Worum geht's?
Sie sind Webseitenbetreiber oder arbeiten an einem Webdesign-Projekt für Ihren Kunden und wollen Google Fonts integrieren, um die Vielfalt an unterschiedlichen Schriftarten zu nutzen? Die Integration von Google Fonts bringt jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich. Beachten Sie bei der Einbindung nicht die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), drohen Bußgelder durch die Aufsichtsbehörden und Abmahnungen. Zwar sind die Abmahnwellen wegen der Nutzung von Google Fonts mittlerweile abgeebbt. Doch auf der rechtlich ganz sicheren Seite sind Sie damit noch nicht. Hier erhalten Sie das nötige Wissen darüber, wie Sie Google Fonts datenschutzkonform einbinden.
Prüfen Sie jetzt anonym und kostenfrei, ob Ihre Website Google Fonts DSGVO-konform einsetzt.
1. Google Fonts - kostenlose Schriftarten für die Website
Bei Google Fonts handelt es sich um ein von Google selbst bereitgestelltes und interaktives Verzeichnis an unterschiedlichen Schriftarten (engl.: fonts). Damit bietet Google die Option, verschiedene Schriftarten auf eigenen Webseiten zu nutzen, ohne diese zuvor auf den eigenen Server hochladen zu müssen.
Alles läuft problemlos über die Server von Google. Die Schriftarten werden einfach nachgeladen, sodass Sie sich Platz auf den eigenen Servern sparen.
Der große Vorteil dieser Möglichkeit ist zudem ihre kostenfreie Nutzung. Dies führt dazu, dass Webseitenbetreiber oder Webdesigner diesen Dienst vermehrt auf Webseiten einbinden. Dabei gibt es jeweils zwei Möglichkeiten:
- Sie laden die gewünschte Schriftart herunter und laden diese eigenständig in Ihrem eigenen Webspace wieder hoch. Die Schriftart wird bei Abruf dann von Ihrem eigenen Speicherplatz geladen und ist somit lokal eingebunden. Eine Verbindung zum Google-Server wird in diesem Fall nicht aufgebaut (lokale Einbindung).
- Die ausgesuchte Schriftart wird bei jedem Aufruf der Webseite von den Google-Servern geladen. Es wird eine Verbindung zu den Google-Servern aufgebaut, sodass die Schriftart dargestellt werden kann. Dabei wird während des Verbindungsaufbaus zu den Google-Servern u.a. die IP-Adresse des Webseitenbesuchers an Google übertragen. Die Schriftart wird also nicht lokal eingebunden (remote/dynamische Einbindung).
2. Sind Google Fonts DSGVO-konform?
Durch die Nutzung von Google Web Fonts schonen Sie zwar eigene Serverressourcen. Allerdings stellt sich dabei die Frage, was mit den Daten Ihrer Kunden und Nutzer passiert und ob diese Daten ausreichend geschützt sind. Betrachtet man den Standort der Google-Server, so liegen diese in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA).
Damit Google die Schriftarten zur Verfügung stellen kann, laden Webseiten mit jedem Seitenbesuch automatisch die Web Fonts über einen Server von Google aus den USA. Google liest dann im Gegenzug zahlreiche Daten von Webseitenbesuchern aus. Dazu zählen u. a.
- der Browser,
- die Webseite, die der Nutzer besucht,
- das Betriebssystem des Nutzers,
- die Bildschirmauflösung des Nutzers
- die IP-Adresse des Nutzers sowie
- die Spracheinstellungen des Browsers.
Die IP-Adresse ermöglicht es Google, den Standort des Webseitenbesuchers zu bestimmen. Dabei handelt es sich um personenbezogene Daten (BGH, Urteil vom 16. Mai 2017 – VI ZR 135/13). Webseitenbetreiber dürfen diese nicht ohne Zustimmung von Usern erheben und an Google weiterleiten. Das Landgericht München I (LG München I, Az. 3 O 17493/20) hat Anfang 2022 entschieden, dass die dynamische Einbindung von Google Fonts einen Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt. In diesem Fall wurden dem Kläger 100 € und Zinsen als Schadensersatz zugesprochen.
WEITERLESEN
Mehr zum Thema Datenschutzerklärung und Google Fonts lesen Sie in unserem Artikel.
3. Abmahnwelle wegen fehlerhafter Einbindung von Google Fonts mittlerweile abgeebbt
Das gerade genannte Urteil des LG München I war der Ausgangspunkt für eine Welle an Rundmails im Jahr 2022, in denen angeblich betroffene Webseitenbesucher Schadensersatzansprüche gegenüber Webseitenbetreibern und Unternehmern geltend machten.
