Gesundheitsstudie: Home-Office steigert die Arbeitszufriedenheit

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Noch ist die Corona-Krise nicht überstanden. Doch schon jetzt wünschen sich drei Viertel der Neulinge im Home-Office, auch weiterhin von zu Hause aus arbeiten zu können – wenigstens teilweise. Ergeben hat das eine repräsentative Vorher-Nachher-Befragung unter rund 6000 Erwerbstätigen. Ihre Bilanz: weniger Stress und eine höhere Produktivität.

Corona macht den Unterschied

Noch im Dezember 2019 standen zwei Drittel der Befragten der zunehmenden Digitalisierung am Arbeitsplatz skeptisch gegenüber. Dann kamen die Pandemie und ein vielfach überstürzter Umzug ins Home-Office. Trotz der widrigen Umstände äußerten sich bei der zweiten Befragung im April dieses Jahres fünfzig Prozent der Teilnehmer positiv. Diejenigen, die zum ersten Mal von zu Hause gearbeitet hatten, sprachen von einer guten Work-Life-Balance. Fast 60 Prozent von ihnen haben das Gefühl, in heimischer Umgebung produktiver zu sein, als im Büro. Dazu trägt vor allem die Zeitersparnis durch den Wegfall des täglichen Arbeitswegs bei. 65 Prozent geben an, die Arbeit dadurch besser über den Tag verteilen zu können. Besonders wichtig für Erwerbstätige mit kleinen Kindern: Beruf und Familie lassen sich im Home-Office eher vereinbaren.

Auch digitale Nachzügler mussten reagieren

Auch Arbeitgeber haben durch Corona ihre Einstellungen überdacht. Noch im Dezember hatten drei Viertel von Ihnen großen Wert auf Anwesenheit im Betrieb gelegt. Inzwischen hat sich der Anteil der Beschäftigten, die ganz oder teilweise von zu Hause aus arbeiten, verdreifacht. Nahm noch im Winter nur jeder Sechste mehrmals pro Woche an Videokonferenzen teil, war es im April bereits jeder Dritte. Mehr als die Hälfte der Arbeitgeber erlebte die Krise als Digitalisierungsschub. Besonders stark ausgebaut wurden die Möglichkeiten des digitalen Arbeitens bei Banken und Versicherungen sowie IT-Dienstleistern.

Problem: Fehlendes Miteinander

Allerdings hat das Arbeiten im Home-Office nicht nur Vorteile. Drei Viertel der Befragten klagten über den mangelnden Kontakt zu Kollegen. Fast die Hälfte störte auch, dass kurzfristige Gespräche mit dem Chef erschwert würden. Immerhin 40 Prozent kritisierten, dass Akten oder Arbeitsunterlagen nicht im üblichen Umfang zur Verfügung standen. Vor allem Jüngeren fiel im Home-Office auch das Abschalten schwerer: Nur jeder Zweite unter 30 Jahren gab an, beim Arbeiten zu Hause Berufliches und Privates klar trennen zu können.

Fazit

Die Untersuchung haben die Institute Forsa und IGES im Auftrag der DAK-Gesundheit durchgeführt. Für die Krankenkasse besonders interessant: Die Befragten erlebten nicht nur eine höhere Arbeitszufriedenheit, sondern auch weniger Belastung. Während Ende 2019 noch 21 Prozent über Dauerstress geklagt hatten, waren es im April lediglich noch 15 Prozent. Auch die Schlafprobleme der Befragten nahmen während der Corona-Krise ab.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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