Google Fonts DSGVO-konform lokal einbinden

So binden Sie Google Fonts DSGVO-konform auf Ihrer Website ein

Fachlich geprüft von: Rechtsanwalt Sören Siebert Rechtsanwalt Sören Siebert
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Das Wichtigste in Kürze

  • Google Fonts sind von Google bereitgestellte Schriftarten, die Webseiten verwenden können, um Text einheitlich anzuzeigen.
  • Eine fehlerhafte Einbindung von Google Fonts führt zu einem Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und kann zu Abmahnungen führen.
  • Um Google Fonts rechtssicher zu nutzen, sollte der Weg über die lokale Einbindung in die Webseiten erfolgen.

Worum geht's?

Sie sind Webseitenbetreiber oder arbeiten an einem Webdesign-Projekt für Ihren Kunden und wollen Google Fonts integrieren, um die Vielfalt an unterschiedlichen Schriftarten zu nutzen?
Zwar mag die Einfachheit der Integrierung von Google Fonts Ihr Leben erleichtern. Dennoch sind damit gerade beim Datenschutz Risiken verbunden, sodass es sich lohnt, aktuelle Hinweise der Datenschutzbehörden zu beachten, um kostspielige Abmahnungen zu vermeiden.
Hier erhalten Sie das nötige Wissen, um Google Fonts rechtssicher in Ihre Webseiten einzubinden und wie Sie mit der aktuellen Abmahnwelle umgehen müssen.

Nutzt Ihre Website Google Fonts?

Prüfen Sie jetzt anonym und kostenfrei, ob Ihre Website Google Fonts DSGVO-konform einsetzt.

Google Fonts - kostenlose Schriftarten für die Website

Bei Google Fonts handelt es sich um ein von Google selbst bereitgestelltes und interaktives Verzeichnis an unterschiedlichen Schriftarten (engl.: fonts). Damit bietet Google die Option, verschiedene Schriftarten auf der eigenen Webseite zu nutzen, ohne diese zuvor auf den eigenen Server hochladen zu müssen.

Alles läuft problemlos über die Server von Google. Die Schriftarten werden einfach nachgeladen, sodass Sie sich Platz auf den eigenen Servern sparen.

Der große Vorteil dieser Möglichkeit ist zudem ihre kostenfreie Nutzung. Dies führt dazu, dass Webseitenbetreiber oder Webdesigner diesen Dienst vermehrt in unzähligen Webseiten einbinden. Dabei gibt es jeweils zwei Möglichkeiten:

  1. Sie laden die gewünschte Schriftart herunter und laden diese eigenständig in Ihrem eigenen Webspace wieder hoch. Die Schriftart wird bei Abruf dann von Ihrem eigenen Speicherplatz geladen und ist somit lokal eingebunden. Eine Verbindung zum Google-Server wird in diesem Fall nicht aufgebaut (Lokale Nutzung).
  1. Die ausgesuchte Schriftart wird bei jedem Aufruf der Webseite von den Google-Servern geladen. Es wird eine Verbindung zu den Google-Servern aufgebaut, sodass die Schriftart dargestellt werden kann. Dabei wird während des Verbindungsaufbaus zu den Google-Servern die IP-Adresse des Webseitenbesuchers an Google übertragen. Die Schriftart wird also nicht lokal eingebunden (Remote Nutzung).

Gehen Datenschutz und Google Fonts konform?

Durch die Nutzung von Google Fonts schonen Sie zwar eigene Serverressourcen. Allerdings stellt sich dabei die Frage, was mit den Nutzerdaten Ihrer Kunden sowie Webseitenbesucher passiert und ob diese Daten ausreichend geschützt sind. Betrachtet man den Standort der Google-Server, so liegen diese in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (Schrems-II) ist das Privacy Shield-Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten hinfällig. Dies war bis dahin die Grundlage für die Übertragung von sensiblen personenbezogenen Daten aus der EU in die Vereinigten Staaten. Seit dem Urteil dürfen Sie daher keine sensiblen personenbezogenen Daten in die Vereinigten Staaten übermitteln, da die amerikanischen Datenschutzvorschriften eben nicht im Einklang mit der Datenschutzgrundverordnung stehen.

