Alexa und Google Home: Diese Gefahren lauern in Sprachassistenten

(1 Bewertung, 5.00 von 5)

User können mittlerweile nicht mehr nur auf eigene Apps der Sprachassistenten Alexa und Google Home setzen, sondern auch Anwendungen von Drittanbietern installieren. Alexa nennt diese „Skills“ und Google „Actions“. Beide können jedoch die Privatsphäre gefährden. Das haben jetzt Forscher des Security Research Labs herausgefunden. Wovor müssen sich Nutzer in Acht nehmen?

Anzeige

Welche Gefahren lauern in Alexa und Google Home?

Um die Gefahren von Alexa und Google Home aufzuzeigen, entwickelten die Forscher eine App, die sich als Horoskop tarnte. Nutzer konnten darüber per Sprachbefehl ihr Horoskop abrufen. Hatten sie jedoch die Interaktion mit ihrem Sprachassistenten beendet, lief die App im Hintergrund unbemerkt weiter. Dabei entstanden zwei wesentliche Gefahren.

Zum einen könnte die App User belauschen und Gesprächsinhalte an die Server der Entwickler schicken. Auf diese Weise würde ihre Privatsphäre erheblich beeinträchtigt. Zum anderen fragte die von den Forschern entwickelte App Nutzer nach einer Interaktionspause nach ihrem Passwort. Der Vorwand: Der Sprachassistent müsse wichtige Sicherheitsupdates installieren. Dieses Vorgehen dürften einige User von ihrem PC oder Smartphone kennen. Das Ergebnis: Sie könnten ihr Passwort weitergeben und sich so angreifbar machen.

Darum stuften Alexa und Google Home die App nicht als gefährlich ein

Amazon und Google prüfen Apps von Drittanbietern, bevor sie diese Nutzern als „Skill“ bzw. „Action“ zur Verfügung stellen. Daher reichten die Forscher zunächst eine saubere Version ihrer Horoskop-App ein. Über ein Update implementierten sie dann jedoch die Phishing- bzw. Lauschfunktionen. Amazon und Google prüften das Update anscheinend nicht mehr.

Fazit

Sprachassistenten kommen derzeit nicht aus den schlechten Nachrichten heraus. Erst im Sommer gaben Google, Amazon und Apple zu, dass sie Audiomitschnitte ihrer Nutzer von Menschen auswerten lassen. Das hatte zu dem ersten großen Datenschutzskandal von Sprachassistenten geführt. Apple korrigierte danach sein Mithören. Das Unternehmen will künftig nur noch Gespräche von Mitarbeitern auswerten lassen, wenn Nutzer dem vorher ausdrücklich zustimmen.

Anzeige
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Captcha Aktualisieren
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Datenschutz: Lufthansa verlangt Selfies bei Entschädigungsanspruch Kunden der 5-Sterne-Airline staunen aktuell nicht schlecht: Per Mail und auch per Post erhalten sie von der Lufthansa die Aufforderung, bei Entschädigungsforder...
Weiterlesen...
Netflix, Apple und Co: Noyb plant Datenschutzbeschwerde Während der Corona-Krise widmen sich nicht nur User zuhause verstärkt Streaming-Angeboten wie von Netflix und Apple. Die Datenschutzorganisation Noyb und die Ar...
Weiterlesen...
App-Store Aptoide: Hacker kopieren Daten von 20 Millionen Nutzeraccounts Aptoide ist ein alternativer App-Store für das Betriebssystem Android. Auf der Plattform sind rund 49 Millionen User registriert. Diese müssen sich jetzt Sorgen...
Weiterlesen...
Cookies: EuGH entscheidet über Opt-In-Pflicht Um User auf die Verwendung von Cookies hinzuweisen, setzen Webseitenbetreiber derzeit auf eine einfache Einblendung. Nutzer müssen diese jedoch nicht aktiv per ...
Weiterlesen...
Datenleck: Microsoft ermöglicht Zugriff auf 250 Millionen Kundendaten Eine Fehlkonfiguration ist verantwortlich für ein eklatantes Datenleck beim Branchenriesen Microsoft. Dieses sorgte dafür, dass rund 250 Millionen Einträge in d...
Anzeige DSGVO

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Hinweis: Sie können den Newsletter von eRecht24  jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMESuchmaschienoptimierung & OnlinemarketingDatenschutzRechtliche OnlineShop-Prüfung
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support