Ihnen wurde vorgeworfen, durch die dynamische Einbindung von Google Fonts IP-Adressen von betroffenen Personen an Google zu übermitteln und diese nicht ausreichend vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen.
SCHON GEWUSST?
Die Abmahnschreiben wurden hauptsächlich von zwei Kanzleien versendet. Gegen die Kläger, die von ihnen vertreten wurden, sind in den Jahren 2022/2023 mehrere Urteile ergangen, die allesamt klarstellen: Das Vorgehen der Kläger war rechtsmissbräuchlich. Die Rundmails waren versendet worden, um unter dem Vorwand einer Datenschutzverletzung schnelles Geld zu verdienen.
In einem weiteren Verfahren (BGH, Beschl. v. 28.08.2025 - Az.: VI ZR 258/24) ging es ebenfalls um die Frage nach einem DSGVO-Schadensersatzanspruch bei massenhaft provozierten Datenschutzverstößen. Der Beklagte in dem Verfahren installierte eine Software, um Webseiten ausfindig zu machen, die Google Fonts einsetzten und rief diese absichtlich auf, um Datenschutzverstöße zu dokumentieren und Schadensersatz zu fordern.
Der BGH hat dem EuGH drei Fragen vorgelegt. Dieser soll nun klären, wann die IP-Adresse als personenbezogen gilt, ob ein immaterieller Schaden geltend gemacht werden kann, wenn der Verstoß absichtlich provoziert wurde und ob der Anspruch bei missbräuchlichem Verhalten verneint werden kann. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
- Prüfen Sie zunächst, ob Sie Google Fonts remote oder lokal eingebunden haben.
- Ob Google Fonts remote eingebunden ist, erkennen Sie an dem Quellcode der Webseite. Darin enthalten sind Verlinkungen auf googleapis.com oder fonts.gstatic.com.
- Ist der Dienst remote eingebunden und holen Sie keine Einwilligung des Nutzers ein, verstoßen Sie gegen die DSGVO. Suchen Sie nach Alternativen und binden Sie Google Fonts, mithilfe unserer folgenden Anleitung, lokal auf Ihren Webseiten ein.
Google weist darauf hin, dass beim Abruf von Google Fonts über die Google Fonts API unter anderem die IP-Adresse sowie technische Verbindungsdaten verarbeitet werden. Nach Angaben des Unternehmens dienen diese Daten ausschließlich der Bereitstellung der Schriftarten und der Erstellung aggregierter Nutzungsstatistiken. Google erklärt zudem, dass die Daten nicht für personalisierte Werbung oder die Erstellung von Nutzerprofilen verwendet werden.
An der datenschutzrechtlichen Bewertung ändert sich hierdurch jedoch nichts, da es bei der dynamischen Einbindung weiterhin zur Übertragung von personenbezogenen Daten an Google kommt. Zwar ist eine Datenübertragung in die USA auf Grundlage des Data Privacy Frameworks mittlerweile wieder zulässig, jedoch brauchen Unternehmen und Webseitenbetreiber nach wie vor eine Rechtsgrundlage nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für die Verarbeitung.
Da eine lokale Einbindung stets datenschutzfreundlicher ist und ohne weiteres umgesetzt werden kann, kommt es auf berechtigte Interessen des Webseitenbetreibers nicht an. Eine Einwilligung des Nutzers sollte demnach eingeholt werden, wenn Sie die Schriften nicht lokal einbinden.
4. So binden Sie Google Fonts DSGVO-konform ein
Wenn Sie Google Fonts Schriften lokal einbinden möchten, sollten Sie zunächst prüfen, ob auf Ihrer Website bzw. innerhalb Ihres Templates Google Fonts geladen werden.
Ist dies der Fall, müssen Sie die Google Fonts zunächst deaktivieren und wie nachfolgend beschrieben löschen bzw. durch die lokal eingebundenen Google Fonts ersetzen.
ACHTUNG
Google Fonts müssen nicht immer zwingend durch Ihr Website-Template geladen werden, sondern können in Ausnahmefällen auch von Drittanbieter-Diensten wie z. B. Google Maps stammen.
Um herauszufinden, ob Ihr Template Google Fonts lädt, sollten Sie Drittanbieter-Dienste vorerst deaktivieren.
Schritt 1: Website / Template auf Google Fonts prüfen
Um Ihre Website bzw. Ihr Template auf Google Fonts prüfen zu können, rufen Sie am besten im ersten Schritt die Entwicklerkonsole in Ihrem Browser auf (Mac: Cmd + Option + J / Windows: Strg +Umschalt +J) auf.
Chrome:
Klicken Sie hier auf den Reiter “Sources”. In der linken Spalte sehen Sie nun die Daten, welche zu Ihrer Website / Ihrem Template geladen werden.

