Seite

Praxistipp: Ob die 6 gängigsten Cookie Consent Tools diese Vorgaben umsetzen, lesen Sie unten.

Sören Siebert
Sören SiebertRechtsanwalt

5. Was genau ist ein Consent Tool?

Ein Cookie Consent Tool funktioniert wie eine Art Maske, die Sie über Ihre Webseite legen. Besucht ein Nutzer Ihre Seite, erscheint ein Pop-Up-Fenster, auf dem er per Häkchen seine Einwilligung aufgeschlüsselt nach Cookie-Arten setzen kann. Setzt der Nutzer bei einem Tool keinen Haken, werden diese Cookies auch tatsächlich blockiert.

Sobald Sie Tools einsetzen, die nicht schlicht den technischen Betrieb Ihrer Homepage ermöglichen, brauchen Sie ein solches Cookie Consent Tool oder Cookie Tool, wenn Sie rechtlich sicher sein wollen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Google Analytics
  • Facebook Pixel
  • Marketingtools

Nun gibt es verschiedene Begriffe rund um Cookie Consent Tools, die zu dem Thema herumgeistern. Beispiele:

  • Kostenlos / free
  • für Shopware
  • Open Source
  • für Wordpress
  • für den Google Tag Manager

Damit Sie sich in dem Dschungel der verfügbaren Cookie Tools zurechtfinden und genau das Tool finden, das für Ihre Zwecke am besten passt, haben wir die 6 gängigsten Consent Tools für Sie verglichen. Sehen Sie sich dazu unsere Tabelle an.

Die gängigsten Cookie Consent Tools im Vergleich

  Usercentrics (unsere Empfehlung) Consent
Management
Provider
Borlabs Cookie Cookiebot Onetrust ccm19
Allgemein
Sitz Deutschland Schweden Deutschland Dänemark UK, Büro in Deutschland vorhanden Deutschland
Hosting in EU, eigener Server Server in Europa nicht relevant, da in Wordpress bleibt unklar wohl EU EU, eigener Server
Implementierung über JavaScript, Codeschnipsel Code einfügen in Script Plugin, keine Programmierung notwendig verschiedene Möglichkeiten über Script, automatische Cookie-Blockierfunktion oder manuell per Setzsckript Tag Manager, CMS oder Code JavaScript
Verfügbar für jedes Content Management System jedes Content Management System nur Wordpress jedes Content Management System jedes Content Management System Download Variante von CCM19 den Apache HTTP-Server mit aktiviertem mod_rewrite-Modul. Es wird mindestens PHP 7.2 benötigt
Preis 8 bzw. 34 Euro pro Monat, Unternehmenspaket ohne einsehbaren Preis verfügbar kostenlose Basisversion verfügbar, 50-695 Euro pro Monat, abhängig von Seitenansichten pro Monat kostenlose Version verfügbar (nur Personal); 39-299 Euro pro Jahr, abhängig von Zahl der Websites

9-37 Euro Pro Monat und Domain, abhängig von Zahl der Unterseiten; kostenlose Basisversion verfügbar

