Gesichtserkennung: App identifiziert Personen

(10 Bewertungen, 4.00 von 5)

Worum geht's?

Die App „Clearview“ bietet eine Datenbank aus 3 Milliarden Bildern von Personen. Laden User ein Bild von einer Person hoch, gleicht die App das Bild mit ihrer Datenbank ab. Sie führt dann alle öffentlich verfügbaren Fotos der Person samt Links auf. Mehr als 600 Behörden sollen die App in den USA bereits verwenden. Das berichtet die New York Times. Wie kommt die App an die Bilder? Und wer nutzt die Gesichtserkennungs-App?

Anzeige

So kommt die App an die Bilder

Um die Datenbank anzulegen, hat das gleichnamige Unternehmen Clearview öffentlich zugängliche Bilder von Plattformen wie Facebook, YouTube und dem US-Bezahlservice Venmo gesammelt. Insgesamt verfügt die App damit über 3 Milliarden Bilder von Menschen aus dem Internet.

Das macht das Unternehmen mit seiner App

Das Unternehmen bietet die Gesichtserkennungs-App vor allem Behörden als Service an. Über 600 Strafverfolgungsbehörden sollen die App bereits nutzen. Welche das sind, verrät Clearview nicht. Kunden sollen mit der App in 75 Prozent der Fälle eine Übereinstimmung finden können. Das gibt Clearview selbst an.

Das Unternehmen hat zudem auch einen Prototyp einer Computerbrille entwickelt, die Gesichter erkennen können soll. Es wolle diese jedoch nicht vermarkten.

Wer steckt hinter Clearview?

Gründer von Clearview ist der 31 Jahre alte Hoan Ton-That. Er kam von Australien in die USA. Der Deutsche Peter Thiel, PayPal-Mitbegründer und Facebook-Investor, hat Clearview in 2017 mit 200.000 Dollar unterstützt. Dafür bekam er Anteile an dem Unternehmen. Ansonsten sei er nicht beteiligt, so ein Sprecher Thiels.

Fazit

US-Polizeibeamte sehen einen großen Nutzen in der App. Die New York Times berichtet von einem Fall, bei dem die Polizei in Indiana dank der App einen Kriminellen innerhalb von 20 Minuten fassen konnte. Dieser hatte einem Mann in den Bauch geschossen. Das hatte ein Zeuge gefilmt. Die App erkannte den Täter in einem Social-Media-Video. Die Polizei selbst hatte den Mann in seiner Datenbank bisher nicht geführt.

Anzeige
manfred langerfeld3p
für paketdienste eine gute sache !
1
Wolfgang Hofacker
Simon Schulte-Schmal sagte :
Bilder von einer Freundin veröffentlicht
Warum hast du das gemacht? Bist du jetzt stolz?

1
Simon Schulte-Schmal
Aufgrund der niedrigen Bewertung wurde der Kommentar ausgeblendet Anzeigen Bilder von einer Freundin veröffentlicht
-10

Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Datenschutz mangelhaft: Abmahnung für Betreiber der Clubhouse-App
Weiterlesen...
DSGVO: Auskunftsanspruch auch für Aktenvermerke und Telefonnotizen
Weiterlesen...
DSGVO: Kundendaten bei Amazon in Gefahr
Weiterlesen...
Update des eRecht24 Datenschutz-Generators auf Version 1.15
Weiterlesen...
„Check Now“: Schufa hält an umstrittener Konteneinsicht fest
Weiterlesen...
Nächster Datenvorfall: 1,3 Millionen Clubhouse-User betroffen
Weiterlesen...
DSGVO: Europäische Behörden verhängen mehr und höhere Bußgelder
Weiterlesen...
Online-Prüfungen: Datenschutz-Beauftragter kritisiert Späh-Software
Weiterlesen...
Deutsche-Wohnen-Bußgeld: BlnBDI legt Beschwerde gegen Verfahrens-Einstellung ein
Weiterlesen...
300.000 Euro Bußgeld: DSGVO-Verfahren gegen VfB Stuttgart abgeschlossen  
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Tools, Wissen, Musterverträge, Erstberatung und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht hat sich 2018 vollständig geändert. Haben Sie die DSGVO umgesetzt? Sichern Sie jetzt Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit RA Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner keine Chance!

Mehr Details
Support