Worum geht's?
Cyberangriffe treffen längst nicht mehr nur große Konzerne. Auch kleine und mittlere Unternehmen geraten immer häufiger ins Visier von Hackern. Oft reicht schon eine unachtsam geöffnete E-Mail, damit Schadsoftware ins Unternehmensnetzwerk gelangt. Die gute Nachricht: Viele Angriffe lassen sich verhindern. Der wichtigste Schutz ist dabei nicht nur die Technik, sondern gut informierte Mitarbeiter. Genau hier setzt eine IT-Sicherheitsschulung an. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Cyber Security Schulungen für Unternehmen immer wichtiger werden, ob eine gesetzliche Pflicht besteht und welche Kosten auf Sie zukommen.
1. Was ist eine Cyber Security Schulung?
Die beste Firewall nützt wenig, wenn jemand im Büro unabsichtlich die Tür öffnet. Genau das passiert bei vielen Cyberangriffen – ein falscher Klick genügt. Eine Cyber Security Schulung, auch IT-Sicherheitsschulung genannt, vermittelt Ihren Mitarbeitern das nötige Wissen, um digitale Risiken im Arbeitsalltag zu erkennen und richtig zu reagieren.
Denn viele Sicherheitsvorfälle entstehen nicht durch komplexe Hackerangriffe, sondern durch ganz alltägliche Situationen wie beispielsweise:
- ein Klick auf einen Phishing-Link in einer vermeintlich seriösen E-Mail,
- ein nicht sicheres Passwort,
- eine unsichere WLAN-Verbindung im Homeoffice oder
- einen unachtsamen Umgang mit personenbezogenen Daten.
AUFGEPASST!
Durch künstliche Intelligenz wird es Hackern immer leichter gemacht, eine große und vielfältige Malware zu verschicken. Laut Elastic Global Threat Report 2025 stieg die Zahl generischer Bedrohungen, bei denen Angreifer LLMs einsetzen, um 15,5 % gegenüber dem Vorjahr. Auch hierzu sollten Mitarbeiter hinreichend geschult werden.
In einer IT-Sicherheitsschulung lernen Ihre Mitarbeiter unter anderem, wie sie Cyberkriminalität erkennen, sicher mit E-Mails und ihren Anhängen umgehen, wie Passwörter und Zugänge sicher geschützt werden und wie sie verdächtige Aktivitäten schnell melden können.
Kurz gesagt: Eine IT-Sicherheitsschulung sorgt dafür, dass Ihre Mitarbeiter nicht unbewusst zur Schwachstelle werden, sondern aktiv dazu beitragen, Ihr Unternehmen vor Cyberangriffen zu schützen.
2. Ist eine IT-Sicherheitsschulung für Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben?
Eine pauschale gesetzliche Pflicht für jede Firma gibt es zwar nicht direkt. Dennoch ergeben sich aus verschiedenen Vorschriften indirekte Schulungspflichten. Hier spielen sowohl die DSGVO als auch die NIS-2-Richtlinie eine entscheidende Rolle.
Nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) müssen Sie als Unternehmen sicherstellen, dass personenbezogene Daten geschützt werden. Dazu gehört auch, dass Mitarbeiter im Umgang mit Daten entsprechend geschult sind.
Das deutsche Gesetz zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie der EU verschärft seit seinem Inkrafttreten am 6. Dezember 2025 die Anforderungen an die Cybersicherheit in vielen Unternehmen deutlich. Vor allem Betreiber kritischer und wichtiger Einrichtungen müssen künftig verpflichtend Schulungen zur IT-Sicherheit durchführen.
Wann gilt die NIS-2-Richtlinie für ein Unternehmen?
Die NIS2-Richtlinie betrifft vor allem Unternehmen aus wichtigen Bereichen wie Energie, Verkehr, Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen, IT-Dienstleistungen oder digitale Infrastruktur. Sie gilt vor allem für Unternehmen, die mindestens 50 Mitarbeiter oder mehr als 10 Millionen Euro Jahresumsatz bzw. Jahresbilanzsumme haben. Ob Ihr Unternehmen tatsächlich unter die NIS-2-Richtlinie fällt, hängt immer von Branche, Größe und Rolle in der Lieferkette ab.
Zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen können auch Normen wie ISO 27001 oder branchenspezifische Sicherheitsstandards regelmäßige Mitarbeiterschulungen vorsehen. Auch wenn Ihr Unternehmen nicht direkt unter eine gesetzliche Pflicht nach der DSGVO oder der NIS-2-Richtlinie fällt, gilt: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter nicht, handeln Sie im Ernstfall möglicherweise fahrlässig.
Kommt es dann zu einem Sicherheitsvorfall, kann das im schlimmsten Fall Bußgelder, Haftungsfragen oder erhebliche wirtschaftliche Schäden für Ihr Unternehmen bedeuten.
3. Warum die Schulung zur IT-Sicherheit so wichtig für Unternehmen ist
Firewalls, Antivirenprogramme und Backups sind für die Cybersicherheit eines Unternehmens richtig und wichtig. Oft wird aber ein Faktor unterschätzt: der Mensch. Der Data Breach Investigation Report zeigt im Jahr 2025, dass in 60 % der Sicherheitsverletzungen menschliches Versagen eine Rolle spielte.
Zu den häufigsten Fehlern für Sicherheitslücken zählen beispielsweise:
- Mitarbeiter öffnen täuschend echte Phishing-Mails
- Passwörter werden mehrfach verwendet
- vertrauliche Daten werden unverschlüsselt versendet
- Schadsoftware wird über Anhänge eingeschleust
Cyberkriminelle nutzen gezielt Social Engineering, also psychologische Tricks, um Mitarbeiter zu täuschen. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt davor, dass Angreifer gezielt menschliche Schwächen ausnutzen. Mit einer IT-Sicherheitsschulung stärken Sie den Grundschutz der Informationssicherheit in Ihrem Unternehmen. Ihre Mitarbeiter lernen, wie sie sicher mit IT-Systemen umgehen und welches Wissen sie benötigen, um Cyberrisiken frühzeitig zu erkennen.
Eine gute Cyber Security Schulung hilft Ihren Mitarbeitern, Risiken und Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. So stärken Sie das Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen und verhindern potenzielle Schäden durch Cyberangriffe.
ÜBRIGENS
Zusätzlich können Sie mit einer Schulung zur IT-Security viel Geld sparen. Denn Cyberangriffe können teuer werden: Betriebsstillstand, Datenverlust, Reputationsschäden oder Bußgelder sind keine Seltenheit. Eine IT-Sicherheitsschulung ist daher oft eine der effektivsten und günstigsten Sicherheitsmaßnahmen.
4. Für wen eignet sich eine IT-Sicherheitsschulung?
Die IT-Sicherheitsschulung eignet sich für nahezu jedes Unternehmen - egal ob klein, mittelständisch oder groß. Hacker greifen häufig gezielt kleine Unternehmen an, weil diese oft nur ein begrenztes Budget für IT- und Cloud-Security haben und Sicherheitsstrukturen daher oft schwächer sind.
Besonders sinnvoll ist eine Cyber Security Schulung für:
- kleine und mittelständische Unternehmen
- Online-Shops und digitale Geschäftsmodelle
- Dienstleister mit Kundendaten
- Unternehmen mit Homeoffice-Strukturen
- Organisationen mit sensiblen Daten
Auch innerhalb eines Unternehmens profitieren unterschiedliche Bereiche von den Schulungen:
- Verwaltung und Buchhaltung
- Personalabteilung / HR
- Vertrieb
- Kundenservice / Support
- IT-Abteilung
- Marketing
- Geschäftsführung
- usw.
Sie sollten sicherstellen, dass alle Mitarbeiter - auch Azubis, studentische Mitarbeiter oder Praktikanten - an der IT-Sicherheitsschulung teilnehmen. Denn Cyberangriffe können jeden Mitarbeiter betreffen.