ab 45 Euro pro Monat und Domain 0-24,90 Euro, abhängig von Page Impressions und Domains
Vorteil als eRecht24 Premium Nutzer kostenlos 20 % Rabatt bis zu 45 % Rabatt nein nein nein
Funktionen
Design / auf CI anpassbar ja: große Auswahl an Layouts und Farbschemata ja; Consent Optimizer: ermittelt, welche Designvarianten am besten funktionieren; Firmenlogo Banner-Individualisierung, eigenes Logo, verschiedene Layouts Banner-Indiviualisierung ja, Vorlagen ja
Cookie Crawler (zeigt,welche Cookies auf der Seite ausgegeben werden) ab Businesstraif ja, umfangreich   ja, automatischer Scan der kompletten Website einmal pro Monat   "Erkennung fremder Cookies"
Sprachen Deutsch und Englisch Anzeige in über 30 Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch und Spanisch 40 Sprachen, automatische Spracherkennung mehr als 250 Deutsch und Englisch, Übersetzung in weitere Sprachen möglich
Verwaltung in Cookie Gruppen/Kategorien nein (in Planung)   Verwaltung in Cookie Gruppen möglich   Datenbank mit 15 Mio. vorkategorisierten Cookies für Gruppierung nach Zweck ja
Whitelabel möglich ja ja   ja   für Agenturen und Hostingprovider
Weitere Features Umfassende Textdatenbank für die Cookiebeschreibung, IAB TCF compliant; A/B Testing A/B-Tests und Optimierung Speichern des Consents in der WordPress-Datenbank, Masseneinwilligung für unterschiedliche (Sub-)Domains; Echtzeit-Geo-Targeting zur Anzeige des Banners nur in ausgewählten Ländern; Barrierefreiheit Geo-Targeting, A/B-Testing; automatisches Einfügen der aktualisierten Cookie-Liste in "Cookies-Richtline" Installationsservice mit Garantie (sonst Geld zurück); rechtliche Updates inklusive; API zum Verbindung mit Buchungssystem, updatefähig; als Donwload- und Cloudversion verfügbar
Einwilligungen protokolliert können beim Anbieter abgefragt werden im Admin-Bereich abrufbar ja, in Cookie-Gruppen ja ja ja
weitere Statistiken und Reportings   Messung der Abzeptanz-Rate und Bounce-Rate, Exportfunktion Consent Statistiken in den jeweiligen Cookie Gruppen, Einwilligungs-Historie Speicherung der Auswahl für 12 Monate, danach erneute Einwilligung erforderlich; Scanbericht über Wahl der Websitebesucher    
Support Ticket Support, Live Implementierungs-Webinar Terminvereinbarung über Homepage möglich Umfangreiche Wissensdatenbank, E-Mail-Support per E-Mail, in Englisch E-Mail, Telefon, Portal, Demo E-Mail, Chat und Telefon
Kostenlose Demo/Test ja ja   ja ja ja

6. Setzen die Cookie Consent Tools die Datenschutzvorgaben korrekt um?

Wie Sie oben gelesen haben: Es gibt zwei Punkte, die Ihr Cookie Consent Tool umsetzen sollte, wenn Sie datenschutzrechtlich relativ sicher sein wollen: Der Besucher Ihrer Website muss immer frei wählen können, das heißt das Tool braucht…

  1. zwei gleichwertige Buttons, z.B. „Alles akzeptieren“ und „Ablehnen“
  2. eine Opt-Out-Möglichkeit, über die der Besucher die Einwilligung widerrufen bzw. ändern kann

Nachfolgend zeigen wir Ihnen, wie Sie die 6 gängigsten Cookie Consent Tools einstellen müssen, um diese Vorgaben umzusetzen.

6.1. Usercentrics

5.png

Usercentrics bietet standardmäßig zwei Buttons („Ablehnen“ und „Alles akzeptieren“) an. Diese können Sie auch in den Einstellungen nicht verändern. Sobald Sie Usercentrics via Script in Ihre Website eingebunden haben, wird die Consent-Box - wie oben zu sehen - ausgegeben.

Lediglich die Beschriftung innerhalb der Buttons können Sie über die Content-Einstellungen anpassen.

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Genauso einfach wie das Einbinden der Cookie-Box ist auch die Opt-Out-Lösung. Hat der Nutzer einmal abgelehnt oder alle Cookies akzeptiert, kann er jederzeit über das “Fingerabdruck-Symbol” seine Einwilligung ändern bzw. widerrufen. Dieses Symbol sehen Sie hier auf der linken Seite.

6.png

Mit einem Klick auf das “Fingerabdruck-Symbol” öffnet sich ein Cookie-Auswahl-Fenster, in dem Nutzer die Einwilligung widerrufen oder die Auswahl ändern können.

7

6.2. Borlabs Cookies

2.png

Im Borlabs Cookie-Plugin sind zwei Buttons innerhalb der Cookie-Box standardmäßig bereits vorgegeben („Alles akzeptieren“ und „Speichern“). Sie haben auch hier lediglich die Möglichkeit, die Beschriftung der Buttons in den Texteinstellungen im Backend unter dem Reiter “Cookie Box” zu ändern.