Wie auf dem Screenshot zu erkennen ist, werden hier derzeit Google Fonts direkt über die Server von Google geladen (fonts.googleapis.com & fonts.gstatic.com).
Auch sehen Sie hier direkt, welche Schriftarten (Open Sans) in welcher Form genutzt werden.
Firefox:
Klicken Sie hier auf den Reiter “Netzwerkanalyse” und geben Sie im Eingabefeld “fonts” ein.
Im Anschluss werden Ihnen die Fonts angezeigt, die aktuell geladen werden. Auch hier sind die Google Fonts wieder sehr schön zu erkennen (fonts.gstatic.com).

In der rechten Spalte unter dem Punkt “Kopfzeilen” sehen Sie außerdem, welche Schriftart verwendet wird.
Schritt 2: Google Fonts in der style.css ausfindig machen
Öffnen Sie ein FTP-Programm Ihrer Wahl und suchen Sie im Anschluss auf Ihrem Server sowie innerhalb des Template-Ordners nach der style.css - Datei bzw. der CSS-Datei, in welchem Sie die Styles Ihres Projektes festgelegt haben.

Die Datei kann entweder direkt im Hauptverzeichnis Ihres Template-Ordners liegen oder es gibt hier einen entsprechenden Unterordner, z. B. “fonts”.
Suchen Sie innerhalb der CSS-Datei im Anschluss nach folgendem Code:
@import url('https://fonts.googleapis.com/css2?family=Open+Sans&display=swap');
In unserem Beispiel betrifft dies die Schriftart “Open Sans”. Bei Ihnen könnte also ggf. eine andere Schriftart hinterlegt sein.
Diese Codezeile muss im nächsten Schritt “Google Fonts lokal einbinden” entfernt werden bzw. sie wird hier durch den lokalen CSS-Code für die Google Fonts ersetzt.
Tipp für WordPress-Nutzer
Als WordPress-Nutzer können Sie auch einfach ein Plugin wie z. B. Disable and Remove Google Fonts installieren. Mit diesen Plugins werden alle Google Fonts Ihres Templates automatisch geblockt.
Google Fonts lokal einbinden: 4 Möglichkeiten inkl. Schritt-für-Schritt-Anleitung
Nachdem Sie sich nun für Ihre Google Fonts entschieden haben (oder lediglich Ihre bereits vorhandenen Fonts lokal nutzen wollen), können Sie diese nun wie folgt lokal einbinden.
1. WordPress-Plugin
Als WordPress-Nutzer stehen Ihnen für die Einbindung von Google Fonts zahlreiche nützliche Plugins zur Verfügung. Das mit Abstand zuverlässigste sowie funktionsreichste Plugin ist OMGF.

Nachfolgend möchten wir Ihnen zeigen, wie schnell und einfach Sie das OMGF Plugin auf Ihrer WordPress-Installation einrichten können.
Schritt 1: Das OMGF Plugin installieren & aktivieren
Installieren Sie im ersten Schritt das OMGF Plugin direkt über das WordPress-Backend. Klicken Sie hierzu auf Plugins - Installieren und geben Sie im Anschluss “OMGF” in das Suchfeld ein.

Klicken Sie jetzt auf den Button “Jetzt installieren” sowie “Aktivieren”.
Schritt 2: Konfiguration überprüfen
Nach der Aktivierung des OMGF Plugins arbeitet dieses vollkommen automatisch. Das bedeutet, das Plugin erkennt in der Regel sofort, wenn Google Fonts auf Ihrer Website geladen werden.
Klicken Sie zur Überprüfung in WordPress auf Einstellungen - Optimize Google Fonts.
(In unserem Beispiel haben wir das Astra-Theme installiert und dort eine Google Font Schriftart ausgewählt.)

