Abmahnsicheres E-Mail Marketing

Rechtssicheres E-Mail Marketing und DSGVO: 11 Tipps, die Sie beim Erstellen und Versenden von Newslettern beachten sollten

Geprüft von: Rechtsanwältin Annika Haucke Rechtsanwältin Annika Haucke
(78 Bewertungen, 4.29 von 5)

1. Newsletter Anmeldeformular nach DSGVO

Der erste Schritt zum rechtssicheren Newsletter sollte sein, das Anmeldeformular rechtssicher zu gestalten. Schon hier kann man viele Fehler machen. Wie muss also ein Anmeldeformular für einen Newsletter nach DSGVO aussehen?

Eintragefeld

Hier können Sie freiwillig alle möglichen Daten der Nutzer abfragen. Pflichtfeld sollte aber nur die E-Mail-Adresse sein.

Wozu nutzen Sie die Daten?

Weisen Sie den Nutzer darauf hin, was Sie mit seinen Daten genau tun.

„Wir nutzen Ihre E-Mail-Adresse um Ihnen den Newsletter für Firma XYZ zuzusenden“.

Hinweis auf Häufigkeit der Mailings

Weisen Sie darauf hin, wie häufig der Nutzer E-Mails von Ihnen erhalten wird.

„Wir nutzen Ihre E-Mail-Adresse um Ihnen 14tägig den Newsletter für Firma XYZ zuzusenden.“

Stellen Sie Ihre Newsletter-Software dar

Wenn Sie die Newsletter nicht selbst versenden, sondern dies über einen Newsletter-Tool/ eine Newsletter-Software (Newsletter2go, MailChimp, Klick Tipp, GetResponse usw.) tun, sollen Sie den Anbieter/die Software darstellen. Dies ist wichtig, da die Nutzerdaten ja nicht direkt bei Ihnen gespeichert werden, sondern an den Anbieter übertragen werden.

"Wir nutzen zum Versand unserer Software Newsletter-Anbieter XYZ."

Schließen Sie einen AV Vertrag mit dem Anbieter ab

Direkt geht dies nur mit Anbietern in der EU. Prüfen Sie bei US-Anbietern bitte, ob diese überhaupt eine DSGVO-konforme Umsetzung erlauben.

Verlinken Sie auf Ihre Datenschutzerklärung

Formulieren Sie in Ihrer Datenschutzerklärung einen detaillierten Passus zum Umgang mit Nutzerdaten im Rahmen des Newsletter-Versands.

Praxis-Tipp: Bei eRecht24 Premium finden Sie eine Vorlage mit fertigen Mustertexten für DSGVO-konforme Newsletter-Eintrageseiten. Jetzt informieren: https://www.e-recht24.de/mitglieder/

Sören Siebert
Sören SiebertRechtsanwalt

2. Die Einwilligung: Versenden von Newsletter nur mit Double Opt In (DOI)

In Deutschland gilt bei E-Mail-Werbung und Newslettern das sogenannte Opt-in-Verfahren. Das war vor der DSGVO so und hat sich auch mit der Datenschutzgrundverordnung ncht geändert.

Danach muss der Endverbraucher explizit einer Kontaktaufnahme per E-Mail ausdrücklich einwilligen, da sich andernfalls der Unternehmer bei einer nicht erlaubten Kontaktaufnahme wettbewerbswidrig verhält und abgemahnt werden kann. Dies gilt nach einer Entscheidung des BGH (Az.: I ZR 218/07) bereits beim einmaligen Versand einer unerwünschten Werbe-E-Mail.

Die Gerichte fordern hier das so genannte Double-Opt-In Verfahren: Der Einwilligende muss dabei für eine Anmeldung die Einwilligung nochmals bestätigen, bevor der Newsletter-Versand an den Neukunden zulässig wird. Nur so kann gewährleistet werden, dass auch wirklich der Verbraucher die Einwilligung erteilt hat und die zunächst erklärte (Single) Opt-In nicht von einem Dritten stammt.

Allerdings gibt es hier im Detail zahlreiche weitere Punkte zu beachten. So fordern die Gerichte beispielsweise, dass der Versender die Einwilligung auch genau protokolliert und im Zweifel vor Gericht auch nachweisen kann.