Damit Google die Schriftarten zur Verfügung stellen kann, laden Webseiten mit jedem Seitenbesuch automatisch die Fonts über einen Server von Google aus den USA. Google liest dann im Gegenzug zahlreiche Daten von Webseitenbesuchern aus. Dazu zählen u. a.

  • der Browser,
  • die Webseite, die der Nutzer besucht,
  • das Betriebssystem des Nutzers,
  • die Bildschirmauflösung des Nutzers
  • die IP-Adresse des Nutzers sowie
  • die Spracheinstellungen des Browsers.

Die IP-Adresse ermöglicht es Google, den Standort des Webseitenbesuchers zu bestimmen. Dabei handelt es sich um personenbezogene Daten (BGH, Urteil vom 16. Mai 2017 – VI ZR 135/13). Webseitenbetreiber dürfen diese nicht ohne Zustimmung von Usern erheben und an Google weiterleiten. Im Zusammenspiel mit den anderen erhobenen Daten ermöglichen es Webseitenbetreiber Google zudem, einen Fingerabdruck des Users zu kreieren, der diesen auf allen weiteren Webseiten wiedererkennt, sofern diese ebenfalls Dienste von Google integriert haben oder eigenbundene Dienste diese Informationen wiederum an Google weiterreichen. Datenschützer gehen davon aus, dass Google alle abgerufenen User-Daten speichert und für Tracking verwendet.

Mehr zum Thema Datenschutzerklärung und Google Fonts lesen Sie in unserem Artikel.

Gefahren der fehlerhaften Einbindung von Google Fonts

Gerade bei der dynamischen Einbindung von Google Fonts wird eine Verbindung zu Servern von Google in den USA hergestellt. Dadurch wird automatisch die IP-Adresse des Website-Besuchers an Google übermittelt und gespeichert. Die Daten der Website-Besucher liegen damit auf den Google-Servern und sind im Vergleich zur DSGVO nicht ausreichend vor dem Zugriff des US-Geheimdienstes geschützt. Da Webseitenbesucher keinen Einfluss auf die Preisgabe und Verwendung ihrer personenbezogenen Daten haben, stellt dies eine Verletzung der allgemeinen Persönlichkeitsrechte in Form des informationellen Selbstbestimmungsrechts dar.

Das Landgericht München I (LG München I, Az. 3 O 17493/20) hat Anfang 2022 entschieden, dass die dynamische Einbindung von Google Fonts einen solchen Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt. In diesem Fall wurden dem Kläger 100 € und Zinsen als Schadensersatz zugesprochen.

Abmahnwelle wegen fehlerhafter Einbindung von Google Fonts

Das gerade genannte Urteil des LG München I ist zudem der Ausgangspunkt für eine jüngste Welle an Rundmails, in denen angeblich betroffene Webseitenbesucher Schadensersatzansprüche gegenüber Webseitenbetreibern und Unternehmern geltend machen. Ihnen wird vorgeworfen, durch die dynamische Einbindung von Google Fonts IP-Adressen von betroffenen Personen an Google zu übermitteln und diese nicht ausreichend vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Die Rundmails sind jedoch  unter dem Vorwand einer Datenschutzverletzung schnelles Geld zu verdienen. Insbesondere die teilweise vorhandenen Grammatik- und Rechtschreibfehler bestärken diese Vermutung. Diese Umlauf-E-Mails werden zudem auch in großen Mengen verschickt, was darauf hindeutet, dass dies einen bandenähnlichen und betrügerischen Charakter aufweist.

