Stille auf TikTok - Universal und TikTok kommen nicht auf einen Nenner: Was TikTok-Nutzer jetzt wissen sollten

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Worum geht's?

Seit dem 1. Februar ist es auf TikTok still – Videos mit Songs von großen Künstlern, wie Taylor Swift, Harry Styles, Adele, The Weeknd, Drake, Billie Eilish und Coldplay sind davon betroffen. Der Grund? Der Musik-Gigant Universal Music, hat seinen Lizenzvertrag mit TikTok nicht verlängert. Erhalten Sie einen Überblick über die Hintergründe und Auswirkungen in diesem Beitrag.  

 

Vertragsende: Ein Blick hinter die Kulissen

Der Vertrag zwischen Universal Music und TikTok endete am 31. Januar. Einen Tag vorher veröffentlichte Universal einen offenen Brief, in dem Vorwürfe gegen TikTok erhoben wurden. Natürlich geht es um Geld. Jedoch nennt Universal insgesamt drei Gründe dafür, den Vertrag nicht fortzuführen:

  • Vergütung: Im Vergleich zu anderen großen Social-Meida-Plattformen zahle TikTok den Künstlern und Songwritern nur einen Bruchteil.
  • Umgang mit KI-generierter Musik: TikTok ermögliche es, dass die Social-Media Plattform mit KI-Musik geflutet werde und begünstige dadurch das Ersetzen von Künstlern durch Künstliche Intelligenz.
  • Sicherheit für TikTok-Nutzer: TikTok unternehme insgesamt zu wenig gegen Hassreden, Belästigung sowie problematische Inhalte, wie pornografische Deepfakes von Künstlern.

 

Welche Folgen hat das für TikTok-Nutzer?

TikTok hat aktuell demnach keine Lizenzrechte an den Songs der Künstler, die bei Universal unter Vertrag stehen. Die Songs von Taylor Swift, The Weeknd und Co. können Sie somit für neue Videos auf TikTok nicht mehr verwenden. Ihre Videos, die mit Songs der Künstler bereits unterlegt waren, laufen nun ohne Ton und mit dem Disclaimer „Sound wurde wegen Urheberrechtsbeschränkungen entfernt“.

Die Auswirkungen sind global spürbar, da TikTok-Nutzer weltweit ihre Videos oft mit den Hits von Universal-Künstlern unterlegen. Auch Werke deutscher Künstler wie Helene Fischer, Sarah Connor und Lena Meyer-Landrut sind betroffen und aus der musikalischen Palette TikToks verschwunden.

Ausblick: Wie geht es weiter?

TikTok hat die Vorwürfe in seinem Statement als "falsch" zurückgewiesen und betont, dass die Plattform ein kostenloses Werbe- und Entdeckungsinstrument für Talente sei. Das Unternehmen wirft Universal vor, die eigene Gier über die Interessen ihrer Künstler und Songwriter zu stellen.

Ob die Verhandlungen zwischen TikTok und Universal wieder aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. Der Streit könnte für beide Seiten Konsequenzen haben: TikTok verliert den Zugang zu Musik großer Künstler und muss sich mit Millionen enttäuschten Nutzern auseinandersetzen. Universal beschränkt währenddessen für seine Künstler die Möglichkeit, dass Songs durch TikTok bekannt(er) werden. Beide Seiten dürften somit unter Druck stehen, eine Einigung zeitnah zu erzielen.

Da zeitlich nicht absehbar ist, wann die Songs der Künstler von Universal wieder verfügbar sind, bleibt Ihnen vorerst nur die Möglichkeit, auf Songs anderer Künstler zurückzugreifen.

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Frauke Krüger
Frauke Krueger
Wirtschaftsjuristin und Legal Writerin

Frauke Krüger ist studierte Wirtschaftsjuristin und verstärkt das eRecht24-Team seit 2023 als Legal Writer. Im Rahmen ihres Masterstudiums im internationalen Lizenzrecht hat sie sich auf die Rechtsgebiete des Urheber-, Marken- und Vertragsrechts spezialisiert. Sie begeistert sich für juristische Fragestellungen, die im Zuge der Digitalisierung sowie durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz entstehen.

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