Newsletter rechtssicher erstellen

11 Tipps zum Erstellen und Versenden von Newslettern

Fachlich geprüft von: Rechtsanwältin Annika Haucke Rechtsanwältin Annika Haucke
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Das Wichtigste in Kürze

  • Holen Sie die Einwilligung für das Versenden eines Newsletters immer per Double Opt In ein und protokollieren Sie die Einwilligung.
  • Nehmen Sie in jeden Newsletter die Möglichkeit auf, diesen wieder abzubestellen.
  • Denken Sie an Bilderlizenzen, korrekte Preisangaben und die Impressumspflicht.

Worum geht's?

Ein Newsletter ist auch in Zeiten von Instagram, Facebook und YouTube weiterhin für viele Unternehmen das erfolgreichste Werbemittel im Internet. Allerdings gibt es hier mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zahlreiche rechtliche Fallstricke, die häufig mit einer Abmahnungen des Newsletterversenders enden.Rechtliche Grundlagen für den Newsletter sollten daher unbedingt beachtet werden.

Bevor Sie Newsletter versenden, stellt sich oft die Frage: Wie komme ich eigentlich an Kontaktdaten potenzieller Kunden, die ich in meinen Verrteiler aufnehmen kann?
In der Praxis ist es gar nicht so einfach 5.000 oder 10.000 E-Mail-Adressen einzusammeln, deren Empfänger sich im Idealfall auch noch für Ihr Produkt oder ihre Dienstleistung interessieren.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Sie versenden einen Newsletter, in den sich die Kunden über ein Formular auf Ihrer Seite eintragen können.
  • Sie bieten Whitepaper oder Downloads an. Als Gegenleistung muss der Nutzer seine Kontaktdaten eingeben (meist seine E-Mail-Adresse) und eine Einwilligung in den Empfang von Mails erklären.
  • Sie kaufen E-Mail-Adressen ein. 

Der wichtigste Grundsatz: Sie brauchen in allen drei Fällen die ausdrückliche Einwilligung des Empfängers, um Ihren E-Mail-Newsletter erstellen und versenden zu dürfen. Um Ihren Newsletter rechtssicher zu erstellen, sollten Sie die folgenden 11 Tipps für den Versand von Newslettern beachten.

 

1. Newsletter Anmeldeformular nach DSGVO

Der erste Schritt im E-Mail-Marketing sollte sein, das Formular für die Newsletter-Anmeldung rechtssicher zu gestalten. Schon hier schleichen sich viele Fehler ein. Wie muss also ein Anmeldeformular für einen Newsletter aussehen, das den Anforderungen an den Datenschutz nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) aussehen?

Eintragefeld

Hier können Sie freiwillig alle möglichen Daten der Empfänger für den Newsletter abfragen. Pflichtfeld sollte aber nur die E-Mail-Adresse sein. Denn nur die E-Mail-Adresse brauchen Sie, um E-Mails an den Abonnenten zu senden. Sonstige Informationen wie Name, Alter oder Adresse sind freiwillige Angaben, der Empfänger kann das Feld also auch freilassen.

Wozu nutzen Sie die Daten?

Wollen Sie einen Newsletter erstellen, müssen Sie die Abonnenten darauf hinweisen, was Sie mit den Daten genau tun.

„Wir nutzen Ihre E-Mail-Adresse um Ihnen den Newsletter für Firma XYZ zuzusenden“.

Hinweis auf Häufigkeit der Mailings

Weisen Sie darauf hin, wie häufig die Abonnenten E-Mails von Ihnen erhalten werden.

„Wir nutzen Ihre E-Mail-Adresse um Ihnen 14tägig den Newsletter für Firma XYZ zuzusenden.“

Stellen Sie Ihre Newsletter-Software dar

Wenn Sie den Newsletter erstellen, aber nicht selbst versenden wollen, können Sie dies über Newsletter-Tools oder eine entsprechende Software für Newsletter (Newsletter2go, MailChimp, Klick Tipp, GetResponse usw.) tun. 