Wie Sie im Aufgabenmanager des Plugins sehr schön sehen können, wurde die Google Font sofort erkannt und vollautomatisch lokal eingebunden.
Schritt 3: Nicht benötigte Fonts löschen (optional)
Im unteren Bereich der Seite, genau genommen unter “Optimize Local Fonts” zeigt Ihnen das OMGF Plugin zudem nicht nur alle geladenen Fonts an, sondern bietet Ihnen hier auch die Möglichkeit, nicht benötigte Google Fonts zu löschen.

Werden Ihnen hier also Google Fonts angezeigt, die Sie sowieso nicht nutzen (“wollen”), setzen Sie einfach einen Haken in der Zeile “Don`t Load” und klicken Sie im Anschluss auf den Button “Speichern & Optimieren”.

HINWEIS
Zusätzlich können Sie innerhalb dieser Einstellungen die Funktion “Load Early” aktivieren, um Google Fonts vorzuladen. Wählen Sie hier natürlich die Schriftart aus, welche Sie lokal eingebunden haben und nutzen.
Das Vorladen von Google Fonts macht immer dann Sinn, wenn Sie eine schlechte Ladezeit Ihrer Seite und somit wiederum den sogenannten FOIT- und FOUT-Effekt vermeiden möchten.
FOIT (Flash of Invisible Text):
Es wird so lange kein Text auf der Webseite angezeigt, bis sie geladen wird. Der Besucher sieht also einen “weißen Bereich”.
FOUT (Flash of Unstyled Text ):
Es wird lediglich eine Systemschrift angezeigt, die während des Ladens durch die eigentliche Google Fonts ersetzt wird.
Das sogenannte “Preloading” sorgt also dafür, dass die Google Fonts priorisiert geladen werden.
OMGF Pro - Mehr Optionen zum Blockieren von Google Fonts
Mit der kostenlosen Version des OMGF Plugin lassen sich Google Fonts bereits zuverlässig blockieren und lokal einbinden. Allerdings werden in der Free-Version fast ausschließlich Google Fonts in Themes (Templates) erkannt.
OMGF Pro hingegen bietet Ihnen als WordPress-Nutzer noch viele weitere Erkennungsschemata an.
|
OMGF (free) |
OMGF Pro |
|
|
wp_enqueue_style() (wp_styles-Objekt) |
JA |
JA |
|
HTML-Dokument ( <head>und <body>) |
JA |
JA |
|
Remove resource hints ( dns-prefetch, preload, preconnect) |
JA |
JA |
|
@import statements |
NEIN |
JA |
|
@font-face statements |
NEIN |
JA |
|
Early Access Google Fonts |
NEIN |
JA |
|
Material Icons |
NEIN |
JA |
| Smart Optimize | NEIN | JA |
| Magic Fallback Font Stacks | NEIN | JA |
Nutzen Sie also die Pro-Version, sollten Sie in der Registerkarte “Erkennungseinstellungen” unter dem Punkt “Erweiterte Verarbeitung” jeweils noch alle vier Haken setzen und auf den Button “Änderungen speichern” klicken.

Sämtliche Google Fonts Quellen werden ab sofort blockiert und lokal eingebunden außer Fonts, welche ausschließlich über die Google Server geladen werden, wie z. B. Google Maps, ReCaptcha, YouTube etc.
Ein weiteres sehr nützliches Features des OMGF Plugin ist, dass es bereits mit einer Vielzahl von bekannten Themes und Page-Buildern kompatibel ist.
Divi & Elementor
Bei Verwendung von Divi oder Elementor müssen Sie zunächst einmal sicherstellen, dass Sie alle Funktionen der lokalen Einbindung - direkt in Divi oder Elementor, deaktiviert haben.
Im Anschluss aktivieren Sie im OMGF Plugin zusätzlich folgende Option:
Weitere Informationen zu Divi finden Sie hier: https://daan.dev/docs/omgf-pro-faq/divi-compatibility/
Enfold & Avada
Zur Einrichtung von Enfold sowie Avada finden Sie alle wichtigen Informationen auf den folgenden Seiten.
Enfold
Hier sind zusätzliche Schritte notwendig: https://daan.dev/docs/omgf-pro/remove-async-google-fonts/
Avada
Hier muss lediglich sichergestellt werden, dass Avada keine lokale Speichermethode verwendet): https://daan.dev/docs/omgf-pro-faq/avada-compatibility/
2. WordPress-Theme
Eine weitere Möglichkeit, Google Fonts lokal einzubinden, bieten zahlreiche WordPress-Themes, welche solch ein Feature bereits in den Einstellungen integriert haben.
Der große Vorteil ist, dass Sie nichts weiter tun müssen, als die Funktion für die lokale Einbindung zu aktivieren.
ACHTUNG
Dies funktioniert nur für die Fonts, welche direkt über das Theme geladen werden.
Sollte Ihr Theme über solch ein Feature verfügen, finden Sie dieses in der Regel über den Customizer.

