Datenschutzerklärung für Awin

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Awin ist ein Performance Marketing Netzwerk, das eine Schnittstelle zwischen Affiliates und Advertisern bietet. Dazu vermittelt es Partnerprogramme und wickelt die Vergütung ab. Awin verfügt über 13.000 Unternehmen, die Affiliate-Programme zur Verfügung stellen.

 

Für Awin benötigen Sie einen Passus in Ihrer Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung kostenlos erstellen

 

Warum ist Awin datenschutzrechtlich relevant?

Besuchen User eine Webseite, die Affiliates aus dem Awin-Netzwerk verwendet, setzt Awin ein Tracking-Cookie auf dem Endgerät der Nutzer. Dieser Cookies erhebt und speichert

  • die Identifikationsnummer des Affiliates,
  • die Ordnungsnummer des Webseitenbesuchers und des angeklickten Werbemittels sowie
  • Informationen zum Endgerät und
  • verwendeten Browser.

Seitenbetreiber müssen daher verschiedene datenschutzrechtliche Pflichten erfüllen.

So können Seitenbetreiber Awin datenschutzkonform nutzen

Um Awin datenschutzkonform zu verwenden, müssen Seitenbetreiber diesen Anforderungen nachkommen:

Einwilligung der User einholen

Bevor Awin einen Cookie im Browser von Usern ablegen darf, müssen Seitenbetreiber ihre Einwilligung dafür einholen. Das gibt Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vor. Seitenbetreiber können die Einwilligung einholen, indem sie einen Cookie-Hinweis einblenden, den Nutzer per Opt-In-bestätigen müssen.

Datenschutzerklärung anpassen

Seitenbetreiber müssen in ihrer Datenschutzerklärung aufführen, dass

  • Awin einen Cookie im Browser der User ablegt,
  • welche Daten der Cookie erhebt,
  • warum Awin diese Daten erhebt,
  • was es mit den Daten macht,
  • wie lange es die Nutzer-Daten aufbewahrt,
  • welche Rechtsgrundlage das erlaubt (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO) und
  • dass User der Datenspeicherung jederzeit widersprechen können.

Darüber hinaus sollten Seitenbetreiber Nutzer auch darauf hinweisen, dass sie mit einer entsprechenden Einstellung im Browser das Setzen von Cookies verhindern können.

Rechtsprechung zu Awin

Am 01.10.2019 entschied der Europäische Gerichtshof: Unternehmen dürfen keine Tracking-Cookies auf ihrer Seite nutzen, ohne vorher eine ausdrückliche Einwilligung der User eingeholt zu haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Cookies personenbezogene Daten oder anonyme Daten erheben (C-637/17).

Dies bestätigte der Bundesgerichtshof am 28.05.2020: Er kam zu dem Schluss, dass Unternehmen Nutzer aktiv per Opt-In in das Setzen von Tracking-Cookies einwilligen lassen müssen. Eine bereits vorangeklickte Checkbox im Cookie-Banner reicht daher nicht aus (I ZR 7/16).

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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