1.png

Um mit Borlabs Cookie eine Opt-Out-Lösung anbieten zu können, hält das Plugin verschiedene Shortcodes bereit. Diese können Sie aneiner beliebigen Stelle platzierenz. B. innerhalb der Datenschutzerklärung oder auch im Footer.

Das Ganze könnte dann beispielsweise wie folgt aussehen (Opt-Out-Button in der Datenschutzerklärung).

3.png

Mit einem Klick auf den Button öffnet sich dann die Cookie-Auswahl von Borlabs Cookie mit den bisherigen Einwilligungen, welche ganz einfach über die Schieberegler widerrufen bzw. geändert werden können.

4.png

Die Shortcodes für solch eine Opt-Out-Lösung werden im WordPress-Editor hinzugefügt. Auf der Website von Borlabs Cookie finden Sie verschiedene Möglichkeiten sowie Shortcodes: https://de.borlabs.io/kb/opt-out-einrichten-borlabs-cookie/.

6.3. Consent Management Provider

8

Auch beim Consent Management Provider Tool sind standardmäßig zwei Buttons integriert („Alles ablehnen“, „Alles akzeptieren“). Sie haben hier lediglich die Möglichkeit, die Beschriftung der Buttons innerhalb der Text-Einstellungen zu ändern.

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Für das Opt-Out bietet der Consent Management Provider - ähnlich wie auch Usercentrics - ein entsprechendes Symbol links unten im Bildschirmrand. In diesem Fall ist es das Logo des Anbieters.

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Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich die Cookie-Auswahl, wo der Besucher Änderungen zu seiner bisherigen Cookie-Auswahl vornehmen bzw. die Einwilligung widerrufen kann.

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6.4. Cookiebot

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Das Cookiebot Consent-Tool bieten Ihnen verschiedene Einstellungen zur Anzeige der Buttons innerhalb der Cookie-Box. Deshalb sollten Sie in den Einstellungen unter “Dialogfeld” den Typ “Mehrere Ebenen” auswählen sowie die Buttons “Alle ablehnen, Auswahl, Alle erlauben”.

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Sie können die Cookie-Box auch problemlos ins deutsche übersetzen.

Für die Opt-Out-Lösung können Sie mit Cookiebot ein entsprechendes Script an einer Stelle Ihrer Website einfügen. Empfehlenswert ist hier natürlich die Datenschutzerklärung. Das Skript finden Sie in den Einstellungen unter “Ihre Skripte”.

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Nachdem Cookiebot Ihre Seite gescannt hat und weiß, welche Cookies Sie auf Ihrer Seite nutzen, wird folgender Text automatisch über dieses Skript ausgegeben (Deutsch muss vorab noch in Cookiebot eingerichtet werden).

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Mit einem Klick auf den Link “Change your Consent” (Einwilligung ändern) kann die bisherige Cookie-Auswahl geändert werden. Hierzu öffnet sich dann erneut die Cookie-Box.

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Mit einem Klick auf den Link “Withdraw your Consent” (Einwilligung widerrufen) können Sie Ihre Einwilligung mit einem Klick widerrufen.

6.5. OneTrust

23

Auch beim Consent Management Tool OneTrust ist die Anzeige der wichtigsten zwei Buttons („Akzeptieren“ und „Alles ablehnen“) Standard. Das bedeutet: Sie haben keine Möglichkeit, diese Buttons zu ändern, da sie fest vorgegeben werden.

Nach der Einwilligung oder dem Ablehnen innerhalb der angezeigten Cookie-Box finden Sie auch hier wieder links unten ein entsprechendes Symbol, über welches Sie Ihre bisherige Einwilligung bzw. die Cookies ändern können (Opt-Out-Lösung).

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Mit einem Klick hierauf öffnet sich ein entsprechendes Cookie-Auswahl-Fenster. 

25

Außerdem erhalten Sie in OneTrust auch ein Skript, welches Sie an einer beliebigen Stelle Ihrer Seite einbinden können. Dieses finden Sie unter “Skripts”.

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Mit dem Skript wird anschließend ein Button ausgegeben, über welchen Ihre Besucher ihre Einstellungen verwalten können.

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Mit einem Klick auf diesen Button öffnet sich ebenfalls das oben zu sehenden Cookie-Auswahl-Fenster.