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Sören Siebert
Sören SiebertRechtsanwalt

3. Kann eine Einwilligung auch wieder erlöschen?

Wichtig ist auch zu wissen, dass eine einmal wirksam erteilte Einwilligung durch Zeitablauf auch automatisch wieder erlöschen kann.

Wenn beispielsweise im Jahr 2012 eine Einwilligung für das Zusenden von Werbemails erteilt wurde, dann darf die erste E-Mail NICHT erst im Jahr 2016 beim Empfänger eintreffen. Die Einwilligung ist dann erloschen. Zumindest sieht das beispielsweise das Amtsgericht Bonn (Az.: 104 C 227/15) so.

Wichtig: Nur durch die DSGVO ist eine vorher wirksame Einwilligung nicht erloschen. Diese ist auch weiterhin wirksam.

4. Genaue Protokollierung der Einwilligung

Die Einwilligung des Empfängers sollten Sie in jedem Fall protokollieren, um diese bei eventuellen Abmahnungen oder gerichtlichen Streitigkeiten auch beweisen zu können. Dabei genügt es nicht, das Double-Opt-In-Verfahren anzubieten, Sie müssen dies und den Klick des Empfängers auf den Link in der Bestätigungsmail auch rechtssicher beweisen können. Diese Problematik ist den meisten Versendern von Werbemails – zumindest bis zur ersten Abmahnung – jedoch nicht bekannt.

Leider sind die Gerichte aber bisher sehr zurückhaltend mit Aussagen dazu, wie genau diese Protokollierung zum Double Opt In aussehen muss.

5. Anonyme Nutzungsmöglichkeit für den Empfänger

Aus Datenschutzsicht ist der E-Mail Versender auch nach der DSGVO verpflichtet, bei der Anmeldung so wenig Daten wie nötig vom Kunden zu erheben. Daher muss dem Interessenten eines E-Mail Newsletters die Möglichkeit eingeräumt werden, den Newsletter allein durch Eingabe einer E-Mail-Adresse - auch ohne personenbezogenen Daten wie Name, Adresse etc. – zu erhalten.

6. Möglichkeit der Abbestellung nicht vergessen!

Weiter muss der Verbraucher jederzeit die Möglichkeit haben, die E-Mails wieder abzubestellen. Dazu genügt in der Regel, wenn dem Verbraucher am Ende einer E-Mail die Möglichkeit gegeben wird, durch Klicken eines Links sich vom Newsletter Empfang zu lösen. Genauso einfach muss es ihm natürlich auch möglich sein, sich per E-Mail oder anderem Wege (Telefon, Postalisch etc.) an den Werbetreibenden zu wenden, um sich aus dem Verteiler wieder austragen zu lassen.

7. Newsletter an Bestandskunden

Etwas anderes gilt in dem Fall, dass bereits ein Geschäftskontakt zu dem Verbraucher besteht. Um Bestandskunden auch ohne Einwilligung Newsletter zukommen zu lassen, müssen die Voraussetzungen des § 7 Abs.3 UWG sämtliche eingehalten werden. Die Zusendung ist zulässig, wenn:

1.    ein Unternehmer im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung von dem Kunden dessen elektronische Postadresse erhalten hat,
2.    der Unternehmer die Adresse zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet,
3.    der Kunde der Verwendung nicht widersprochen hat und
4.    der Kunde bei Erhebung der Adresse und bei jeder Verwendung klar und deutlich darauf hingewiesen wird, dass er der Verwendung jederzeit widersprechen kann, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.

Sicherer ist es aber auch hier, die Einwilligung in E-Mail-Werbung bei Aufnahme der Geschäftsbeziehungen ausdrücklich einzuholen.

Wichtig: Auch an dieser Regelung hat die DSGVO nichts geändert.

8. Denken Sie bei der Verwendung von Bildern an Nutzungsrechte

Verwendet der Werbetreibende im Rahmen seiner E-Mail Werbung Produktfotos oder sonstige Bilder zum Anpreisen der eigenen Waren, so darf er diese selbstverständlich nur verwenden, wenn ihm gemäß § 31 UrhG vom jeweiligen Urheber ein entsprechendes Nutzungsrecht eingeräumt wurde. Es ist also – insbesondere auch bei Verwendung von Bildern unter einer Creative Commons Lizenz - konkret darauf zu achten, dass auch die gewerbliche Nutzung des Bildes gestattet ist.