In unserem Beispiel nutzen wir das Astra Theme, wo Sie diese Funktion unter dem Punkt “Leistung” finden.

Wenn Sie hier nun “Google-Schriften lokal speichern” aktivieren, werden die Google Fonts, die über das Theme eingebunden werden, lokal gespeichert und geladen.

Außerdem haben Sie in unserem Beispiel sogar noch die Möglichkeit, lokale Schriftarten vorzuladen.
3. Homepage-Baukasten
Wenn Sie Nutzer eines Homepage-Baukasten-Systems sind, sollten Sie sich genau bei Ihrem Anbieter über die Verwendung sowie Einbindung von Google Fonts informieren.
Das Gute vorweg: Die meisten Anbieter für Homepage-Baukästen speichern die Fonts bereits auf Ihren eigenen Servern, sodass Sie als Nutzer nichts weiter tun müssen.
|
Anbieter |
Lokale Einbindung der Google Fonts* |
Quelle |
|
WIX |
JA |
https://support.wix.com/de/article/faqs-google-wix-und-die-dsgvo |
|
Jimdo |
JA |
auf Nachfrage |
|
1 & 1 |
JA |
auf Nachfrage |
|
WebGo |
JA |
auf Nachfrage |
|
Strato |
(JA), Webfonts werden über einen Proxy-Server eingebunden |
auf Nachfrage |
|
*Ausgenommen sind hier allerdings auch wieder Google Fonts, welche ausschließlich über die Google Server geladen werden, wie z. B. Google Maps, ReCaptcha und YouTube. |
||
4. Manuell (FTP & CSS): Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wenn Sie mehrere Google Fonts auf Ihrer Website nutzen, müssen Sie die folgenden Schritte für jede einzelne Schriftart durchlaufen.
Google Fonts lokal einbinden: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Nachdem Sie sich nun für Ihre Google Fonts entschieden haben (oder lediglich Ihre bereits vorhandene Fonts lokal nutzen wollen), können Sie diese nun wie folgt lokal einbinden.
ACHTUNG
Wenn Sie mehrere Google Fonts auf ihrer Website nutzen, müssen Sie die folgenden Schritte für jede einzelne Schriftart durchlaufen.
Schritt 1: Google Fonts im Google Webfonts Helper
Rufen Sie den Google Webfonts Helper auf und suchen Sie hier nach Ihren Google Fonts bzw. der Schriftart, welche Sie auf Ihrer Website ersetzen oder auch neu einbinden möchten.

Wählen Sie im Anschluss den entsprechenden Zeichensatz sowie die Schriftschnitte aus.
In unserem Beispiel wird als Schriftart Open Sans genutzt. Aus diesem Grund wählen wir diese auch im Webfonts Helper aus.
Zudem wählen wir hier in Punkt 1 “latin” (Standard) sowie unter Punkt 2 die jeweiligen Styles (300, 400 (=regular), sowie 700).
Welche Styles Ihre Google Fonts haben, können Sie, wie oben beschrieben, über die Entwicklerkonsole Ihres Browsers nachvollziehen. Diese können Sie dann innerhalb des Google Webfonts Helper entsprechend auswählen.
Schritt 2: CSS-Code kopieren
Sobald Sie in Punkt 1+2 eine Auswahl treffen oder die Schriftgröße anpassen, wird in Echtzeit in Punkt 3 “Copy CSS” ein CSS-Code für Ihre Google Fonts generiert.
Dieser Code enthält alle notwendigen Details zur Schriftart und sorgt dafür, dass Sie diese – wie von Ihnen ausgewählt, auf Ihrer Website nutzen können.