Wenn Sie ein solches Schreiben erhalten haben, dann gehen Sie wie folgt vor:

  • Prüfen Sie zunächst, ob Sie Google Fonts remote oder lokal eingebunden haben.
  • Ob Google Fonts remote (und damit rechtswidrig) eingebunden ist, erkennen Sie an dem Quellcode der Webseite. Darin enthalten sind Verlinkungen auf googleapis.com oder fonts.gstatic.com.
  • Ist der Dienst remote eingebunden, suchen Sie nach Alternativen und binden Sie Google Fonts, mithilfe unserer folgenden Anleitung, lokal in Ihren Webseiten ein.
  • Haben Sie Google Fonts bereits lokal eingebunden, dann ist der Vorwurf innerhalb der Rundmail unbegründet. Antworten Sie in diesem Fall entweder gar nicht auf die Rundmail oder verweisen Sie in einer Antwort darauf, dass eine Remote-Einbindung nicht stattfindet und keine Verbindung zu Google aufgebaut wird.

Sollten Sie, trotz der Möglichkeit der lokalen Variante, weiterhin die Remote-Einbindung von Google Fonts betreiben und damit die IP-Adressen von Usern weiter an Google übermitteln, sind nicht nur Erklärungen auf Unterlassung, sondern auch ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro zu befürchten.

So binden Sie Google Fonts richtig ein

Bevor Sie Google Fonts lokal einbinden möchten, sollten Sie zunächst prüfen, ob auf Ihrer Website bzw. innerhalb Ihres Templates Google Fonts geladen werden.

Ist dies der Fall, müssen Sie die Google Fonts zunächst deaktivieren und wie nachfolgend beschrieben, löschen bzw. durch die lokal eingebundenen Google Fonts ersetzen.

Google Fonts müssen nicht immer zwingend durch Ihr Website-Template geladen werden, sondern können in Ausnahmefällen auch von Drittanbieter-Diensten wie z. B. Google Maps stammen.

Um herauszufinden, ob Ihr Template Google Fonts lädt, sollten Sie Drittanbieter-Dienste vorerst deaktivieren.

Website auf Google Fonts prüfen

Sollten Sie sicher sein, dass Sie aktuell keine Google Fonts nutzen und somit keine Verbindung zu den Servern von Google bestehen, Sie aber dennoch Google Fonts lokal einbinden wollen, können Sie diesen Schritt auch überspringen.

 

Schritt 1: Website / Template auf Google Fonts prüfen

Um Ihre Website bzw. Ihr Template auf Google Fonts prüfen zu können, rufen Sie sich am besten im ersten Schritt die Entwicklerkonsole in Ihrem Browser auf (Mac: Cmd + Option + J / Windows:  Strg +Umschalt +J) auf.

Chrome:

Klicken Sie hier auf den Reiter “Sources”. In der linken Spalte sehen Sie nun die Daten, welche zu Ihrer Website / Ihrem Template geladen werden.

Google_Web_Fonts_Bild1.png

Wie auf dem Screenshot sehr gut zu sehen, werden hier derzeit Google Fonts direkt über die Server von Google geladen (fonts.googleapis.com & fonts.gstatic.com).

Auch sehen Sie hier direkt, welche Schriftarten (Open Sans) in welcher Form genutzt werden.

Firefox:

Klicken Sie hier auf den Reiter “Netzwerkanalyse” und geben Sie im Eingabefeld “fonts” ein.

Im Anschluss werden Ihnen die Fonts angezeigt, welche aktuell geladen werden. Auch hier sind die Google Fonts wieder sehr schön zu erkennen (fonts.gstatic.com).

GWF_Bild2.png

In der rechten Spalte unter dem Punkt “Kopfzeilen” sehen Sie außerdem, welche Schriftart verwendet wird.

 

Schritt 2: Google Fonts in der style.css ausfindig machen

Öffnen Sie ein FTP-Programm Ihrer Wahl und suchen Sie im Anschluss auf Ihrem Server sowie innerhalb des Template-Ordners nach der style.css - Datei bzw. der CSS-Datei, in welchem Sie die Styles Ihres Projektes festgelegt haben.

GWF_Bild3.png

Die Datei kann entweder direkt im Hauptverzeichnis Ihres Template-Ordners liegen oder es gibt hier einen entsprechenden Unterordner z. B. “fonts”.