9. Korrekte Preisangaben inklusive Liefer- und Versandkosten

Die Preisangabenverordnung verfolgt den Zweck, eine sachlich zutreffende und vollständige Preiswahrheit und Preisklarheit zu gewährleisten. Der Betreiber eines Online Shops hat daher - genauso wie auf seiner Webseite auch im Newsletter - gem. §1 Abs. 2 PAngV genau anzugeben, dass zusätzlich Liefer- und Versandkosten anfallen und dass der Preis bereits die gesetzliche Mehrwertsteuer enthält. Dem Verbraucher soll es so ermöglicht werden, die Preise der verschiedenen Online Händler möglichst einfach vergleichen zu können, um damit seine Stellung gegenüber Handel und Gewerbe zu stärken.

10. Impressumspflicht besteht auch im Rahmen des Newsletters

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei einem Newsletter um einen Telemediendienst. Daher besteht auch für den Anbieter die Notwendigkeit, gem. § 5 TMG innerhalb der E-Mail Werbung Namen und Anschrift sowie eine E-Mail-Adresse zur „schnellen elektronischen Kontaktaufnahme“ im Rahmen des Impressums anzugeben.

Entsprechend einer Entscheidung des OLG München (Az.: 29 U 2681/03) ist es dabei auch ausreichend, wenn das Impressum über 2 Klicks erreicht werden kann – womit ein Link in der Werbe-Mail zum Impressum auf der Firmenwebseite den Anforderungen genügen dürfte.

11. Softwareempfehlungen

Welche Software können Sie zum rechtssicheren Versenden Ihrer Newsletter nutzen? Das ist keine ganz einfache Frage. Wir werden Ihnen in Kürze hier einen umfangreichen Vergleich unterschiedlicher Softwareanbieter aufbereiten.

Bis dahin gilt, der Anbieter muss Ihnen die Möglichkeit geben, die Punkte 1-9 einfach und dauerhaft zu erfüllen. Auf der sicheren Seite ist man darüber hinaus bei einem Anbieter der in Deutschland oder zumindest im europäischen Raum ansässig ist.

Tipp: Fast alle großen Newsletter-Anbeiter haben zur DSGVO/ GDPR eine eigene Informationsseite. Fragen Sie aber im Zweifel bei dem Anbieter Ihre Wahl nach, wie es mit der Umsetzung der Vorgaben der DSGVO/ GDPR konkret aussieht.

Nachfolgend eine Liste empfehlenswerter Anbieter in alphabetischer Reihenfolge:


 

Rechtsanwalt Sören Siebert
Sören Siebert
Rechtsanwalt und Gründer von eRecht24

Rechtsanwalt Sören Siebert ist Gründer von eRecht24 und Inhaber der Kanzlei Siebert Lexow. Mit 20 Jahren Erfahrung im Internetrecht, Datenschutz und ECommerce sowie mit mehr als 10.000 veröffentlichten Beiträgen und Artikeln weist Rechtsanwalt Sören Siebert nicht nur hervorragende Fach-Expertise vor, sondern hat auch das richtige Gespür für seine Leser, Mandanten, Kunden und Partner, wenn es um rechtssichere Lösungen im Online-Marketing und B2B / B2C Dienstleistungen sowie Online-Shops geht. Neben den zahlreichen Beiträgen auf eRecht24.de hat Sören Siebert u.a. auch diverse Ebooks und Ratgeber zum Thema Internetrecht publiziert und weiß ganz genau, worauf es Unternehmern, Agenturen und Webdesignern im täglichen Business mit Kunden ankommt: Komplexe rechtliche Vorgaben leicht verständlich und mit praktischer Handlungsanleitung für rechtssichere Webseiten umsetzen.

Rechtsanwältin Annika Haucke
Annika Haucke
Rechtsanwältin

Annika Haucke ist Rechtsanwältin und Journalistin (Freie Journalistenschule). Als Fachredakteurin von eRecht24 bereitet sie Beiträge verständlich auf und gibt praxisnahe Handlungsempfehlungen. Rechtsanwältin Haucke ist auf Medienrecht spezialisiert und hat darüber hinaus mehrjährige redaktionelle Erfahrung in weiteren Rechtsgebieten, z.B. Steuer-und Medizinrecht. Seit 2013 veröffentlichte sie eine Vielzahl von Artikeln und Ratgebern, u. a. bei Stiftung Warentest, Tagesspiegel Background und Computerwoche.