Unter dem Punkt “Customize folder prefix (optional)” sollten Sie am besten direkt auch den entsprechenden Pfad hinterlegen, über welchen die Fonts auf Ihrem Server abgelegt werden.
Legen Sie hierzu am besten innerhalb Ihres Template-Ordnern einen Ordner “fonts” an - sollte dieser bisher nicht existieren, und fügen Sie hier die entsprechenden Dateien Ihrer Fonts ein.
Den zu verwendenden Pfad sollten Sie an einer Stelle innerhalb Ihres FTP-Programms angezeigt bekommen.
Dies könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

Schritt 3: Dateien downloaden
Unter Punkt 4 “Download files” müssen Sie jetzt die Fonts downloaden.

Google Fonts lokal einbinden: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Nachdem Sie sich die passenden Google Fonts für Ihre Website heruntergeladen haben, müssen Sie folgende Schritte für eine lokale Einbindung befolgen:
Schritt 1: Child-Theme erstellen (für WordPress-Nutzer)
Als WordPress-Nutzer sollten Sie zunächst unbedingt ein Child-Theme erstellen, wenn Sie bisher noch keines angelegt haben.
Denn damit gehen Sie sicher, dass die Google Fonts bzw. die entsprechende CSS-Datei bei einem Update Ihres eingesetzten Templates nicht überschrieben wird.
Am einfachsten geht das mit einem Plugin wie https://wordpress.org/plugins/generate-child-theme/.
Schritt 2: ZIP-Datei entpacken
Nachdem Sie Ihre Google Fonts heruntergeladen haben, müssen Sie diese nun entpacken.
![]()
Schritt 3: Google Fonts auf den Server hochladen (lokal)
In diesem Schritt müssen Sie die entpackten Google Fonts auf den Server hochladen. Am einfachsten geht das direkt über Ihren FTP-Zugang, mit dem Sie Zugriff auf alle Daten Ihres Servers haben.
Alternativ haben Sie je nach Hoster auch die Möglichkeit, über den Webbrowser auf Ihre Serverdateien zugreifen zu können. Der Dateiexplorer könnte dann z. B. wie folgt aussehen:

Suchen Sie hier Ihren Template-Ordner (bzw. Ihr Child-Theme-Ordner) und legen Sie hier einen Unterordner für Ihre zuvor heruntergeladenen Google Fonts an.

Diesen Ordner können Sie beispielhaft “fonts” nennen. Sollte bereits ein solcher Ordner existieren, fügen Sie Ihre Google Fonts hinzu.

WICHTIG
Sollten Sie einen anderen Ordner bzw. ein anderes Verzeichnis für Ihre Google Fonts nutzen, müssen Sie den Pfad innerhalb des CSS-Codes anpassen (wie bereits in Schritt 2 beschrieben).

ÜBRIGENS
Als fortgeschrittener Nutzer können Sie natürlich auch für jede Schriftart einen eigenen Unterordner anlegen. Hierfür müssen Sie jedoch im Anschluss innerhalb der entsprechenden CSS-Datei noch Anpassungen vornehmen.
Schritt 4: style.css anpassen
In diesem Schritt müssen Sie nun die style.css - Datei für Ihr Template bzw. Ihr Projekt anpassen. In der Regel finden Sie diese direkt in Ihrem entsprechenden Template-Ordner auf dem Server.

Hier müssen Sie jetzt den bereits zuvor kopierten CSS-Code (Schritt 2 „Copy CSS“) für die Google Fonts einfügen.
CSS-Code kopieren:

CSS-Code einfügen:

