Fotolia: Abmahnung trotz Urhebernennung im Impressum

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Die korrekte Kennzeichnung von Fotos ist leider ein Dauerbrenner. Bei den aktuellen Abmahnungen geht es um Bilder von fotolia. Fotolia schreibt, es genügt wenn der Fotograf im Impressum benannt wird. Einige Fotografen, die Ihre Bilder über Fotolia anbieten sehen das aber anders und lassen Fotolia-Kunden kostenpflichtig abmahnen.

Abmahnung trotz Fotolia-Lizenz und Quellenangabe? 

Einige Fotografen, die ihre Bilder über fotolia.de anbieten sind der Auffassung, die Kennzeichnung mit dem Namen des Fotografen muss direkt am Bild erfolgen. Dazu mahnt die Kanzlei Pixel.Law aktuell im Namen von Fotografen ab, die diese Kennzeichnung nicht direkt an den Bildern vornehmen. Die geforderte Kosten für Abmahnung und Lizenzschaden betragen ca. 1250 Euro.

Wichtig:

Die aktuelle Abmahnung hat nichts mit der Kennzeichnung „© fotolia“ zu tun. Hier geht es um die Benennung des Urhebers, also des Fotografen.

Wer hat Recht?

Das ist schwer zu sagen. Das deutsche Urheberrecht geht davon aus, dass die Kennzeichnung "in unmittelbarem Zusammenhang zum Werk" erfolgen muss. Was das genau für die Kennzeichnung auf Webseiten bedeutet ist aber bisher nicht verbindlich durch die Gerichte entschieden.

Andererseits wissen die Fotografen, dass Fotolia vereinbart, dass die Urheberkennzeichnung auf den Impressums-Seiten der Nutzer genügt. Hieraus könnte man im Falle einer Abmahnung eventuell einen Missbrauchsvorwurf konstruieren. Meiner Einschätzung nach ist aber völlig offen, wie die Gerichte hier entscheiden werden.

Was können Sie als Webseitenbetreiber tun?

1. Sie kalkulieren das Risiko einer Abmahnung ein, verfolgen die Entwicklung der Rechtsprechung dazu und tun erst einmal nichts.

2. Sie nehmen den Aufwand und die Kosten einer Anpassung Ihrer Website, des Shops und des CMS in Kauf, um diese Angaben direkt am Bild dazustellen.

Kommentare  
Jacques
+1 # Jacques 05.11.2018, 16:34 Uhr
Vergessen dazu zu schreiben die Bilder von Fotolia gehen über nach Adobe.
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Carsten
+1 # Carsten 07.11.2018, 19:34 Uhr
Die Frage von Jacques interessiert mich auch. Der Urheber ist ja immer noch der "Fotograf", aber was ist den erworbenen Lizenzen zur Nutzung von Fotolia? Bei den FAQs bzgl. der Einstellung von Fotolia gibt es keine Infos.
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Jacques
+1 # Jacques 05.11.2018, 16:33 Uhr
Ab 05.11.2019 hört Fotolia auf, wenn ich Bilder von Fotolia benutze auf der Website und sogar bei diese Bilder der "" geschrieben habe - wie handhabe ich das nach der 05.11.2019?
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Lennart
+1 # Lennart 02.11.2018, 17:23 Uhr
Immer noch nichts neues dazu?
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S.Werner
+1 # S.Werner 03.02.2018, 21:00 Uhr
Angabe der Urheber bei iStockphotos:
istockphoto.com unterscheidet schon ab der Standardlizenz zwischen der Nutzung von kommerziellen und redaktionellen Zwecken.
Dabei ist lt. istockphoto.com bei Nutzung von Bilder in kommerziellen Zwecken (z.B.Webseite) die Angabe des Urhebers nicht erforderlich.
Dies ist nur bei Inhalte für redaktionelle Zwecke erforderlich.
(Kapitel 7. Geistige Eigentumsrechte)

iStock übernimmt die folgenden Gewährleistungen:
(siehe Kapitel 9. Gewährleistung)
iStock bestätigt damit nochmals, dass bei sachgemäßer Nutzung der Bilder keine Urheberrechte verletzt werden.
Vermutlich hat iStock das mit den Urhebern geklärt, eine Erklärung dafür steht aber nicht zur Verfügung.

https://www.istockphoto.com/de/legal/license-agreement
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Wolfram
+1 # Wolfram 03.05.2018, 10:55 Uhr
zitiere S.Werner:

Dabei ist lt. istockphoto.com bei Nutzung von Bilder in kommerziellen Zwecken (z.B.Webseite) die Angabe des Urhebers nicht erforderlich.
Dies ist nur bei Inhalte für redaktionelle Zwecke erforderlich.