Faraday
Das stimmt so leider nicht. Der Absender ist einfach fälschbar. Daher ist auch in diesem Fall das Double-Opt-In notwendig, da andernfalls auf die beschriebene Art und Weise ein Dritter einen Newsletter für eine beliebige Person abonnieren könnte.
4
Johny
Nein, denn dadurch, dass der Interessent der Absender ist, wird die E-Mail ja schon verifiziert.
2
Johny
So ein Schwachsinn, woher sollen die Mails bitte kommen? Die einzigen Probleme gibt es nur mit Unternehmen, die sich nicht rechtzeitig vorbereitet haben - selber Schuld.
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Maria
Hallo,ich bin neu im Thema und etwas verwirrt. Darf ich irgendeiner Email-Adresse, die ich im Internet finde, ein Email verschicken, in der ich (kurz) erkläre wer ich bin und was ich mache und "Einwilligung" für das Verschicken eines Newsletters bitte? Oder zählt das schon als "Werbung"? Und wenn die Person mir dann mit "JA" antwortet, habe ich dann eine schriftliche Einwilligung und kann den Newsletter verschicken? Vielen DankMaria
2
Sonia
Hallo,Ich hab Fragen.... in diesem Artikel steht, man sollte den DOI beim Newsletter genau protokollieren (Punkt 4), 1. Wie geht das bei Mailchimp?2. Wird eine Email in Mailchimp doch erst in die Audience aufgenommen, wenn der Anmeldende den DOI-Link angeklickt hat. Vorher nicht. d.h. DOI muss erfolgt sein, wird aber nicht protokolliert bei Mailchimp. Oder sehe ich das nur nicht?Bin dankbar für jede Antwort!
2
Ines
Hallo zusammen, ist das Double-Opt-in-Verfahren auch dann Pflicht, wenn der Interessent eine E-Mail mit dem Inhalt "ich möchte Ihren Newsletter erhalten" sendet? Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Freundliche GrüßeInes
2
Eileen
Moin Moin,unser Unternehmen war vor kurzem auf einer Messe. Hier haben wir im Nachhinein eine Liste aller Teilnehmer mit Vor- und Nachname sowie Unternehmensnam e erhalten. Alle Messeteilnehmer wurden auch informiert, dass diese Daten an die Aussteller weitergeleitet werden. Ist es uns als Aussteller jetzt erlaubt einmalig an die Besucher eine Danke-Mail mit einem Messegutschein zu versenden? Die E-Mail-Adressen entnehmen wir den Websiten der Besucher.Freundliche Grüße,Eileen
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lol
https://www.google.com/
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Oehli
Gern möchte ich zu Punkt 10 noch einen weiteren Anbieter empfehlen: Quentn (www.quentn.com) In Deutschland ansässig und absolut DSGVO-konform.
1
Michael
... würde mich sehr freuen, wenn noch jemand auf die berechtigte Frage von Alex (14.05.2018) antworten würde!
1
Gast
klassischer Fall von Bullshit made in EU - jetzt werden alle Mail Accounts nur noch mit Spam wie hey unsere neue Datenschutzerkl ärung und Anfragen bezüglich Einwilligungen geflutet und lahm gelegt. Ich möchte nicht wissen, wie hoch der volkswirtschaft liche Schaden in der EU wegen so einem groben Unfug ist. Die ersten Kunden fangen schon an ihre Mail Accounts vollständig zu löschen. Im aktuellen Fall von heute früh hat ein Kunde über 63814 erhaltene Mails bezüglich der DSGVO, überwiegend Mails im Sinne von unsere neue Datenschutzerkl ärung und Newsletter Einwilligungen, geklagt. Der Kunde war für zwei Wochen im Urlaub und kommt jetzt nicht mehr an seine Mails ran, da der Download noch immer anhält und kein Ende des Transfers mit seiner 768 kbit/s DSL Leitung auf dem Land in Sicht ist. Vielleicht hätte die EU hier einmal fachkundige und sachkundige Personen im Vorfeld zu rate ziehen sollen, bevor solch abstruse Lösungen geschaffen werden.
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Alex
Im Hinblick auf die DSGVO:Welches ist die "beste" Methode um von Bestands-Abonnenten (zur Sicherheit) noch einmal eine Einwilligung zu erfragen?Noch mal eine DoubleOptIn-Mail verschicken, in der auf den Grund hingewiesen wird?Und dann alle rausschmeißen, die zu einem Stichtag nicht reagiert haben?Hintergrund meiner Frage ist, dass ich bereits verschiedene Newsletter gesehen haben, in denen auf ein Formular verlinkt worden ist, in dem alle Daten wieder eingetragen werden musste. Und erst wenn alles eingetragen und eingewilligt wurde, war man wieder im Newsletter.