Suchen Sie innerhalb der CSS-Datei im Anschluss nach folgendem Code:

 @import url('https://fonts.googleapis.com/css2?family=Open+Sans&display=swap');

In unserem Beispiel betrifft dies die Schriftartart “Open Sans”. Bei Ihnen könnte also ggf. eine andere Schriftart hinterlegt sein.

Diese Codezeile muss im nächsten Schritt “Google Fonts lokal einbinden” entfernt werden bzw. sie wird hier durch den lokalen CSS-Code für die Google Fonts ersetzt.

Tipp für WordPress-Nutzer:

Als WordPress-Nutzer können Sie auch einfach ein Plugin wie z. B. Borlabs Font Blocker oder Disable and Remove Google Fonts installieren. Mit diesen Plugins werden alle Google Fonts Ihres Templates automatisch geblockt.

 

Google Fonts lokal einbinden: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Nachdem Sie sich nun für Ihre Google Fonts entschieden haben (oder lediglich Ihre bereits vorhandene Fonts lokal nutzen wollen), können Sie diese nun wie folgt lokal einbinden.

Wenn Sie mehrere Google Fonts auf ihrer Website nutzen, müssen Sie die folgenden Schritte für jede einzelne Schriftart durchlaufen.

 

Schritt 1: Google Fonts im Google Webfonts Helper

Rufen Sie den Google Webfonts Helper auf:  https://google-webfonts-helper.herokuapp.com/fonts und suchen Sie hier nach Ihren Google Fonts bzw. der Schriftart, welche Sie auf Ihrer Website ersetzen oder auch neu einbinden möchten.

GWF_Bild4.png

Wählen Sie im Anschluss den entsprechenden Zeichensatz sowie die Schriftschnitte aus.

In unserem Beispiel wird als Schriftart Open Sans genutzt. Aus diesem Grund wählen wir diese auch im Webfonts Helper aus.

Zudem wählen wir hier in Punkt 1 “latin” (Standard) sowie unter Punkt 2 die jeweiligen Styles (300, 400 (=regular), sowie 700).

Welche Styles Ihre Google Fonts haben, können Sie wie oben beschrieben, über die Entwicklerkonsole Ihres Browsers nachvollziehen. Diese können Sie dann innerhalb des Google Webfonts Helper entsprechend auswählen.  

 

Schritt 2: CSS-Code kopieren

Sobald Sie in Punkt 1+2 eine Auswahl treffen oder die Schriftgröße anpassen, wird in Echtzeit in Punkt 3 “Copy CSS” ein CSS-Code für Ihre Google Fonts generiert.

Dieser Code enthält alle notwendigen Details zur Schriftart und sorgt dafür, dass Sie diese – wie von Ihnen ausgewählt, auf Ihrer Website nutzen können.

GWF_Bild5.png

Unter dem Punkt “Customize folder prefix (optional)” sollten Sie am besten direkt auch den entsprechenden Pfad hinterlegen, über welchen die Fonts auf Ihrem Server abgelegt werden.

Legen Sie hierzu am besten innerhalb Ihres Template-Ordnern einen Ordner “fonts” an - sollte dieser bisher nicht existieren, und fügen Sie hier die entsprechenden Dateien Ihrer Fonts ein.

Den zu verwendeten Pfad sollten Sie an einer Stelle innerhalb Ihres FTP-Programms angezeigt bekommen.

Dies könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

GWF_Bild6.png

 

Schritt 3: Dateien downloaden

Unter Punkt 4 “Download files” müssen Sie jetzt die Fonts downloaden.

GWF_Bild7.png

Google Fonts lokal einbinden: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Nachdem Sie sich die passenden Google Fonts für Ihre Website heruntergeladen haben, müssen Sie folgende Schritte für eine lokale Einbindung befolgen:

 

Schritt 1: Child-Theme erstellen (für WordPress-Nutzer)

Als WordPress-Nutzer sollten Sie zunächst unbedingt ein Child-Theme erstellen, wenn Sie bisher noch keines angelegt haben.

Denn damit gehen Sie sicher, dass die Google Fonts bzw. die entsprechende CSS-Datei bei einem Update Ihres eingesetzten Templates nicht überschrieben wird.