Schritt 5: Lokale Einbindung überprüfen
Überprüfen Sie im letzten Schritt mit Hilfe der Entwicklerkonsole - wie bereits zu Anfang erwähnt, die lokale Einbindung Ihrer Google Fonts.
5. Google Fonts lokal einbinden: Hilfreiche Tools für WordPress-Nutzer!
In der nachfolgenden Übersicht möchten wir Ihnen einige sehr hilfreiche Plugins vorstellen, mit denen Sie als WordPress-Nutzer Google Fonts auf einfache Weise blockieren, sowie je nach Plugin, Google Fonts sogar direkt lokal einbinden können.
WICHTIG
Jedes Plugin arbeitet dabei technisch etwas anders. Grob lässt sich sagen, dass die unten aufgeführten Google Fonts Plugins für alle bekannten Page-Builder wie z. B. Avada, Elementor, Oxygen etc. sogenannte “Hooks” (Filter) nutzen, um Google Fonts direkt im Theme blockieren zu können.
Ist diese Möglichkeit nicht gegeben, versuchen die Plugins in aller Regel den Google Fonts Host zu blockieren, über den die Google Fonts geladen werden.
Aber auch das ist nicht immer möglich (je nach Theme), sodass Sie sich nicht zu 100 % auf das installierte Plugin verlassen können.
Sie sollten also nach der Installation eines der nachfolgenden Plugins immer selbst noch einmal nachprüfen (am besten über die Browser-Konsole - wie in diesem Artikel beschrieben), ob Google Fonts tatsächlich vollständig geblockt werden.
Dasselbe gilt natürlich ebenso für jene Plugins, welche Google Fonts lokal einbinden. Dies geschieht meist sehr zuverlässig, da die entsprechenden Fonts zuvor gedownloadet und im Anschluss über eine lokale URL geladen werden.
Aber auch hier gilt es, die Einbindung der lokalen Google Fonts zu überprüfen.
PRAXIS-TIPP
Löschen Sie nach dem Einrichten eines Plugins unbedingt den Cache (sollten Sie ein Caching-Plugin nutzen), damit Sie alle aktuellen Einstellungen sehen können.
Kostenlose Plugins:
- Local Google Fonts
- Autoptimize (Performance Plugin inkl. Google Fonts Blocker)
- Disable and Remove Google Fonts
- Clearfy (Performance Plugin inkl. Google Fonts Blocker)
Premium Plugins
- OMGF PRO
- Automatic Google Fonts Embedder
- Perfmatters (Performance Plugin inkl. Google Fonts Blocker)
6. Google Drittanbieter-Dienste und die Fonts-Problematik
Wie Sie bereits gelesen haben, werden Google Fonts nicht nur über Website-Templates eingebunden. Auch Drittanbieter-Dienste (Plugins etc.) wie die Google-Dienste Google Maps, Google reCaptcha und auch YouTube nutzen Google Fonts für die Ausgabe auf Ihrer Website.
Diese werden technisch vom Websitebetreiber über Iframes oder Javascript-Code in eine Website eingebunden. Diese Iframes bzw. der Javascript-Code laden dann eigenständig im Browser des Websitebesuchers alle Daten vom Diensteanbieter herunter, die für die korrekte Anzeige und Funktion des Dienstes notwendig sind.
Zu diesen Daten gehören auch Google Fonts. Das gezielte Blockieren einzelner nachgeladener Fonts ist technisch schwierig. Der eingebundene Drittanbieter-Dienst selbst kann aber häufig vor Einwilligung blockiert werden. Zudem besteht hier auch keine Möglichkeit, die Fonts dieser Google-Dienste lokal einzubinden, denn der Verbindungsaufbau zum Google Font Server erfolgt hier dennoch, da dies im Quellcode des Dienstes festgelegt ist. Google-Dienste, welche außerdem normal und ohne Proxy eingebunden werden, übermitteln die IP-Adresse bereits mit dem ersten “Request” an Google.
SCHON GEWUSST?
Hier haben Sie mehrere Optionen. Sie können auf die Nutzung der Dienste verzichten, datenschutzfreundliche Alternativen suchen oder die Dienste erst nach Einwilligung des Nutzers laden.
Eingesetzte Drittanbieter-Dienste sollten zudem in der Datenschutzerklärung transparent beschrieben und im Datenschutzmanagement dokumentiert werden.
7. Fazit
Kaum ein Webseitenbetreiber möchte auf den Einsatz von Google Diensten verzichten. Zu den häufig genutzten Google-Diensten zählt auch Google Fonts.
Die Schriftarten können remote oder lokal eingebunden werden. Werden Schriftarten wie Roboto, Montserrat oder Open Sans dynamisch eingebunden, werden diese von Google Servern auf der eigenen Webseite geladen und es werden Nutzerdaten an Google übertragen. Zwar ist eine Datenübertragung nach Amerika unter dem DPF möglich, allerdings benötigen Webseitenbetreiber eine Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung.
Die Einwilligung des Nutzers können Sie über ein Cookie Consent Banner einholen. Die Consent Management Plattform blockiert die Datenströme, bis der Nutzer seine Einwilligung erteilt hat.
Wie Sie Google Fonts lokal einbinden, haben wir Ihnen in den vorangegangenen Kapiteln anschaulich dargestellt. Sie benötigen Unterstützung bei der Umsetzung? Im eRecht24 Premiumbereich stehen Ihnen ein Cookie Consent Tool, ein Cookie-Einwilligungs-Generator sowie ein Datenschutzgenerator und viele weitere Tools zur Verfügung.
8. FAQ zu Google Fonts