0
Markus
Wie sieht es bei einer in Deutschland betriebenen Webseite aus, wenn den Newsletter ein Nicht-EU-Bürger anfordert. Z.B. ein Amerikaner.Muss dann zwingend auch Double Opt in umgesetzt werden oder reicht dann auch Single Opt in? Oder umgekehrt gefragt: kann sich der Amerikaner in Deutschland auf das deutsche Double Opt In berufen, auch wenn das in Amerika nicht vorgeschrieben ist.
1
Lena
Hallo, ja es wäre klasse wenn die Frage von Jonathan beantwortet würde , reicht ein solcher Text auch ?
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Heni
schade, kein Feedback auf Jonathans Frage
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Jonathan
Brauche ich bei der Newsletter Anmeldung eine Checkbox, in der der User den Hinweis aktiv bestätigt. Meines Erachtens ist es hinreichend, den Text über den Anmeldebutton zu zeigen ohne dass der User es separat bestätigen muss.Der Hinweis wäre ja in etwa wie folgt:"Ja, ich möchte regelmäßig Informationen zu Angeboten sowie spannende News rund um Fa. XY per E-Mail erhalten. Den Datenschutzhinw eis [Link] habe ich zur Kenntnis genommen. Durch Klick auf „Zum Newsletter anmelden“ abonniere ich den kostenlosen Newsletter. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen."
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Johny
Aha, ist es wirklich so schwierig einen Bestätigungslin k zu klicken?
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Johny
Wer soll denn den Link sonst geklickt haben?
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Matthias Thiermann
Eigentlich ist das ja wieder so ein gesetzgeberisch er Bullshit, der da breit gequarkt wird. Wie viel Promille schreiben falsche E-Mail Adressen in eine Newsletter Anmeldung rein? Sie wissen, dass max. eine Mail ankommt, die bestätigt werden muss. Den Adressbesitzer kann man so nicht wirklich ärgern. Der ganze SPAM kommt ja nicht von Unternehmen, sondern von zwielichtigen Akteuren. Ergo wird hier Kapital und Zeit von Unternehmen eingefordert und verlangt, für etwas, das in der Masse gar nicht passiert - Belästigung durch diese. Ständig muss ich SPAM rausschippen und kein Gesetz hilft mir dabei und schützt davor! Aber einen Newsletter kann ich nur verteilen, wenn sich der Kunde persönlich bei mir mit Perso bei meiner Sekretärin vorstellt und einen dreifachen durchgeschlagen en Vertrag unterschreibt. Danke lieber Gesetzgeber! So geht Vergangenheit -4.0 - Willkommen auf dem Weg ins Gestern!
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Christine
Erst einmal vielen Dank für all die wichtigen Informationen. Aus meiner Sicht ist das größte Problem: "Sie müssen dies und den Klick des Empfängers auf den Link in der Bestätigungsmai l auch rechtssicher beweisen können." Wie bitte soll das gehen? Das Double-opt-in-Verfahren verfolgt doch schon das Ziel, dass der Empfänger, eine Mail mit einer Bestätigungsauf forderung an seine eigene Mailadresse erhält, damit nicht irgendein Dritter für ihn einen Newsletter abonnieren kann. Wie soll man denn beweisen, dass auch wirklich der Mailinhaber den Bestätigungslin k angeklickt hat? Beunruhigend finde ich in diesem Zusammenhang, dass die Gerichte ja offensichtlich selbst noch keine Vorstellung davon haben, wie diese Beweispflicht aussehen soll, dennoch aber massenhafte Abmahnungen möglich sind.
3
Heidemarie
Was ist mit Newsletter-Adressen die vor der Einführung des DOI generiert wurden und seit dem monatlich mit einem Newsletter beschickt werden? Muss hier nachträglich noch ein DOI eingeholt werden?
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Patrick Cornelissen
Werner sagte :
Die einzige halbwegs rechtssichere Variante wäre doch nur die, dass ein Newsletter-Interessent selber aktiv eine E-Mail von seinem eigenen Mail-Account aus an so einen Newsletter-Server schickt. Dies könnte auf einer Homepage, auf der ein Newsletter angeboten wird, z.B. über einen mailto://-Link realisiert werden.
Der Nachteil hier ist, dass bei vielen unbedarften Usern die Mailto Links nicht funktionieren, weil die zB. nur Webmail verwenden. Die könnten dann nicht so einfach Newsletter abonnieren und würden es dann in vielen Fällen wohl lassen.