Dazu sollten Sie den Anbieter/die Software darstellen. Dies ist wichtig, da die Nutzerdaten nicht direkt bei Ihnen gespeichert werden, sondern an den Newsletter-Tool-Anbieter übertragen werden.

"Wir nutzen zum Versand unserer Software Newsletter-Anbieter XYZ."

Schließen Sie einen AV Vertrag mit dem Anbieter ab

Direkt können Sie einen Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AV-Vertrag) nur mit Anbietern in der EU abschließen. Möchten Sie für den Newsletter-Versand unbedingt einen US-Anbieter verwenden? Dann prüfen Sie beim Newsletter Erstellen bitte, ob diese überhaupt eine DSGVO-konforme Umsetzung erlauben.

Schließen Sie Standardvertragsklauseln mit ihnen ab und führen Sie eine Risikoabwägung bei der Newsletter-Erstellung durch. Mehr Informationen dazu erhalten Sie auch in unserem Artikel "Neue Standardvertragsklauseln: Das müssen Sie jetzt tun". 

Verlinken Sie auf Ihre Datenschutzerklärung

Wollen Sie einen Newsletter erstellen, spielt der Datenschutz eine entscheidende Rolle. Formulieren Sie in Ihrer Datenschutzerklärung einen detaillierten Passus zur Datenerhebung und zum Umgang mit den Daten Ihrer Nutzer im Rahmen des Newsletter-Versands. Verlinken Sie aus dem Formular auf Ihre Datenschutzerklärung.

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Praxis-Tipp:

Bei eRecht24 Premium finden Sie eine Vorlage mit fertigen Mustertexten für DSGVO-konforme Newsletter-Eintrageseiten.

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2. Die Einwilligung: Versenden von Newsletter nur mit Double Opt In (DOI)

Wenn Sie Newsletter erstellen und anschließend versenden wollen, muss der Empfänger mit dem Bezug einverstanden sein. Das bedeutet, Sie brauchen grundsätzlich die Einwilligung der Abonennten. Das gilt sowohl gegenüber Verbrauchern (B2C) als auch gegenüber Unternehmern (B2B).

In Deutschland gilt bei E-Mail-Werbung und beim Newsletter gemaß DSGVO das sogenannte Opt-in-Verfahren. Das war vor der DSGVO so und hat sich auch mit den Entwicklungen der Datenschutzgrundverordnung nicht geändert.

Danach muss der Endverbraucher explizit einer Kontaktaufnahme per E-Mail ausdrücklich einwilligen, da Sie sich andernfalls als Unternehmer bei einer nicht erlaubten Kontaktaufnahme wettbewerbswidrig verhalten und abgemahnt werden können. Dies gilt nach einer Entscheidung des BGH (Az.: I ZR 218/07) bereits beim einmaligen Versand einer unerwünschten Werbe-E-Mail.

Die Gerichte fordern hier das so genannte Double-Opt-In Verfahren: Die Abonennten müssen dabei für eine Anmeldung die Einwilligung nochmals bestätigen, bevor der Newsletter-Versand über den E-Mail-Server an die Abonnenten zulässig wird.

Nur so kann gewährleistet werden, dass auch wirklich der Verbraucher die Einwilligung für die Newsletter-E-Mails erteilt hat und die zunächst erklärte (Single) Opt-In nicht von einem Dritten stammt.

Allerdings gibt es hier im Detail zahlreiche weitere Punkte im E-Mail-Marketing zu beachten. So fordern die Gerichte beispielsweise, dass Sie als Versender die Newsletter-Einwilligung auch genau protokollieren und im Zweifel vor Gericht nachweisen kann.

In der Bestätigungsmail sollten Sie keine Werbung oder weitere Angebote einbinden. Lediglich der Bestätigungstext, der Bestätigungslink und ein Impressum sollten beim rechtssicheren E-Mail-Marketing enthalten sein.

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Sören Siebert
Sören SiebertRechtsanwalt

3. Kann eine Einwilligung auch wieder erlöschen?

Wollen Sie einen rechtssicheren Newsletter erstellen, sollten Sie auch beachten, dass eine einmal wirksam erteilte Einwilligung durch Zeitablauf auch automatisch wieder erlöschen kann.

