Datenschutzerklärung für Pinterest Tag

(1 Bewertung, 5.00 von 5)

Das Pinterest Tag ist ein Code-Schnipsel, den Unternehmen in ihre Webseite integrieren können, um Aktionen von Usern nachzuverfolgen. Dabei platzieren Unternehmen auf jeder Seite ihrer Webseite einen „Base Code“. Dieser ist die Grundlage für das Tracking. Zusätzlich bauen sie einen „Event Code“ auf den Seiten ein, auf denen sie bestimmte Conversions erfassen wollen. Auf diese Weise können sie sicherstellen, dass ihre Pinterest-Ads nur den Nutzern angezeigt werden, die auch ein Interesse an ihrem Angebot haben. Und: Sie können nachvollziehen, welche Aktionen User auf ihrer Webseite vornehmen, nachdem diese auf eine Pinterest-Anzeige geklickt haben. Unternehmen können die Erkenntnisse zum Beispiel nutzen, um eine Kampagnen-Performance zu messen, Zielgruppen für ihr Targeting aufzubauen, Remarketing-Kampagnen durchzuführen und Conversions zu optimieren.

 

Für einen Pinterest Tag benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Warum ist das Pinterest Tag datenschutzrechtlich relevant?

Rufen nutzen eine Seite mit einem Pinterest Tag auf, stellt ihr Browser eine direkte Verbindung zu den Servern von Pinterest her. Das Pinterest Tag übermittelt dann Userdaten wie beispielsweise

  • Geräteinformationen,
  • das verwendete Betriebssystem,
  • die IP-Adresse und
  • das Verhalten auf der entsprechenden Webseite

an das Netzwerk in den USA weiter. Dabei kann es sich um personenbezogene Daten handeln. Diese sind durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) besonders geschützt. Unternehmen müssen daher besondere datenschutzrechtliche Pflichten beachten.

Pinterest Tag datenschutzkonform nutzen

Um das Pinterest Tag DSGVO-konform zu verwenden, sollten Unternehmen diese datenschutzrechtlichen Vorgaben erfüllen:

Datenschutzerklärung anpassen

Unternehmen müssen in ihrer Datenschutzerklärung aufführen, dass sie über das Pinterest Tag personenbezogene Daten verarbeiten und an Pinterest weitergeben. Dabei sollten sie klarstellen,

  • warum sie über das Pinterest Tag Daten erheben,
  • wie lange sie diese Daten speichern wollen,
  • welche Rechtsgrundlage ihnen das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) und
  • dass User der Datenerhebung und Datenspeicherung jederzeit widersprechen können.

Darüber hinaus sollten Unternehmen in diesem Kontext auf die Nutzungs- und Datenschutzbedingungen von Pinterest hinweisen. Auf diese Weise können sich User selbst ein Bild machen, was mit ihren Daten bei Pinterest passiert.

Hinweise auf den Privacy Shield müssen Business-Inhaber aus ihrer Datenschutzerklärung entfernen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat diesen im Sommer 2020 für unwirksam erklärt, um darüber Daten in die USA zu verschicken.

Standardvertragsklauseln prüfen

Seitdem der EuGH den Privacy Shield für unwirksam erklärt hat, nutzt Pinterest Standardvertragsklauseln, um Userdaten rechtssicher zu versenden. Unternehmen geben daher die über das Pinterest Tag erhobenen Daten auf Grundlage von EU-Standardvertragsklauseln weiter. Sie sollten diese überprüfen. Denn: Die Standardvertragsklauseln reichen für einen rechtssicheren Datentransfer nur dann aus, wenn in dem Zielland ein ausreichendes Datenschutzniveau herrscht. Die USA erreicht dieses Datenschutzniveau derzeit nicht. Für Seitenbetreiber ist daher derzeit unklar, ob sie auf Basis von Standardvertragsklauseln Daten an Pinterest weitergeben dürfen.

Cookie-Banner anpassen

Sobald User eine Webseite mit einem Pinterest Tag besuchen, setzt Pinterest Cookies in ihren Browser. Dafür benötigen Seitenbetreiber eine Erlaubnis der Nutzer. Diese können sie über einen Cookie-Hinweis auf ihrer Seite einholen. User müssen den Hinweis per Opt-In bestätigen können.

Rechtsprechung zum Pinterest Tag

Unternehmen dürfen nur Tracking-Cookies auf ihrer Seite einsetzen, wenn sie vorher eine Einwilligung der User dafür eingeholt haben. Das gilt nicht nur für das Sammeln von personenbezogenen Daten, sondern auch für die Erhebung von anonymen Daten. Das entschied der EuGH im Oktober 2019 (C-637/17). Zu diesem Ergebnis kam auch der Bundesgerichtshof im Mai 2020. Dabei bestätigte er, dass Unternehmen die Erlaubnis der User nur per Opt-In rechtssicher einholen können (I ZR 7/16).

Der Privacy Shield eignet sich nicht, um rechtssicher Daten in die USA zu verschicken. Das stellte der EuGH im Sommer 2020 fest. Die Richter führten das vor allem auf das niedrigere Datenschutzniveau in dem Land zurück. Denn: Die Überwachungsprogramme dort sind nicht auf das zwingend erforderliche Maß beschränkt. Zudem können User aus Europa US-amerikanische Behörden oder Unternehmen nicht verklagen, sollten diese ihre Daten missbrauchen.

Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Datenschutzerklärung für Awin Awin ist ein Performance Marketing Netzwerk, das eine Schnittstelle zwischen Affiliates und Advertisern bietet. Dazu vermittelt es Partnerprogramme und wickelt ...
Weiterlesen...
Datenschutzerklärung für Xing Plugin Xing ist eine Karriere-Plattform, auf der Mitglieder geschäftliche Kontakte knüpfen können. Dazu können sie ein Profil anlegen, nach Jobs oder Mitarbeitern Auss...
Weiterlesen...
Datenschutzerklärung für Google DoubleClick Google DoubleClick ist ein Tool für Vermarkter, Werbetreibende und Werbenetzwerke, um personalisierte Werbung an User auszuspielen. DoubleClick ermöglicht es da...
Weiterlesen...
Datenschutzerklärung für Whereby Whereby ist ein browserbasiertes Tool für Online-Meetings. Unternehmen können darüber mit Geschäftspartnern und Kunden chatten, Videokonferenzen abhalten und Da...
Weiterlesen...
Datenschutzerklärung für Tumblr Plugin Tumblr ist eine Blogging-Plattform, auf der User Bilder, Texte, Links, Videos und Audiodateien veröffentlichen können. Darüber hinaus können Nutzer Einträge von...
Anzeige DSGVO

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren regelmäßigen und kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Hinweis: Sie können den Newsletter von eRecht24  jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMESuchmaschienoptimierung & OnlinemarketingRechtliche OnlineShop-Prüfung
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support