Upload-Filter: So protestiert Wikipedia gegen die Urheberrechtsreform

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Kurz vor dem finalen Beschluss der neuen Urheberrechtsreform macht auch Wikipedia noch einmal mobil. Eine Abstimmung unter den deutschen Autoren hat ergeben: Wikipedia schaltet sich für einen Tag ab, um gegen die geplanten Upload-Filter und das Leistungsschutzrecht zu protestieren. Wie soll die Abschaltung aussehen? Und welche Auswirkungen hätte die Reform auf Wikipedia?

So soll die Abschaltung von Wikipedia aussehen

Am 21. März wird keine deutsche Wikipedia-Seite erreichbar sein. Stattdessen bekommen User eine schwarze Seite zu sehen, die einen Banner zeigt. Dieser soll auf die befürchteten Probleme hinweisen, die die Reform mit Artikel 11 (Leistungsschutzrecht) und Artikel 13 (Upload-Filter) mitbringen wird. Wikipedia will User aufklären, dass das freie Internet durch die neuen Regelungen so nicht mehr existieren werde.

Gleichzeitig will Wikipedia seine Leser dazu auffordern, ihre EU-Abgeordneten über ihre Haltung zu informieren und am für den 23. März geplanten Straßen-Protest teilzunehmen. Das Ziel: Wenn Ende März das EU-Parlament über die Urheberrechtsreform abstimmt, sollen sich möglichst viele Abgeordnete gegen diese aussprechen.

Diese Auswirkungen könnte die Reform auf Wikipedia haben

Wikipedia könnte nur bedingt von der neuen Reform betroffen sein. Grundsätzlich schließt Artikel 13 nicht-kommerzielle Enzyklopädien von den neuen Haftungsregeln aus. Es ist jedoch unklar, in wie weit ein Portal wie Wikipedia weiter funktionieren kann, wenn Gesetze den Informationsfluss im Web zensieren und damit einschränken. Und: Bisher ist nicht eindeutig geklärt, wie Wikipedia-Einträge mit dem Presseverleger-Leistungsschutzrecht vereinbar sind. Ein großer Teil der deutschen Autoren ist daher der Meinung, dass die Reform die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit deutlich beeinträchtigen werde.

Fazit

Die für den 21. März geplante Abschaltung ist nicht der erste Protest Wikipedias gegen die Urheberrechtsreform. Bereits im September letzten Jahres hatte die deutsche Wikipedia ein Banner geschaltet, das auf die zu erwartenden Probleme durch Artikel 11 und 13 verwies. Die anstehende Aktion zeigt noch einmal, wie besorgt selbst große Plattformen im Netz sind, die nicht direkt von der Reform betroffen sind.

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