Wenn beispielsweise im Jahr 2018 eine Einwilligung für das Zusenden von Werbe-E-Mails erteilt wurde, dann darf die erste E-Mail NICHT erst vier Jahre später beim Empfänger eintreffen. Die Einwilligung für den Newsletter ist dann erloschen. Zumindest sieht das beispielsweise das Amtsgericht Bonn (Az.: 104 C 227/15) so.

Wichtig: Nur durch die DSGVO ist eine vorher wirksame Newsletter-Einwilligung nicht erloschen. Diese ist auch weiterhin wirksam.

4. Genaue Protokollierung der Einwilligung

Für ein rechtssicheres E-Mail-Marketing sollten Sie die Einwilligung des Empfängers für den Newsletter-Versand in jedem Fall protokollieren, um diese bei eventuellen Abmahnungen oder gerichtlichen Streitigkeiten auch beweisen zu können. Dabei genügt es nicht, das Double-Opt-In-Verfahren anzubieten, Sie müssen dies und den Klick des Empfängers auf den Link in der Bestätigungsmail auch rechtssicher beweisen können.

Diese Problematik ist den meisten Versendern von E-Mails mit Werbung – zumindest bis zur ersten Abmahnung – jedoch nicht bekannt. Um zu beweisen, dass der Newsletter nicht ohne Einwilligung versandt wurde, sollten Sie folgende Daten speichern:

  • Zeitpunkt und IP-Adresse der Newsletteranmeldung
  • Inhalt der Bestätigungs-E-Mail
  • Zeitpunkt und IP-Adresse des Klicks auf den Bestätigungslink

5. Anonyme Nutzungsmöglichkeit für den Empfänger

Aus Datenschutzsicht ist der E-Mail-Versender auch nach der DSGVO verpflichtet, bei der Anmeldung zum Newsletter-Abonnement so wenig Daten wie nötig vom Kunden zu erheben.

Achten Sie daher, wenn Sie den Newsletter erstellen, darauf dass der Interessent das Recht hat, den Newsletter allein durch Eingabe seiner E-Mail-Adresse zu erhalten. Personenbezogene Daten wie Name, Adresse etc. sollten daher freiwillige Angaben im Newsletter-Marketing bleiben.

6. Möglichkeit der Abbestellung nicht vergessen!

Laut IT-Recht muss der Newsletter abbestellbar sein. Dazu genügt beim E-Mail-Marketing in der Regel, wenn dem Verbraucher am Ende einer E-Mail die Möglichkeit gegeben wird, sich durch Klicken eines Links vom Newsletter-Empfang zu lösen. Dies können Sie bereits einplanen, wenn Sie den E-Mail-Newsletter erstellen.

Genauso einfach muss es dem E-Mail-Empfänger möglich sein, sich per E-Mail oder auf einem anderen Weg (telefonisch, postalisch etc.) an Sie als Werbetreibenden zu wenden, um sich aus dem Verteiler wieder austragen zu lassen.

7. Newsletter an Bestandskunden

Wollen Sie für Bestandskunden einen Newsletter erstellen und versenden, gelten andere Regelungen. Um Abonnenten, zu denen bereits ein Geschäftskontakt besteht, auch ohne Einwilligung Newsletter zukommen zu lassen, müssen Sie die Voraussetzungen des § 7 Abs.3 UWG einhalten.

Eine Newsletter-Zusendung per E-Mail ist dann zulässig, wenn:

  1. ein Unternehmer im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung vom Kunden seine elektronische Postadresse erhalten hat
  2. der Unternehmer die Adresse zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet
  3. der Kunde der Verwendung nicht widersprochen hat
  4. der Kunde bei Erhebung der Adresse (also bei der 1. Bestellung) und bei jeder Verwendung klar und deutlich darauf hingewiesen wird, dass er der Verwendung jederzeit widersprechen kann, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.

Hinzu kommt dann noch eine zeitliche Grenze für das Versenden der E-Mail, die von den Gerichten leider unterschiedlich ausgestaltet ist. Länger als zwei Jahre sollte die letzte Bestellung Ihres Kunden aber nicht her sein.