Am einfachsten geht das mit einem Plugin wie https://wordpress.org/plugins/generate-child-theme/.

 

Schritt 2: ZIP-Datei entpacken

Nachdem Sie Ihre Google Fonts heruntergeladen haben, müssen Sie diese nun entpacken.

GWF_Bild8.png

 

Schritt 3: Google Fonts auf den Server hochladen (lokal)

In diesem Schritt müssen Sie die entpackten Google Fonts auf den Server hochladen. Am einfachsten geht das direkt über Ihren FTP-Zugang, mit welchem Sie Zugriff auf alle Daten Ihres Servers haben.

Alternativ haben Sie je nach Hoster auch die Möglichkeit über den Webbrowser auf Ihre Serverdateien zugreifen zu können. Der Dateiexplorer könnte dann z. B. wie folgt aussehen:

GWF_Bild9.png

Suchen Sie hier Ihren Template-Ordner (bzw. Ihr Child-Theme-Ordner) und legen Sie hier einen Unterordner für Ihre zuvor heruntergeladenen Google Fonts an.

GWF_Bild10.png

Diesen Ordner können Sie beispielhaft “fonts” nennen. Sollte bereits ein solcher Ordner existieren, fügen Sie Ihre Google Fonts hinzu.

GWF_Bild11.png

Sollten Sie einen anderen Ordner bzw. ein anderes Verzeichnis für Ihre Google Fonts nutzen, müssen Sie entsprechend den Pfad innerhalb des CSS-Codes anpassen (wie bereits in Schritt 2 beschrieben).

GWF_Bild12.png

Als fortgeschrittener Nutzer können Sie natürlich auch für jede Schriftart einen eigenen Unterordner anlegen. Hierfür müssen Sie jedoch im Anschluss innerhalb der entsprechenden CSS-Datei noch Anpassungen vornehmen.

 

Schritt 4: style.css anpassen

In diesem Schritt müssen Sie nun die style.css - Datei für Ihr Template bzw. Ihr Projekt anpassen. In der Regel finden Sie diese direkt in Ihrem entsprechenden Template-Ordner auf dem Server.

GWF_Bild13.png

Hier müssen Sie jetzt den bereits zuvor kopierten CSS-Code (Schritt 2 „Copy CSS“) für die die Google Fonts einfügen.

CSS-Code kopieren:

GWF_Bild14.png

CSS-Code einfügen:

GWF_Bild15.png

 

Schritt 5: Lokale Einbindung überprüfen

Überprüfen Sie im letzten Schritt mit Hilfe der Entwicklerkonsole - wie bereits zu Anfang erwähnt, die lokale Einbindung Ihrer Google Fonts.

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Sebastian Lenz
Sebastian Lenz

Sebastian Lenz ist Student und unterstützt nebenbei das eRecht24-Team in der Content-Erstellung von juristischen Beiträgen und Ratgebern. Durch seinen juristischen Background kann er komplizierte Sachverhalte und Themen in eine verständliche Form für die Praxis übertragen, sodass der Leser einen bestmöglichen Mehrwert daraus erhält. Seine Schwerpunkte und Interessen liegen besonders im IT-Recht sowie Strafrecht.

Rechtsanwalt Sören Siebert
Sören Siebert
Rechtsanwalt und Gründer von eRecht24

Rechtsanwalt Sören Siebert ist Gründer von eRecht24 und Inhaber der Kanzlei Siebert Lexow. Mit 20 Jahren Erfahrung im Internetrecht, Datenschutz und ECommerce sowie mit mehr als 10.000 veröffentlichten Beiträgen und Artikeln weist Rechtsanwalt Sören Siebert nicht nur hervorragende Fach-Expertise vor, sondern hat auch das richtige Gespür für seine Leser, Mandanten, Kunden und Partner, wenn es um rechtssichere Lösungen im Online-Marketing und B2B / B2C Dienstleistungen sowie Online-Shops geht. Neben den zahlreichen Beiträgen auf eRecht24.de hat Sören Siebert u.a. auch diverse Ebooks und Ratgeber zum Thema Internetrecht publiziert und weiß ganz genau, worauf es Unternehmern, Agenturen und Webdesignern im täglichen Business mit Kunden ankommt: Komplexe rechtliche Vorgaben leicht verständlich und mit praktischer Handlungsanleitung für rechtssichere Webseiten umsetzen.

