Ransomware: Acer soll Rekord-Lösegeld von 50 Millionen Dollar zahlen

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Der taiwanesische Hersteller von Computern und Monitoren Acer wird erpresst. Kriminelle haben sich offenbar Zutritt zu den Servern verschafft und das System verschlüsselt. Zum Beweis haben die Täter Bankunterlagen und Finanztabellen im Darknet veröffentlicht. Zahlt das Unternehmen nicht bis zum 28. März, soll das Lösegeld sogar verdoppelt werden.

Microsoft-Lücke ausgenutzt?

Der Gedanke liegt nahe, dass die Hacker über die Sicherheitslücke in Microsoft Exchange ins System gelangt sind. Sicher ist das aber nicht. Der Computergigant selbst hat noch nicht einmal die Erpressung bestätigt. Offiziell heißt es nur: Ein Unternehmen wie Acer werde ständig angegriffen, meistens aber erfolglos. Auch derzeit gebe es Auffälligkeiten, die man den zuständigen Behörden und Datenschützern gemeldet habe.

Countdown der Erpresser

Im Darknet brüstet sich gleichzeitig eine Gruppe von Kriminellen, die Acer-Server geknackt zu haben. Für das Entschlüsseln aller befallenen PCs verlangt sie 50 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 42 Millionen Euro. Bei Zahlung der Gesamtsumme binnen drei Tagen gewähre man einen Nachlass von 20 Prozent, heißt es weiter. Treffe das Geld nicht bis zum 28.3. ein, werde der Preis verdoppelt.

Berüchtigte Hacker-Gruppe

Für den Hack benutzt wurde offenbar die Ransomware REvil. Dahinter steckt eine Gruppe von Angreifern, die gleich zwei Druckmittel einsetzt. Sie verschlüsselt die Systeme so, dass sie von den Opfern nicht mehr genutzt werden können und verlangt ein Lösegeld für die Freigabe. Gleichzeitig lädt man sensible Informationen über das Unternehmen herunter und droht mit deren Veröffentlichung. Falls der erpresserische Deal nicht zustande kommt, sollen die Bank- und Geschäftsunterlagen an den Meistbietenden verkauft werden. Auch für die Acer-Interna liegt im Darknet bereits ein Gebot vor.

Fazit

Noch ist unklar, welche Teile der digitalen Strukturen von Acer befallen sind und auf welche Summe sich der Gesamtschaden beläuft. Das Lösegeld allerdings ist nach Angaben von Experten das höchste, das je in einem Ransomware-Fall gefordert worden ist. Weitere Fälle dieser Art könnten bald auch in Deutschland auftreten: Nach Angaben des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik (kurz: BSI) haben Tausende Unternehmen die Sicherheitslücke in Microsoft Exchange noch nicht geschlossen.

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