Sicherer ist es aber im E-Mail-Marketing, wenn Sie die Einwilligung in Werbung per E-Mail bei Aufnahme der Geschäftsbeziehungen ausdrücklich einholen. Auch an dieser Regelung hat die DSGVO nichts geändert.

8. Denken Sie bei der Verwendung von Bildern an Nutzungsrechte

Wollen Sie einen Newsletter erstellen und verwenden im Rahmen Ihrer E-Mail-Werbung Inhalte wie Produktfotos oder sonstige Bilder zum Anpreisen der eigenen Waren, so dürfen Sie diese nur verwenden, wenn Ihnen gemäß § 31 UrhG vom jeweiligen Urheber ein entsprechendes Nutzungsrecht eingeräumt wurde.

Wenn Sie einen Newsletter erstellen, ist also – insbesondere auch bei der Verwendung von Bildern unter einer Creative Commons Lizenz - konkret darauf zu achten, dass auch die gewerbliche Nutzung des Bildes gestattet ist. Umfassende Informationen zum Thema Bildrechte und Co. im Internet finden Sie in unserem Artikel "Das Wichtigste zum Urheberrecht im Jahr 2022".

9. Korrekte Preisangaben inklusive Liefer- und Versandkosten

Die Preisangabenverordnung (PAngV) verfolgt den Zweck, eine sachlich zutreffende und vollständige Preiswahrheit und Preisklarheit zu gewährleisten. Als Betreiber eines Online Shops müssen Sie daher gem. §1 Abs. 2 PAngV genau angeben, dass zusätzlich Liefer- und Versandkosten anfallen und dass der Preis bereits die gesetzliche Mehrwertsteuer enthält. Dies gilt auch im E-Mail-Marketing und dementsprechend auch, wenn Sie einen Newsletter erstellen.

Dem Verbraucher soll es so ermöglicht werden, die Preise der verschiedenen Online-Händler möglichst einfach vergleichen zu können, um damit seine Stellung gegenüber Handel und Gewerbe zu stärken.

Zu den Preisangaben gehören: Preis, Hinweis auf die MwSt., Hinweis auf Versandkosten,  Grundpreise. Praktisch sieht das dann so aus:

0,5 Liter Berliner Fassbrause
1,19 Euro inkl. MwSt.
zzgl. 2,80 Euro Versand
Preis pro Liter: 2,38 Euro

Seit 28. Mai 2022 sieht die neue Preisangabenverordnung (PAngV) für eine bessere Preistransparenz auf Webseiten oder wenn Sie einen Newsletter versenden vor, dass Grundpreise als verbindliche Mengeneinheit in Litern oder Kilogramm angegeben werden müssen.

Zu der Neuerung zählt auch der neue § 11 PAngV. Dieser sieht u. a. für Ihren Newsletter vor, dass Sie bei Werbung mit Preisermäßigungen einen vorherigen Verkaufs- oder Gesamtpreis angeben müssen. Dieser muss sich nach dem niedrigsten Gesamtpreis richten, den Sie in den letzten 30 Tagen für die Ware vom Verbraucher gefordert haben.

Die Preise können Sie durch Gegenüberstellung oder prozentualen Abzug transparent machen. Nutzen Sie für Ihre Werbung Formulierungen wie „2 + 1 gratis“, findet die Neuerung des PAngV keine Anwendung. Gleiches gilt für die Werbung mit UVPs.

Anmerkung: Wenn Sie einen Newsletter erstellen, müssen Sie bei Werbung keine Preise angeben. Wenn Sie dies in den E-Mails aber tun, dann denken Sie daran, dass die Preise immer vollständig sein müssen.

10. Impressumspflicht besteht auch im Rahmen des Newsletters

Wie bereits erwähnt handelt es sich beim E-Mail-Newsletter um einen Telemediendienst. Daher besteht auch für Sie als Anbieter die Notwendigkeit, gem. § 5 TMG innerhalb der E-Mail-Werbung Namen und Anschrift sowie eine E-Mail-Adresse zur „schnellen elektronischen Kontaktaufnahme“ im Rahmen des Impressums anzugeben.