Sascha M.
Hallo, vielen Dank für den Artikel. Wie sieht es denn aus, wenn die Schriften, die für die Website genutzt werden, lokal gehostet werden und nach Freigabe durch den User im Cookie-Hinweis, durch google Maps, youtube oder andere Schriften durch google Fonts geladen werden? Bin ich dann auf der sicheren Seite, da ich meinerseits alles notwendige gemacht habe?
Die Scripte werden vorab blockiert, so dass google Maps erst nach ausdrücklicher Zustimmung durch den Benutzer geladen wird.

0
Tom
Die Rede hier ist immer nur von Google Fonts.
Oft werden Schriftarten über fonts.com (bzw. fast.fonts.net) eingebunden.
Gibt es dazu auch Informationen, ob dort Daten abgegriffen werden und ob dann fonts.com wie Google Fonts lokal eingebunden werden soll?

0
Simon M
Hallo zusammen,

an welcher Stelle in der Style.css Datei muss ich den Code einfügen? Würde da ungerne etwas zerschießen. Danke für eure Hilfe.

1
Sven Scheuerle
Hallo Simon, an welcher Stelle du den Code einfügst, spielt keine Rolle. Du solltest nur beim Einfügen darauf achten keine vorhandenen CSS-Codes zu überschreib en.
2
Tom Beierl
Hallo eRecht24 Team,

wir weisen auf unserer Seite ( www.spintlerevent.com ) in unserem Cookie Banner auf die Verwendung von Google Fonts und die damit verbundene Datenübertragung hin. Dies lassen wir vom User bestätigen.

Ist dies ausreichend?

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag,
viele Grüße aus Weiden und bleiben Sie gesund!

Tom Beierl

T: +49 961 47 11-12
M: +49 170 5 38 76 11
E: tom.beierl@spintler digital.de
W: https://www.spintlerdigital .de

_______________ _______________ __________
SpintlerDigital GmbH | Hochstraße 21 | 92637 Weiden i.d.OPf.
Geschäftsführer: Dr. Renate Freuding-Spintler | HRB 711 – Amtsgericht Weiden
_______________ _______________ __________


0
Sven Scheuerle
Hallo Tom,

auf der von dir angegeben URL wird aktuell keine Verbindung zu Google hergestellt. Für mich sieht es so aus, als ob die Fonts bereits lokal eingebunden sind.

VG

0
Markus
Die einfachste Lösung für WordPress geht so:
https://www.youtube.com/watch?v=v4gsQ-EVYMk&t=1s

Dauert nur 1 Minute.

Hier das Plugin:
https://de.wordpress.org/plugins/host-webfonts-local/

5
Sven Scheuerle
Hallo Markus,

vielen Dank für den Plugin-Tipp.

0
Peter
Verhaftung zur Feststellung der Identität?

Hallo an Alle,

mich hat eine Privatperson (Mann) wegen Google Fonts abgemahnt und verlangt Geld und eine Signierung der Unterlassungssc hrift. Angegeben hat er die volle Postadresse und das Bankkonto ohne Telefon oder E-Mail. Das Konto ist nach Prüfung gültig, seine Adresse könnte ich wohl mit einem Blankobrief mit Rückschein prüfen.

Frage: Wenn ich überprüfen will ob sich dahinter seine Erwerbstätigkeit verbirgt - kann ich eine Verhaftung beantragen um die Personalien feststellen zu können? Durch den Vor- und Nachnamen fand ich Spuren in den Sozialen Medien in der Ukraine und nichts in Deutschland. Das Schreiben ist sachkundig und fehlerfrei verfasst. Er macht sich als Privatperson Sorge, dass seine Daten in der USA landen und weißt auf den gerichtlichen Beschluss von 20.01.2022 hin. Kann man den Spieß irgendwie umdrehen?

