Cyber-Angriffe: Jeder dritte Betrieb in Deutschland betroffen

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Worum geht's?

Es ist der Bereich der Wirtschaftskriminalität, den Unternehmer derzeit am meisten fürchten. Kein Wunder: In einer repräsentativen Untersuchung des Wirtschaftsprüfungs-Instituts KPMG gaben 31 Prozent der Befragten an, schon einmal Opfer von Datendiebstahl geworden zu sein. Die Verfasser der Studie sehen Handlungsbedarf und weisen vor allem auf eines hin: Die Gefahr lauert häufig im Inneren der Betriebe.

Risiko noch höher eingeschätzt

Rund 1000 Unternehmen sind für die Studie „Wirtschaftskriminalität in Deutschland 2020“ befragt worden, repräsentativ ausgewählt nach Umsatz, Branche und Mitarbeiterzahl. Größte Sorge der Teilnehmer: Ein Cyber-Angriff. 86 Prozent schätzen das Risiko eines solchen Vorfalls als hoch oder sogar sehr hoch ein. Dabei blieb die Zahl der Betroffenen von Datenmissbrauch oder –diebstahl in den vergangenen zwei Jahren konstant: Schon bei der letzten Befragung hatte jeder Dritte von Cyber-Kriminalität im eigenen Betrieb berichtet.

Sorge um Urheberrechtsverletzungen

Ähnliche Unterschiede in der Wahrnehmung zeigten sich, als es um die Einschätzung weiterer Risiken ging. Am zweithäufigsten fürchten die Unternehmer Schutz- und Urheberrechtsverletzungen (65 Prozent), gefolgt vom Verrat von Betriebsgeheimnissen (64 Prozent). Ein Blick auf die tatsächlich gemeldeten kriminellen Vorfälle zeigt, dass in der Realität eher profane Delikte an der Tagesordnung sind: Diebstahl und Unterschlagung mit 46 Prozent sowie Betrug und Untreue mit 43 Prozent.

Der Feind im eigenen Haus

Dabei gilt in allen Bereichen der Wirtschaftskriminalität, dass eigene Mitarbeiter häufig beteiligt sind. Laut Studie handelte es sich nur in 47 Prozent der Fälle um externe Täter. In jedem zehnten Fall arbeiteten die Angreifer von außen mit einem Verbündeten im Betrieb zusammen. Auch die Befragten wissen, dass der „Faktor Mensch“ nicht unterschätzt werden darf. So nannten 51 Prozent Unachtsamkeit und Nachlässigkeit als größtes Risiko für wirtschaftskriminelle Handlungen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit 51 und 50 Prozent mangelhafte Kontrollen und ein fehlendes Unrechtsbewusstsein.

Fazit

Nur etwas mehr als die Hälfte der wirtschaftskriminellen Handlungen wurde laut Studie übrigens durch Hinweise von Firmen-Angehörigen erkannt. In den übrigen Fällen war die Aufdeckung reiner Zufall. Genau hier sehen die Autoren noch Handlungsbedarf. Sie empfehlen beispielsweise, interne Meldesysteme einzurichten oder Geschäftsbereiche systematisch auf ihre Anfälligkeit für Wirtschaftskriminalität zu überprüfen.

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