Entsprechend einer Entscheidung des OLG München (Az.: 29 U 2681/03) ist es dabei auch ausreichend, wenn das Impressum über zwei Klicks erreicht werden kann. Dabei genügt ein Link in den Werbe-E-Mails zum Impressum auf der Firmenwebseite.

Mehr Informationen zum Thema Impressum lesen Sie in unserem Artikel "Impressumspflicht: 7 wichtige Fragen zum Impressum für Webseiten".

11. Softwareempfehlungen

Welche E-Mail-Marketing-Software können Sie zum rechtssicheren Versenden Ihrer Newsletter nutzen? Wichtig ist, dass der Anbieter der Marketing-Automation Ihnen die Möglichkeit geben muss, die Punkte 1-9 einfach und dauerhaft zu erfüllen. Auf der sicheren Seite sind Sie darüber hinaus bei einem Newsletter-Tool, dessen Anbieter in Deutschland oder zumindest im europäischen Raum ansässig ist.

Praxis-Tipp

Fast alle großen E-Mail-Newsletter-Anbieter haben zur DSGVO/GDPR eine eigene Informationsseite. Fragen Sie aber im Zweifel beim Anbieter Ihrer Wahl nach, wie es mit der Umsetzung der Vorgaben der DSGVO/GDPR im Rahmen des E-Mail-Marketings konkret aussieht.

Nachfolgend eine Liste empfehlenswerter Anbieter in alphabetischer Reihenfolge:


 Umfassende Informationen zum Thema "Website rechtssicher gestalten" finden Sie in unserem Artikel "So erstellen Sie 2022 abmahnsichere Webseiten".

Rechtsanwalt Sören Siebert
Sören Siebert
Rechtsanwalt und Gründer von eRecht24

Rechtsanwalt Sören Siebert ist Gründer von eRecht24 und Inhaber der Kanzlei Siebert Lexow. Mit 20 Jahren Erfahrung im Internetrecht, Datenschutz und ECommerce sowie mit mehr als 10.000 veröffentlichten Beiträgen und Artikeln weist Rechtsanwalt Sören Siebert nicht nur hervorragende Fach-Expertise vor, sondern hat auch das richtige Gespür für seine Leser, Mandanten, Kunden und Partner, wenn es um rechtssichere Lösungen im Online-Marketing und B2B / B2C Dienstleistungen sowie Online-Shops geht. Neben den zahlreichen Beiträgen auf eRecht24.de hat Sören Siebert u.a. auch diverse Ebooks und Ratgeber zum Thema Internetrecht publiziert und weiß ganz genau, worauf es Unternehmern, Agenturen und Webdesignern im täglichen Business mit Kunden ankommt: Komplexe rechtliche Vorgaben leicht verständlich und mit praktischer Handlungsanleitung für rechtssichere Webseiten umsetzen.

Rechtsanwältin Annika Haucke
Annika Haucke
Rechtsanwältin

Annika Haucke ist Rechtsanwältin und Journalistin (Freie Journalistenschule). Als Fachredakteurin von eRecht24 bereitet sie Beiträge verständlich auf und gibt praxisnahe Handlungsempfehlungen. Rechtsanwältin Haucke ist auf Medienrecht spezialisiert und hat darüber hinaus mehrjährige redaktionelle Erfahrung in weiteren Rechtsgebieten, z.B. Steuer-und Medizinrecht. Seit 2013 veröffentlichte sie eine Vielzahl von Artikeln und Ratgebern, u. a. bei Stiftung Warentest, Tagesspiegel Background und Computerwoche.