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Werner
Zu Punkt 1: Im Grunde ist doch auch dieses Verfahren nicht wirklich rechtssicher. In ein Newsletter-Anmeldeformular kann man jede beliebige E-Mail-Adresse eintragen, also z.B. auch die eines verhassten Kollegen oder Chefs. Dieser Mensch wird dann haufenweise mit Opt-In-Mails zugeschüttet, obwohl er diese gar nicht angefordert hat. Auch das kann also schon als Spam gewertet und abgemahnt werden.Die einzige halbwegs rechtssichere Variante wäre doch nur die, dass ein Newsletter-Interessent selber aktiv eine E-Mail von seinem eigenen Mail-Account aus an so einen Newsletter-Server schickt. Dies könnte auf einer Homepage, auf der ein Newsletter angeboten wird, z.B. über einen mailto://-Link realisiert werden.Dass die Gerichte darauf noch nicht gekommen sind...? Ist wohl alles noch #Neuland.
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Rechtsanwalt Sören Siebert
Das geht, wenn man vorher alle Vorgaben von § 7 Abs3 UWG richtig umgesetzt hathttps://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html Was in der Praxis aber bei geschätzt 90% der Seiten/Shops nicht der Fall ist. Mehr Infos dazu im eRecht24 Mitgliederberei ch:Zum eRecht24 Mitgliederberei ch
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Sebastian
Ich habe eine Frage zu 5. Newsletter an Bestandskunden: immer mehr (deutsche) Plattformen schicken nach einer einmaligen Bestellung sofort einen Newsletter oder Gutscheincodes. Ist es zulässig dieses als opt-out anzubieten? Beispiel: Es gibt einen Lieferservice mit diesem Text:Tick this box if you would not like to receive [Firma] marketing offers and promotions via email and text. You can opt out at any time, and we promise never to sell your details to other businesses.
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Sam
Hallo. Ich wüsste mal gerne was Sie bei Punkt 2 mit "[...]Sie müssen dies und den Klick des Empfängers auf den Link in der Bestätigungsmai l auch rechtssicher beweisen können." meinen. Wie stellen Sie sich das vor, beziehungsweise was gilt als Beweis?Reicht es nicht, eine E-Mail mit Aktivierungslin k an die angegebene E-Mail-Adresse zu schicken und den GET Parameter (Aktivierungs ID) mit dem in der Datenbank gespeicherten zu überprüfen?
4
Gaby Engelbart
Aufgrund der niedrigen Bewertung wurde der Kommentar ausgeblendet Anzeigen Hallo zusammen. Danke dem Autor für einen interessanten Artikel. Das Thema des E-Mail-Marketings ist für mich aktuell und wirklich interessant. Ich habe vor kurzem noch einen Artikel zu diesem Thema gelesen: http://weiter-lesen.net/1937/besseres-e-mail-marketing/ Hoffe, das wird jemandem auch interessant zu lesen.
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Guest
Ihr habt unten einen kleinen fehler dort wird ein strong> tag angezeigt wollt nur drauf hinweisen ist auch nicht böse gemeint, und zwar ist das beim anmelde link für das Webinar.Grüße
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Rechtsanwalt Sören Siebert
Ja, wenn Sie die Daten nicht aus steuerrechtlich en oder buchhalterische n Gründen benötigen, etwa wenn der User auch Kunde bei Ihnen ist und etwas bestellt hat. Oder wenn Sie befürchten dass es zu rechtlichen Auseinandersetz ungen kommen kann. Aber dann müssen Sie die Daten zumindest sperren. Viele GrüßeeRecht24
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