Kreditkartenmissbrauch: Haftstrafen für Apple Pay-Betrüger

(1 Bewertung, 5.00 von 5)

Mit Apple Pay bietet das Unternehmen Apple seit 2014 ein eigenes Zahlungssystem für die mobilen Endgeräte des Hauses. Seit 2018 ist dieses auch in Deutschland aktiv. Die mobile Lösung zum Bezahlen kann sowohl auf dem iPhone, auf dem iPad und auch auf der Apple Watch genutzt werden. In den USA wurden nun Betrüger, die ihre iPhones zum Kreditkartenmissbrauch nutzten, zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Schaden in Millionenhöhe

Eine ganze Gruppe von Betrügern steht seit mehreren Monaten im US-Bundesstaat Florida vor Gericht. Alle Angeklagten erwartet eine Haftstrafe – bei zwei Mitgliedern des Betrügerrings steht ein Urteil noch aus. Der Vorwurf lautet in allen Fällen auf Computerbetrug und Identitätsdiebstahl. Das Ausmaß ist allerdings auch für Experten erstaunlich, denn: Mindestens 477 geklaute Kreditkarten nutzte das Quartett von drei Männern und einer Frau, um diese im Bezahldienst Apple Pay zu hinterlegen. Der Schaden beläuft sich dabei auf über 1,5 Millionen US-Dollar.

Fehlende Schutzmechanismen bei Apple Pay?

Wer Apple Pay nutzt, der freut sich in der Regel über die problemlose und unkomplizierte Handhabung. Genau diese ist aber gleichzeitig auch ein Schwachpunkt. Zwar können neue Kreditkarten einfach in das Wallet aufgenommen werden – dies erfordert aber üblicherweise die zusätzliche Eingabe des dreistelligen Card Validation Codes (kurz: CV-Code).

CV-Code lässt sich durchprobieren

Bereits 2016 war bei Apple die Schwachstelle in Bezug auf den CV-Code offensichtlich geworden: Dieser ließ sich solange durchprobieren, bis die richtige Kombination gefunden war – doch auch drei Jahre später hat Apple diese Sicherheitslücke noch nicht behoben. Noch dazu wies das Unternehmen 2015 explizit darauf hin, dass es sich bei bereits festgestellten Betrugsvorgängen um Einzelvorfälle gehandelt habe.

Fazit

Das Bezahlen mit dem Smartphone ist eine elegante Methode, um in einer digitalisierten Welt auch bargeldlos einzukaufen. Bezahlsysteme wie Apple Pay sind nicht neu – werden aber von vielen Nutzern immer noch äußerst kritisch beäugt. Betrugsvorgänge wie der oben erwähnte Millionenbetrug in den USA steigern das Misstrauen zusätzlich: Hier sind weitere Sicherheitsmechanismen notwendig, um die Einrichtung auf dem mobilen Endgerät zu sichern. Eine Verbesserungsoption wäre zum Beispiel, dass die ausgebende Bank der Kreditkarte die Aufnahme in die digitale Wallet an eine TAN oder PIN knüpft – denn auch der auf der Karte aufgedruckte CV-Code bietet nachweislich keine umfassende Sicherheit.

Anzeige
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Captcha Aktualisieren
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Risikobarometer: Versicherer sehen Cyberkriminalität als größte Gefahr für Unternehmen Zum neunten Mal bereits hat die Allianz ihren Jahresbericht zu Geschäftsrisiken für Gewerbetreibende veröffentlicht. Die Fachleute für Risikomanagement kommen z...
Weiterlesen...
Hass-Posts: Polizei nimmt Wohnungsdurchsuchungen vor Hass-Posts sind nicht nur in der Politik ein Thema. Während immer wieder die Klarnamenpflicht als mögliche Lösung im Raum steht, geht die Polizei aktiv gegen Ha...
Weiterlesen...
Kinderpornografie: Jugendliche teilen strafbare Inhalte Es passiert in größeren WhatsApp-Gruppen oder anderen sozialen Medien. Junge Leute ab 14 Jahren finden und verbreiten hier vermehrt Bilder und Videos, die sexue...
Weiterlesen...
Dating-App: US-Handelsbehörde verklagt Match.com Match.com ist eine Dating-App der Match Group, zu der auch bekannte Portale wie Tinder und OKCupid gehören. Die US-Handelsbehörde - Federal Trade Comission (FTC...
Weiterlesen...
Rekordschäden: Cyberkriminalität kostet deutsche Wirtschaft 100 Milliarden im Jahr Drei Viertel aller deutschen Unternehmen waren in den vergangenen 24 Monaten Opfer von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage. Umfang und Qualität der ...
Anzeige DSGVO

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Hinweis: Sie können den Newsletter von eRecht24  jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMEOrdnungsgemäße Rechnungen einfach online erstellen!Suchmaschienoptimierung & OnlinemarketingDatenschutzRechtliche OnlineShop-PrüfungFairness im Handel
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support