5. Welche Inhalte werden zur IT-Sicherheit in der Schulung behandelt?
Die Inhalte einer Cyber Security Schulung orientieren sich meist am Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeiter. Ziel ist es, praktische Situationen zu erklären und konkrete Handlungsempfehlungen zu geben. So kann das erlernte Wissen direkt in die Praxis umgesetzt werden.
- Grundlagen der IT-Sicherheit: Bedeutung von Informationssicherheit, typische Angriffsszenarien und Infos zur aktuellen Bedrohungslage
- Erkennen und Vermeiden von Schadsoftware: So entstehen Viren, Trojaner und Ransomware und so schützen Sie sich
- Sicherer Umgang mit E-Mails und Phishing: Erkennen gefälschter und unseriöser Nachrichten, Anhänge und Links
- Social Engineering und menschliche Manipulation: Wie Angreifer gezielt menschliche Schwächen ausnutzen und wie Sie sich schützen
- Sicheres Arbeiten mit Passwörtern und Zugängen: Infos zu Passwortregeln, Mehr-Faktor-Authentifizierung und sicherer Verwaltung von Zugangsdaten
- Umgang mit mobilen Geräten und Datenträgern: Nutzung von Laptops, Smartphones und USB-Sticks im Unternehmenskontext
- Sicheres Verhalten im Internet und in Social Media: Datenschutzbewusstsein und Informationsweitergabe online
- Datenschutz und rechtliche Grundlagen: Verbindung von IT-Sicherheit und DSGVO-Pflichten im Unternehmensalltag
- Reaktion auf Sicherheitsvorfälle: Was im Ernstfall zu tun ist, wie Sie richtig melden und Schäden begrenzen
Im Rahmen der IT-Sicherheitsschulung unseres Partnerunternehmens Legaltrust GmbH werden Ihnen und Ihren Mitarbeitern u. a. diese Inhalte vermittelt. Die Schulung findet online statt und dauert ca. zwei Stunden.
6. Wie viel kostet eine Cyber Security Schulung?
Die Kosten für eine IT-Sicherheitsschulung variieren je nach Anbieter und Umfang deutlich. Sie hängen unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Anzahl der Mitarbeiter
- Schulungsformat (online oder in Präsenz)
- Dauer der Schulung
- individuelle Anpassungen an Ihr Unternehmen
Durchschnittlich sollten Sie mit einigen hundert bis wenigen tausend Euro für eine Cyber Security Schulung für Ihr Unternehmen rechnen. Auch wenn eine Schulung zunächst Kosten verursacht: Im Vergleich zu den möglichen finanziellen Schäden eines Cyberangriffs ist sie in der Regel eine überschaubare Investition.
Denn ein erfolgreicher Angriff kann schnell erhebliche Folgen haben, z. B. Betriebs- oder Produktionsausfälle, Datenverlust, Lösegeldforderungen oder rechtliche Konsequenzen. Hinzu kommt häufig ein Vertrauensverlust bei Kunden und Geschäftspartnern.
7. Wo kann ich eine IT-Sicherheitsschulung für meine Mitarbeiter buchen?
Wenn Sie eine IT-Sicherheitsschulung für Ihr Unternehmen planen, sollten Sie darauf achten, dass die Schulung
- praxisnah und verständlich ist,
- aktuelle Bedrohungen berücksichtigt,
- auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist,
- konkrete Handlungsempfehlungen vermittelt werden und
- leicht in den Arbeitsalltag integrierbar ist.
Bei der Legaltrust erhalten Unternehmen eine speziell auf den Arbeitsalltag abgestimmte IT-Sicherheitsschulung. Die Schulung zeigt Ihren Mitarbeitern, wie sie typische Cyberrisiken erkennen und vermeiden. Die Schulung richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Sicherheitsstruktur verbessern und gleichzeitig rechtliche Anforderungen im Blick behalten möchten - schon ab 990 Euro (zzgl. USt.).
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