Empfehlung:
Anzeige

PayPal-Nutzer informierten die Verbraucherzentralen

Die Verbraucherzentralen erhielten von Betroffenen Informationen über massive Probleme mit PayPal. Häufig wurden Nutzerkonten scheinbar grundlos gesperrt. 21 bis 180 Tage kann eine Sperrung andauern. Für die Freischaltung des eingefrorenen Kontos verlangt PayPal Personalausweiskopien, Elektrizität- oder Lieferantenrechnungen, Versandbelege oder Handelsregistereinträge. Diese Dokumente müssen oft ins Ausland gefaxt oder auf den Postweg zugesendet werden.

Der Zahlungsabwickler erklärt gegenüber der Berliner Zeitung, dass Konten grundsätzlich nur bei Vorliegen wichtiger Gründe vorübergehend eingeschränkt werden. Sie wollen mit dieser Maßnahme Geldwäsche, Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen und unberechtigte Zugriffe auf Nutzerkonten verhindern. Den meisten Kunden sei es möglich, das Konto innerhalb weniger Tage wieder uneingeschränkt nutzen zu können, erklärt PayPal weiter.

Intransparente Klauseln in den Nutzungsbedingungen

Die Klage der Verbraucherzentralen umfasst nicht nur die scheinbar grundlosen Kontosperrungen, sondern auch intransparente Klausen in den Nutzungsbedingungen und unzulässige Schadensersatz- und Haftungsregeln. Im Januar kündigte PayPal-Sprecher Anuj Nayar an, dass Änderungen für mehr Kundenfreundlichkeit angestrebt werden. Mitte Mai wurden die deutschen Nutzungsbedingungen aktualisiert und einige umstrittene Aussagen herausgenommen.

Kontosperrung wegen kubanische Produkte

Im Jahr 2011 war PayPal wegen Konflikten mit Onlinehändlern in den Schlagzeilen. Es ging unter anderem um Onlineshops, die kubanische Waren anboten. Der Betreiber der Seiten Bardealer.de ging vor Gericht, weil sein Konto von PayPal gesperrt wurde. Erst als das Betreiberunternehmen einen sogenannten Payment-Blocker für kubanische Produkte auf der Seite installierte, wurde die Kontosperre wieder aufgehoben. Wegen derartiger Konflikte mit dem Zahlungsabwickler bietet beispielsweise die Rossmann GmbH seit September 2011 keine PayPal-Zahlungen mehr an.

Fazit:

Nachdem Betroffene gegenüber den Verbraucherzentralen häufig über massive Probleme mit PayPal berichteten, klagen die Verbraucherzentralen nun gegen den bekannten Zahlungsabwickler. Anfang des Jahres wurde seitens PayPal erklärt, dass es Änderungen geben werden würde, die mehr Kundenfreundlichkeit bieten. Nach der Umsetzung Mitte Mai kritisieren Verbraucherschützer weiterhin intransparente Klauseln und scheinbar grundlose Kontosperrungen.

Anzeige
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Autokauf im Internet: Ist die Beschreibung als “Bastlerfahrzeug” ein Gewährleistungsausschluss? Auf vielen Plattformen wie eBay Motors, mobile.de oder autoscout 24 werden häufig Fahrzeuge als „Bastlerfahrzeug“ angeboten werden. Dadurch sollen Gewährleistun...
Weiterlesen...
Verkaufen auf Amazon: Das müssen Händler zu AGB, Vertragstexten und Widerruf wissen Viele Betreiber von Online-Shops nutzen Amazon bzw. den Amazon-Marketplace als zweites Standbein oder verkaufen sogar ausschließlich bei Amazon. Leider sind ger...
Weiterlesen...
Achtung Abmahnung: Wie muss der Bestellbutton beschriftet werden? Immer wieder kommt es vor, dass Onlinehändler wegen der falschen Beschriftung des Buttons abgemahnt werden, mit welchem der Kunde die Bestellung abschließt. D...
Weiterlesen...
Neue Widerrufsbelehrung: Die ersten Abmahnungen sind da Lange hat es nicht gedauert. Am 13.06. trat das neue Widerrufsrecht in Kraft. Nur wenige Tage später rollt die erste Abmahnwelle gegen Händler, die noch keine...
Weiterlesen...
Internationale Zuständigkeit Jedes Gericht wendet nur das eigene, nationale IPR an. Es muss also vorher gefragt werden, ob ein deutsches Gericht überhaupt zuständig für die Lösung eines F...