6.6. ccm19

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Auch in ccm19 werden die beiden Buttons („Alles akzeptieren“ und „Ablehnen“) bereits standardmäßig vorgegeben. Dies lässt sich auch in den Einstellungen nicht ändern. Sie haben hier lediglich in den Texteinstellungen die Möglichkeit, die Übersetzung und somit die Beschreibung der Buttons zu anzupassen.

Praxistipp: In Usercentrics sind alle wichtigen Funktionen enthalten. Dieses Tool ist für eRecht24 Premium-Nutzer kostenlos. Profitieren Sie noch heute von diesem Vorteil.

Sollten Sie dagegen Wordpress nutzen, empfehlen wir Borlabs Cookie. Als eRecht24-Premium-Nutzer profitieren Sie von bis zu 45% Rabatt.

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Sören Siebert
Sören SiebertRechtsanwalt

7. Checkliste: Das wichtigste zusammengefasst

  1. Nach der aktuellen Rechtsprechung brauchen Sie für Cookies, die nicht notwendig für den Betrieb der Seite sind, eine echte Einwilligung.
  2. Diese Einwilligung Ihrer Nutzer können Sie bequem über ein Cookie Consent Tool einholen.
  3. Es gibt verschiedene Tools mit unterschiedlichen Features. Welches für Sie am besten passt, müssen Sie je nach Bedürfnis selbst entscheiden.
  4. Wir empfehlen Usercentrics oder – für Wordpress-Nutzer – Borlabs Cookie.
Rechtsanwältin Annika Haucke
Annika Haucke
Rechtsanwältin

Annika Haucke ist Rechtsanwältin und Journalistin (Freie Journalistenschule). Als Fachredakteurin von eRecht24 bereitet sie Beiträge verständlich auf und gibt praxisnahe Handlungsempfehlungen. Rechtsanwältin Haucke ist auf Medienrecht spezialisiert und hat darüber hinaus mehrjährige redaktionelle Erfahrung in weiteren Rechtsgebieten, z.B. Steuer-und Medizinrecht. Seit 2013 veröffentlichte sie eine Vielzahl von Artikeln und Ratgebern, u. a. bei Stiftung Warentest, Tagesspiegel Background und Computerwoche.

Rechtsanwalt Sören Siebert
Sören Siebert
Rechtsanwalt und Gründer von eRecht24

Rechtsanwalt Sören Siebert ist Gründer von eRecht24 und Inhaber der Kanzlei Siebert Lexow. Mit 20 Jahren Erfahrung im Internetrecht, Datenschutz und ECommerce sowie mit mehr als 10.000 veröffentlichten Beiträgen und Artikeln weist Rechtsanwalt Sören Siebert nicht nur hervorragende Fach-Expertise vor, sondern hat auch das richtige Gespür für seine Leser, Mandanten, Kunden und Partner, wenn es um rechtssichere Lösungen im Online-Marketing und B2B / B2C Dienstleistungen sowie Online-Shops geht. Neben den zahlreichen Beiträgen auf eRecht24.de hat Sören Siebert u.a. auch diverse Ebooks und Ratgeber zum Thema Internetrecht publiziert und weiß ganz genau, worauf es Unternehmern, Agenturen und Webdesignern im täglichen Business mit Kunden ankommt: Komplexe rechtliche Vorgaben leicht verständlich und mit praktischer Handlungsanleitung für rechtssichere Webseiten umsetzen.

Guest
Hallo,welche Version von Usercentrics ist im Paket enthalten und kann ich es für mehrere Blogs, die ich betreibe, benutzen?Danke vorab für die Antwort.mfg
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Markus Hollandt
Guten Tag,das haben Sie sehr gut geschrieben. Bedeutet das, wenn ich eine App erstelle und die von Ihnen genannte Maske selbst programmiere, z.B. in der Form, dass der Nutzer beispielsweise alle Cookies akzeptieren muss oder die App funktioniert nicht, ich meiner Pflicht nachgekommen bin?MFG Markus Hollandt
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Horst
Hallo,kann man das Consent von Usercentrics als e-recht24 Premiumkunde mittels CSS anpassen?Danke vorab für die Antwort.GrüßeHorst
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