Faraday
Das stimmt so leider nicht. Der Absender ist einfach fälschbar. Daher ist auch in diesem Fall das Double-Opt-In notwendig, da andernfalls auf die beschriebene Art und Weise ein Dritter einen Newsletter für eine beliebige Person abonnieren könnte.
10
Johny
Nein, denn dadurch, dass der Interessent der Absender ist, wird die E-Mail ja schon verifiziert.
6
Johny
So ein Schwachsinn, woher sollen die Mails bitte kommen? Die einzigen Probleme gibt es nur mit Unternehmen, die sich nicht rechtzeitig vorbereitet haben - selber Schuld.
0
Maria
Hallo,ich bin neu im Thema und etwas verwirrt. Darf ich irgendeiner Email-Adresse, die ich im Internet finde, ein Email verschicken, in der ich (kurz) erkläre wer ich bin und was ich mache und "Einwilligung" für das Verschicken eines Newsletters bitte? Oder zählt das schon als "Werbung"? Und wenn die Person mir dann mit "JA" antwortet, habe ich dann eine schriftliche Einwilligung und kann den Newsletter verschicken? Vielen DankMaria
4
Sonia
Hallo,Ich hab Fragen.... in diesem Artikel steht, man sollte den DOI beim Newsletter genau protokollieren (Punkt 4), 1. Wie geht das bei Mailchimp?2. Wird eine Email in Mailchimp doch erst in die Audience aufgenommen, wenn der Anmeldende den DOI-Link angeklickt hat. Vorher nicht. d.h. DOI muss erfolgt sein, wird aber nicht protokolliert bei Mailchimp. Oder sehe ich das nur nicht?Bin dankbar für jede Antwort!
2
Ines
Hallo zusammen, ist das Double-Opt-in-Verfahren auch dann Pflicht, wenn der Interessent eine E-Mail mit dem Inhalt "ich möchte Ihren Newsletter erhalten" sendet? Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Freundliche GrüßeInes
5
Eileen
Moin Moin,unser Unternehmen war vor kurzem auf einer Messe. Hier haben wir im Nachhinein eine Liste aller Teilnehmer mit Vor- und Nachname sowie Unternehmensnam e erhalten. Alle Messeteilnehmer wurden auch informiert, dass diese Daten an die Aussteller weitergeleitet werden. Ist es uns als Aussteller jetzt erlaubt einmalig an die Besucher eine Danke-Mail mit einem Messegutschein zu versenden? Die E-Mail-Adressen entnehmen wir den Websiten der Besucher.Freundliche Grüße,Eileen
2
lol
https://www.google.com/
-5
Oehli
Gern möchte ich zu Punkt 10 noch einen weiteren Anbieter empfehlen: Quentn (www.quentn.com) In Deutschland ansässig und absolut DSGVO-konform.
4
Michael
... würde mich sehr freuen, wenn noch jemand auf die berechtigte Frage von Alex (14.05.2018) antworten würde!
4
Gast
klassischer Fall von Bullshit made in EU - jetzt werden alle Mail Accounts nur noch mit Spam wie hey unsere neue Datenschutzerkl ärung und Anfragen bezüglich Einwilligungen geflutet und lahm gelegt. Ich möchte nicht wissen, wie hoch der volkswirtschaft liche Schaden in der EU wegen so einem groben Unfug ist. Die ersten Kunden fangen schon an ihre Mail Accounts vollständig zu löschen. Im aktuellen Fall von heute früh hat ein Kunde über 63814 erhaltene Mails bezüglich der DSGVO, überwiegend Mails im Sinne von unsere neue Datenschutzerkl ärung und Newsletter Einwilligungen, geklagt. Der Kunde war für zwei Wochen im Urlaub und kommt jetzt nicht mehr an seine Mails ran, da der Download noch immer anhält und kein Ende des Transfers mit seiner 768 kbit/s DSL Leitung auf dem Land in Sicht ist. Vielleicht hätte die EU hier einmal fachkundige und sachkundige Personen im Vorfeld zu rate ziehen sollen, bevor solch abstruse Lösungen geschaffen werden.
-3
Alex
Im Hinblick auf die DSGVO:Welches ist die "beste" Methode um von Bestands-Abonnenten (zur Sicherheit) noch einmal eine Einwilligung zu erfragen?Noch mal eine DoubleOptIn-Mail verschicken, in der auf den Grund hingewiesen wird?Und dann alle rausschmeißen, die zu einem Stichtag nicht reagiert haben?Hintergrund meiner Frage ist, dass ich bereits verschiedene Newsletter gesehen haben, in denen auf ein Formular verlinkt worden ist, in dem alle Daten wieder eingetragen werden musste. Und erst wenn alles eingetragen und eingewilligt wurde, war man wieder im Newsletter.