Meine Idee: Sollte sich herausstellen, dass er als "besorgter Privatmann" viele solche Zahlungen bekommt, ist er unglaubwürdig.

Könnte Sie mir bitte einen Rat geben?

Danke! :-)

2
Paul
Hallo Peter,

mich hat ein ähnlicher Brief per Einschreiben Einwurf erreicht. Vielleicht können wir uns kurzschließen um herauszufinden, ob ein System dahinter steckt o. es Parallelen gibt.

Viele Grüße
Paul

2
Julius
Hallo, ich habe auch eine solche Abmahnung bekommen und ich habe Gefühl es geht sehr vielen so. Wie können wir uns am besten kurzschließen und Kontakt aufnehmen?
LG

2
Paul
Hallo Julius,

vll. kannst du mir kurz eine Mail an fabel-smith@web.de schreiben.

Viele Grüße

2
Landmagd
Gilt dies auch für meine Schweizer Kunden? Der Host liegt in D
0
Sven Scheuerle
Ja, auch hier sollten Google Fonts lokal eingebunden werden.
1
Andi
Wordpress mit dem Plugin "OMGF" funktioniert bei mir prima, um das Problem zu lösen.
7
Sven Scheuerle
Super, vielen Dank für diese Info Andi :-)
1
Thomas
Findet er bei der Überprüfung dann auch nichts ?
2
Jörn
Für Wordpress-Seiten reicht in der Regel die Installation dieses Plugins: Laden, aktivieren, sichern.
https://daan.dev/wordpress/omgf/
Das Plugin wurde ursprünglich zur Verbesserung der Ladezeiten von Schriften entwickelt, indem diese lokal geladen werden.

6
Sven Scheuerle
Vielen Dank für dein Feedback Jörn :-)
1
Johannes
Da wird aber wohl die PRO Version dieses Tools herhalten müssen, denn viele Plugins und Add-Ons bei WP kommen mit ihren eigenen GF-Aufrufen und die zu korrigieren bringt nichts - beim nächsten update sind die wieder verschwunden. Vor allem, wenn man viele Websites betreut.
Ausgenommen sind Sachen aus iFrames wie GoogleMaps, YouTube, Vimeo, etc. GoogleMaps können als Bilder mit entsprechenden Links ersetzt werden oder deren Darstellung wird vorher von Cookie-Tools abgefangen, so dass sie erst nach Zustimmung angezeigt werden.

1
Uwe
Danke für diesen Artikel und finde es wichtig das man uns dazu kostenlos über diese Abmahnwelle informieret: Also habe ich sofort eine meiner Webseiten überprüfen lassen: Nicht DSGVO konform, kann abgemahnt werden. Uff - Also alle Punkte abgearbeitet. Disable & Remove Google Fonts für Wordpress installiert, Google Fonts wie in der Anleitung ausgewählt und heruntergeladen , Child Theme installiert und eingerichtet, dazu die korrekte Verzeichnisanga be beachtet und den Code kopiert und in der aktiven Theme style.css eingefügt. Ausgewählte Google Fonts per FTP in den Fonts Ordner meines aktiven Themes hochgeladen. Im ausgewählten Theme Fonts Ordner nachgeschaut und sichergestellt, dass sich dort nur noch die ausgewählten und hochgeladenen Fonts befinden die in der style.css eingebunden sind. Nun die Seite erneut testen lassen: Nicht DSGVO konform, kann weiterhin abgemahnt werden. Alle Browser Cookies gelöscht, erneut überprüfen lassen: Nicht DSGVO konform, kann weiterhin abgemahnt werden.

Hat das jemand von Euch schon gemacht bei dem es funktioniert? Ich kann leider keinen Fehler finden.