Aber wer sagt, dass eine kommerzielle Website nicht auch redaktionelle Inhalte haben kann? Was ist dann?
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Wolfram
+1 # Wolfram 03.05.2018, 11:09 Uhr
Ok, ich beantworte es mir selbst: https://www.anwalt.de/rechtstipps/fotorecht-wann-liegt-eine-redaktionelle-nutzung-vor_097542.html

Wenn die Website Geld verdienen oder zu Geschäftsabschlüssen dienen soll, ist von einer kommerziellen Nutzung auszugehen. Kommerziell schlägt dan redaktionell.
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M. Goldbeck
+1 # M. Goldbeck 27.12.2017, 14:08 Uhr
Ich habe an dieser Stelle eine Frage zu den Bilder von Adobe Stock, die soweit ich weiß, ja den Bilderpool von Fotolia nutzen.

Dort steht eindeutig unter den Vereinbarungen (5.2) für Bildanbieter, dass die Käufer den Namen nennen können, aber dieses nicht müssen. Wenn ein Fotograf seine Bilder über Adobe Stock vertreibt, dann ist er doch auch mit der Vereinbarung einverstanden, oder sehe ich das falsch? Wäre ich als Nutzer von Adobe Stock somit nicht vor Abmahnungen geschützt?

https://helpx.adobe.com/de/stock/contributor/help/content-usage.html

Anbietervereinbarung:
http://www.adobe.com/content/dam/acom/en/legal/servicetou/Adobe_Stock_Contributor_Agreement-en_US-20160721_1200.pdf
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Rechtsanwalt Sören Siebert
+1 # Rechtsanwalt Sören Siebert 29.12.2017, 13:54 Uhr
[quote name="M. Goldbeck"]Wenn ein Fotograf seine Bilder über Adobe Stock vertreibt, dann ist er doch auch mit der Vereinbarung einverstanden, oder sehe ich das falsch?/quote]

So kann man argumentieren. Das betrifft die Möglichkeit des Abgemahnten gegenüber dem Abmahner. Diese Frage wurde aber in diesem Fall nicht gerichtlich geklärt.

Die 2. Frage ist, hat man als Abgemahnter Ansprüche gegenüber fotolia/adobe, da man sich als Nutzer ja an deren Vorgaben gehalten hat. Hier hat fotolia in Nr.7 eine Haftunsgfreistellung definiert:
de.fotolia.com/Info/Agreements/StandardLicense
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Ein Nutzer
+2 # Ein Nutzer 11.12.2017, 22:50 Uhr
Vielleicht sollte man Fotolia haftbar machen, da hier falsch beworben wurde. Ich sehe es mal so, Fotolia hat einen Vertrag mit den Fotografen und verkauft die Rechte weiter. Sind dort falsche Angaben gemacht worden, dann liegt an dieser Stelle ein Vertragsbruch mit den Kunden vor, wofür Fotolia haftbar zu machen wäre.
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Rechtsanwalt Sören Siebert
+3 # Rechtsanwalt Sören Siebert 14.06.2016, 10:20 Uhr
Nachvollziehen können das die wenigsten. Wenn das Urheberrecht aber sagt, "Kennzeichnung am Werk", was sollen die Gerichte dann dazu sagen?

Und "praxisfern" war noch nie ein Argument für Gerichte. Es ist auch praxisfern, in Berlin Mitte Fußgänerampeln auf rot zu schalten und zu hoffen, dass dann keine Fußgänger mehr auf die Straße laufen. Wird man erwischt, muss man aber trotzdem zahlen.
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TG
+5 # TG 14.06.2016, 10:14 Uhr
Ich kann diese Kennzeichnung am Bild nicht nachvollziehen. Man muss vielleicht zwischen Print und Web unterscheiden. Bei Print mag es unter Umständen noch gehen, doch welcher Web-Designer sollte denn ein Interesse haben, Bildmaterialien von Fotolia zu verwenden, wenn neben oder gar im Bild Fotograf und am besten gar noch der Name des Bildes eingebunden werden soll? Wie soll das bei Fotomontagen gehen, die mehrere Elemente aus Fotolia verwenden? Milieubilder, Header, Background, Templates etc. alles mit Fußnoten? Das ist doch praxisfern.
Nein danke, dann lieber einen Fotografen engagieren und die Rechte bei mir haben. Pech für die Fotografen, die auf Fotolia verkaufen wollen.
Diese Abmahnpraxis ist geschäftsschädigend sowohl für Käufer, wie auch Verkäufer auf solchen Fotoplattformen.

Im Impressum hingegen, habe ich beste Möglichkeiten - wenn es sein muss, für jede Seite - einen ausführlichen Hinweis zum Fotoportal, Fotograf, Foto und Link zu hinterlassen. Marketingtechnisch doch ein prominenter Platz. Und, seien wir doch mal ehrlich, es ist für einen Interessierten doch einfacher einem Link zu folgen, als mit der Lupe die Winzschrift auf einem Bild zu entziffern, um dann unter Umständen einen kryptischen Künstlernamen zu erkennen, ohne zu wissen, wo er oder sie seine/ihre Fotos zum Download anbietet.
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