5
Markus
Wie sieht es bei einer in Deutschland betriebenen Webseite aus, wenn den Newsletter ein Nicht-EU-Bürger anfordert. Z.B. ein Amerikaner.Muss dann zwingend auch Double Opt in umgesetzt werden oder reicht dann auch Single Opt in? Oder umgekehrt gefragt: kann sich der Amerikaner in Deutschland auf das deutsche Double Opt In berufen, auch wenn das in Amerika nicht vorgeschrieben ist.
6
Lena
Hallo, ja es wäre klasse wenn die Frage von Jonathan beantwortet würde , reicht ein solcher Text auch ?
2
Heni
schade, kein Feedback auf Jonathans Frage
0
Jonathan
Brauche ich bei der Newsletter Anmeldung eine Checkbox, in der der User den Hinweis aktiv bestätigt. Meines Erachtens ist es hinreichend, den Text über den Anmeldebutton zu zeigen ohne dass der User es separat bestätigen muss.Der Hinweis wäre ja in etwa wie folgt:"Ja, ich möchte regelmäßig Informationen zu Angeboten sowie spannende News rund um Fa. XY per E-Mail erhalten. Den Datenschutzhinw eis [Link] habe ich zur Kenntnis genommen. Durch Klick auf „Zum Newsletter anmelden“ abonniere ich den kostenlosen Newsletter. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen."
9
Johny
Aha, ist es wirklich so schwierig einen Bestätigungslin k zu klicken?
3
Johny
Wer soll denn den Link sonst geklickt haben?
4
Matthias Thiermann
Eigentlich ist das ja wieder so ein gesetzgeberisch er Bullshit, der da breit gequarkt wird. Wie viel Promille schreiben falsche E-Mail Adressen in eine Newsletter Anmeldung rein? Sie wissen, dass max. eine Mail ankommt, die bestätigt werden muss. Den Adressbesitzer kann man so nicht wirklich ärgern. Der ganze SPAM kommt ja nicht von Unternehmen, sondern von zwielichtigen Akteuren. Ergo wird hier Kapital und Zeit von Unternehmen eingefordert und verlangt, für etwas, das in der Masse gar nicht passiert - Belästigung durch diese. Ständig muss ich SPAM rausschippen und kein Gesetz hilft mir dabei und schützt davor! Aber einen Newsletter kann ich nur verteilen, wenn sich der Kunde persönlich bei mir mit Perso bei meiner Sekretärin vorstellt und einen dreifachen durchgeschlagen en Vertrag unterschreibt. Danke lieber Gesetzgeber! So geht Vergangenheit -4.0 - Willkommen auf dem Weg ins Gestern!
21
Christine
Erst einmal vielen Dank für all die wichtigen Informationen. Aus meiner Sicht ist das größte Problem: "Sie müssen dies und den Klick des Empfängers auf den Link in der Bestätigungsmai l auch rechtssicher beweisen können." Wie bitte soll das gehen? Das Double-opt-in-Verfahren verfolgt doch schon das Ziel, dass der Empfänger, eine Mail mit einer Bestätigungsauf forderung an seine eigene Mailadresse erhält, damit nicht irgendein Dritter für ihn einen Newsletter abonnieren kann. Wie soll man denn beweisen, dass auch wirklich der Mailinhaber den Bestätigungslin k angeklickt hat? Beunruhigend finde ich in diesem Zusammenhang, dass die Gerichte ja offensichtlich selbst noch keine Vorstellung davon haben, wie diese Beweispflicht aussehen soll, dennoch aber massenhafte Abmahnungen möglich sind.
4
Heidemarie
Was ist mit Newsletter-Adressen die vor der Einführung des DOI generiert wurden und seit dem monatlich mit einem Newsletter beschickt werden? Muss hier nachträglich noch ein DOI eingeholt werden?
7
Patrick Cornelissen
Werner sagte :
Die einzige halbwegs rechtssichere Variante wäre doch nur die, dass ein Newsletter-Interessent selber aktiv eine E-Mail von seinem eigenen Mail-Account aus an so einen Newsletter-Server schickt. Dies könnte auf einer Homepage, auf der ein Newsletter angeboten wird, z.B. über einen mailto://-Link realisiert werden.
Der Nachteil hier ist, dass bei vielen unbedarften Usern die Mailto Links nicht funktionieren, weil die zB. nur Webmail verwenden. Die könnten dann nicht so einfach Newsletter abonnieren und würden es dann in vielen Fällen wohl lassen.