5
Sven Scheuerle
Hallo Uwe, hast du sichergestellt, dass du den korrekten Pfad zur lokalen Schriftart hinterlegt hast?
1
jeHaw Webdesign
Wir haben viele Websites, die positiv getestet wurden und herausgefunden haben, dass es sich um reCaptcha handelt. Dies ist ein Dilemma, deaktivieren Sie reCaptcha, erhalten Sie SPAM und seien Sie konform, oder lassen Sie es aktiviert, blockieren Sie SPAM und hoffen Sie das Beste.
0
Anonym
Ich musste bei mir in den Thema-Optionen die Schriftfamilie noch auf Default stellen, dann hat es bei mir geklappt.
1
Sven Scheuerle
Wenn Google Fonts über das Theme eingebunden werden, sollte es möglich sein, diese hier auch zu deaktivieren. Wenn nicht, musst du wie im Artikel beschrieben vorgehen.
0
Alex
Leider gibt es viele Plugins, die Google Fonts automatisch laden. ReCaptcha von google z.B.
Ich bin auch gerade dabei alles Suchfunktion zu finden.
Also zumindet gehe ich davon aus, dass dies die Warnmeldung verursacht.

1
Christian
Danke für die Aufklärung und die super detaillierte Anleitung
0
Sven Scheuerle
Sehr gerne :-)
0
Kai
Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, dass die DSGVO vollkommen an der Realität vorbei geschrieben ist.
Google Fonts wurden extra "entwickelt", damit man als Admin eine große Bandbreite an Schriften zur Verfügung hat, OHNE diese extra einbinden zu müssen und die Webseite weltweit mit den gleichen Schriftarten abrufbar ist.

Dieser Fall zeigt mir wieder, wie AnwenderFEINDLI CH die DSGVO ist.
Ich habe als Ladenbesitzer anderes zu tun, als mich um solchen Mist zu kümmern.
Dank der DSGVO dürfen alle Datenkraken der Welt weiterhin schön alle Daten sammeln und damit handeln; nur, dass wir es jetzt offen lesen können und "unterschreiben" müssen, wenn wir internettechnis ch nicht ausgesperrt sein wollen.

36
Joachim
Kai, genau so sehe ich das ganze DSGVO Kram auch. Seit 2018 hat es mir nur erhebliches an Kosten und noch mehr sinnlos verplemperte Zeit verursacht. Das kennen wir doch alle, du interessierst dich Beispielsweise für Produkt und, oh Wunder! taucht auf einmal Werbung in Social Media und per Email von Firmen, mit denen ich noch nie in Kontakt war. Offenbar gelten die Regeln nicht für alle im Internet.
1
WP Nutzer
Sprichst mir aus der Seele.
2
Developer
Eine weitere und schnelle Variante für WordPress ist folgendes Plugin zu nutzen
https://wordpress.org/plugins/replace-google-fonts-with-bunny-fonts/

8
Sven Scheuerle
Vielen Dank für den Plugin-Tipp :-)
1
ISabelle
Danke, das scheint funktioniert zu haben!
1
Metin
Ein wichtiges Thema aktuell. Gibt es z.B. auch Möglichkeite n für Wix.com ?
5
Markus
Ich glaube, Wix hat das bereits gelöst...ich sehe jedenfalls bei meiner Wix-Website, dass keine Verbindung mehr zu Google aufgebaut wird. Ggf. einfach kurz beim Wix Support nachfragen.
0
Sven Scheuerle
Hallo Metin,

hier müsste Wix.com aktiv werden. Da es sich um ein Baukastensystem handelt, hast du als Nutzer wenig Chancen etwas zu ändern.

VG

0
Andra
Dieselbe Frage habe ich mir auch gestellt. Haben wir überhaupt eine Chance bei Wix aktiv etwas zu ändern?
0
Sibylle
Das wüsste ich auch gerne....stehe gerade nach Testung recht ratlos da als reine Anwendering eines Baukastensystem s ohne Programmierhint ergrund.
1
Wolfgang
oder bei linktr.ee. Hier steht wenn ich meine Linkseite verlinke es werden Google fonts verwendet. Hier kann ich aber selbst nichts ändern. Habt ihr ne Idee?
0
Sven Scheuerle
Hallo Wolfgang,

nein, hier kannst du selbst nichts ändern, da die Google Fonts durch linktr.ee geladen werden. Hier hast du keinen Einfluss auf die Fonts.

VG

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