Datenschutzerklärung für WhatsApp

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WhatsApp ist ein Instant-Messaging-Dienst. User können darüber Textnachrichten, Fotos, Videos und Sprachnachrichten verschicken. Darüber hinaus können sie Standortinformationen, Dokumente, Links und Kontaktdaten teilen. WhatsApp verfügt weltweit über mehr als 2 Milliarden Nutzer. Das Unternehmen gehört zum Mutterkonzern Facebook.

 

Für WhatsApp benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Warum ist WhatsApp datenschutzrechtlich relevant?

WhatsApp speichert die Daten, die User mit der App teilen. Das sind zum Beispiel

  • Nachrichten,
  • Fotos,
  • Videos,
  • Telefonnummern,
  • Standortdaten und
  • hinterlegte Profilbilder.

Fotos und Videos werden bei WhatsApp eigenen Angaben zufolge jedoch nur zwischengespeichert. Dann entfernt WhatsApp diese. Nachrichten speichert die App nur, bis der Empfänger sie erhalten hat. Danach löscht sie diese. Wird eine Nachricht von innerhalb 30 Tagen nicht zugestellt, löscht WhatsApp diese ebenfalls. Die App speichert zudem Rechnungsdaten.

Darüber hinaus erhebt und verarbeitet die App Metadaten. Dazu zählen unter anderem

  • Geräteinformationen,
  • die Art und Häufigkeit der App-Nutzung und
  • wann wer Nachrichten an wen verschickt.

In seinen AGB gibt WhatsApp an, erhobene Daten an den Mutterkonzern Facebook weiterzugeben. Daneben hält es sich offen, Daten mit externen Unternehmen, Dienstleistern und Partnern zu teilen.
Für die Praxis heißt das: Nutzen Unternehmen WhatsApp und kommunizieren sie darüber mit ihren Kunden oder Mitarbeitern, erheben sie personenbezogene Daten und geben diese an Dritte weiter. Unternehmen müssen daher besondere datenschutzrechtliche Pflichten erfüllen.

WhatsApp datenschutzkonform verwenden

Es ist rechtlich fraglich, ob Unternehmen WhatsApp datenschutzkonform verwenden können. Sie sollten jedoch in jedem Fall diese Anforderungen erfüllen:

Einwilligung der Kontakte einholen

Bevor Unternehmen mit ihren Kunden oder Mitarbeitern über WhatsApp kommunizieren, müssen sie von all ihren hinterlegten Kontakten die Erlaubnis einholen, ihre Telefonnummer erheben zu dürfen. Zudem benötigen sie die Einwilligung, diese und weitere Daten mit WhatsApp teilen zu dürfen. Denn: WhatsApp greift auf alle im Smartphone hinterlegten Kontakte zurück.

Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen

Verwenden Unternehmen WhatsApp, leiten sie personenbezogene Daten an den Konzern und damit an einen Dritten weiter. Artikel 28 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) schreibt dafür vor: Sie müssen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen. Unternehmen sollten darauf achten, dass sie in dem Vertrag aufführen,

  • welche Daten WhatsApp speichert,
  • warum und wie lange es diese Daten speichert und
  • welche Rechte und Pflichten die Verantwortliche haben.

Unternehmen haben bei WhatsApp nicht die volle Kontrolle über die Weitergabe ihrer Daten. Um die Privatsphäre von Kunden und Mitarbeitern zu schützen, empfiehlt es sich daher, ein alternatives Kommunikationsmittel zu verwenden.

Datenschutzerklärung anpassen

Unternehmen müssen in ihrer Datenschutzerklärung erwähnen, dass sie mit WhatsApp einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen haben. Darin müssen sie aufführen, wie WhatsApp die Nutzerdaten verwendet. Sie müssen auch erklären, warum sie für den Einsatz von WhatsApp

  • personenbezogene Daten erheben,
  • wie lange sie diese Daten speichern wollen,
  • welche Rechtsgrundlage ihnen das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 DSGVO) und
  • dass User die Einwilligung in die Datenerhebung jederzeit widerrufen können.

Rechtsprechung zu WhatsApp

Seit 2018 prüft die irische Datenschutzbehörde IPC, ob WhatsApp die Informationspflichten aus Art. 12 - 14 DSVO verletzt hat. Dabei steht vor allem die Frage im Zentrum, ob WhatsApp unzureichend über die Weitergabe von Userdaten an Facebook informiert. Das IPC hat mittlerweile einen Beschlussentwurf vorgelegt. WhatsApp kann dazu Stellung nehmen. Danach erhalten die zuständigen Aufsichtsbehörden der Mitgliedsstaaten den Entwurf. Sie können diesem zustimmen oder dagegen Einspruch einlegen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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