4
Werner
Zu Punkt 1: Im Grunde ist doch auch dieses Verfahren nicht wirklich rechtssicher. In ein Newsletter-Anmeldeformular kann man jede beliebige E-Mail-Adresse eintragen, also z.B. auch die eines verhassten Kollegen oder Chefs. Dieser Mensch wird dann haufenweise mit Opt-In-Mails zugeschüttet, obwohl er diese gar nicht angefordert hat. Auch das kann also schon als Spam gewertet und abgemahnt werden.Die einzige halbwegs rechtssichere Variante wäre doch nur die, dass ein Newsletter-Interessent selber aktiv eine E-Mail von seinem eigenen Mail-Account aus an so einen Newsletter-Server schickt. Dies könnte auf einer Homepage, auf der ein Newsletter angeboten wird, z.B. über einen mailto://-Link realisiert werden.Dass die Gerichte darauf noch nicht gekommen sind...? Ist wohl alles noch #Neuland.
1
Rechtsanwalt Sören Siebert
Das geht, wenn man vorher alle Vorgaben von § 7 Abs3 UWG richtig umgesetzt hathttps://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html Was in der Praxis aber bei geschätzt 90% der Seiten/Shops nicht der Fall ist. Mehr Infos dazu im eRecht24 Mitgliederberei ch:Zum eRecht24 Mitgliederberei ch
2
Sebastian
Ich habe eine Frage zu 5. Newsletter an Bestandskunden: immer mehr (deutsche) Plattformen schicken nach einer einmaligen Bestellung sofort einen Newsletter oder Gutscheincodes. Ist es zulässig dieses als opt-out anzubieten? Beispiel: Es gibt einen Lieferservice mit diesem Text:Tick this box if you would not like to receive [Firma] marketing offers and promotions via email and text. You can opt out at any time, and we promise never to sell your details to other businesses.
4
Sam
Hallo. Ich wüsste mal gerne was Sie bei Punkt 2 mit "[...]Sie müssen dies und den Klick des Empfängers auf den Link in der Bestätigungsmai l auch rechtssicher beweisen können." meinen. Wie stellen Sie sich das vor, beziehungsweise was gilt als Beweis?Reicht es nicht, eine E-Mail mit Aktivierungslin k an die angegebene E-Mail-Adresse zu schicken und den GET Parameter (Aktivierungs ID) mit dem in der Datenbank gespeicherten zu überprüfen?
4
Gaby Engelbart
Aufgrund der niedrigen Bewertung wurde der Kommentar ausgeblendet Anzeigen Hallo zusammen. Danke dem Autor für einen interessanten Artikel. Das Thema des E-Mail-Marketings ist für mich aktuell und wirklich interessant. Ich habe vor kurzem noch einen Artikel zu diesem Thema gelesen: http://weiter-lesen.net/1937/besseres-e-mail-marketing/ Hoffe, das wird jemandem auch interessant zu lesen.
-12
Guest
Ihr habt unten einen kleinen fehler dort wird ein strong> tag angezeigt wollt nur drauf hinweisen ist auch nicht böse gemeint, und zwar ist das beim anmelde link für das Webinar.Grüße
1
Rechtsanwalt Sören Siebert
Ja, wenn Sie die Daten nicht aus steuerrechtlich en oder buchhalterische n Gründen benötigen, etwa wenn der User auch Kunde bei Ihnen ist und etwas bestellt hat. Oder wenn Sie befürchten dass es zu rechtlichen Auseinandersetz ungen kommen kann. Aber dann müssen Sie die Daten zumindest sperren. Viele GrüßeeRecht24
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