Das EuGH-Urteil: Sind alle Facebook Fanpages ab sofort rechtswidrig?

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Der DSGVO-Stress ist noch in vollem Gange, da kommt der nächste Knaller: Das Urteil, das der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 05. Juni 2018 veröffentlich hat sagt, dass Facebook Fanpage Betreiber für mögliche Datenschutzverstöße etwa beim Tracking auf der Plattform mitverantwortlich sind. Müssen nun alle Facebook-Fanpages abgeschaltet werden und droht eine riesige Klage- oder Abmahnwelle?

Was war Hintergrund des aktuellen Facebook-Urteils?

Es ging im Ausgangsfall darum, dass das Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein das Betreiben seiner Facebook Fanpage untersagt hat. Mehr Informationen zu den Hintergründen des Falles finden Sie hier:

Facebook Fan-Seiten: Betreiber sind nicht für Datenschutz verantwortlich

Facebook und Fanpages: Wer ist für den Datenschutz verantwortlich?

Zusammengefasst ging es um die Tracking-Funktionen von Facebook Insight, die dafür notwendigen Cookies und die Frage, ob allein Facebook datenschutzrechtlich dafür verantwortlich ist oder auch die Betreiber der Fanpages, die diese und vergleichbare Facebook-Features nutzen.

Vor den deutschen Gerichten hat die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein stets gegen die Datenschützer gewonnen. Die Gerichte sahen hier stets Facebook in der Verantwortlichkeit. Die Datenschützer gaben aber nicht klein bei, so landete der Fall vor dem EuGH.

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Was hat der EuGH denn nun genau entschieden?

Die wichtigsten Passagen aus der Pressemitteilung des EuGH lauten:

„Der Betreiber einer Facebook-Fanpage ist gemeinsam mit Facebook für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Besucher seiner Seite verantwortlich.“

„Sodann befindet der Gerichtshof, dass ein Betreiber wie die Wirtschaftsakademie als in der Union gemeinsam mit Facebook Ireland für die fragliche Datenverarbeitung verantwortlich anzusehen ist.“

„Nach Ansicht des Gerichtshofs kann der Umstand, dass ein Betreiber einer Fanpage die von Facebook eingerichtete Plattform nutzt, um die dazugehörigen Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, diesen (Anm: den Fanpage-Betreiber) nicht von der Beachtung seiner Verpflichtungen im Bereich des Schutzes personenbezogener Daten befreien.“

Quelle:
PRESSEMITTEILUNG Nr. 81/18
Gerichtshof der Europäischen Union
Luxemburg, den 5. Juni 2018
https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2018-06/cp180081de.pdf

Es folgen dann weitere Ausführungen des EuGH dazu, dass das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz durchaus auch gegen Facebook Irland direkt hätte vorgehen können.

Was jetzt ggf. auch geschehen könnte, wenn man Facebook wirklich zum Handeln zwingen wollte.

Aber ist es nicht unfair, die Fanpage Betreiber verantwortlich zu machen, Facebook verdient doch das Geld mit den Daten?

Ja, es ist unfair, dass die Untätigkeit von Facebook in Sachen Datenschutz nun auf dem Rücken Hunderttausender Facebook Fanpage-Betreiber ausgetragen wird. Und es ist ärgerlich, dass die Behörden nicht konsequent gegen Facebook selbst vorgegangen sind, um das Unternehmen zu datenschutzkonformen Umgang mit Nutzerdaten zu zwingen. Stattdessen wurde eine Art Stellvertreterkrieg gegen Facebook Fanpage-Betreiber vom Zaun gebrochen, der nun die Existenzen zahlreicher Unternehmen nicht nur aus der Social Media Branche bedrohen kann.

Andererseits: Natürlich profitieren die Betreiber der Fanpages direkt oder indirekt auch von der Reichweite des Netzwerkes. In vielen Fällen stecken ausschließlich wirtschaftliche Überlegungen hinter dem Betrieb einer professionellen Facebook-Seite.

Da Facebook und die Betreiber von Fanpages an der Plattform verdienen, erscheint die Verteilung der Verantwortlichkeit aus Sicht der Richter nur konsequent. Aber: Den Fanpage-Betreibern stehen im Gegensatz zu Facebook momentan keine praktikablen Ansätze zur Verfügung, diese Urteil auch umzusetzen.

Sören Siebert
Sören SiebertRechtsanwalt

Was bedeutet das Urteil denn nun genau?

Eine mögliche Sichtweise ist:

Der EuGH hat (vereinfacht gesagt) geurteilt, dass jeder Betreiber einer Facebook-Fanpage auch für Datenschutzverstöße von Facebook verantwortlich gemacht werden kann. Auch dann, wenn er den Umgang von Facebook mit den Nutzerdaten in der Praxis kaum oder gar nicht beeinflussen kann.

Dann wäre das Abschalten der eigenen Facebook-Fanpage die einzige Möglichkeit, rechtlichen Konsequenzen zu entgehen. Zumindest bis Facebook hier für das Nutzertracking auf Facebook und Webseiten eine DSGVOkonforme Lösung zur Verfügung stellt.

Die andere Sichtweise:

Ganz so wild ist das alles nicht. Der EuGH hat betont, „dass die amerikanische Gesellschaft Facebook und ... deren irische Tochtergesellschaft Facebook Ireland als „für die Verarbeitung“ der personenbezogenen Daten... „Verantwortliche“ anzusehen sind.“

Abmahnungen und behördliches Vorgehen gegen die Fanpage-Betreiber könnten deshalb unverhältnismäßig, da man sich nun mit weiteren Maßnahmen zunächst an Facebook halten müsste.

Zudem muss nun in der Sache auch erst einmal wieder das Bundesverwaltungsgericht den Fall zu Ende führen. Wobei dieses grundsätzlich an die Entscheidungen des EuGH gebunden ist, allerdings auch einen eigenen Beurteilungsspielraum in bestimmten Punkten besitzt.

Und was sollen Betreiber von Facebook Fanpages jetzt konkret tun?

  1. Wenn Sie jedes rechtliche Risiko scheuen, sollten Sie Ihre Fanpage deaktivieren.
  2. Wenn Sie etwas risikofreudiger sind, warten Sie ab, ob ggf. das Bundesverwaltungsgericht der Sache noch einen neuen Aspekt hinzufügen wird.

Der einzig sinnvolle Weg, die Daten der Nutzer und die wirtschaftlichen Interessen der Fanpage-Betreiber in Einklang zu bringen wäre natürlich, dass Facebook nun reagiert und verstärkt über den Umgang mit den Daten der Nutzer informiert und auf datenschutzkonforme Prozesse setzt.

Wie wahrscheinlich dies ist, kann aktuell aber niemand vorhersagen.

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Aber das Urteil betrifft doch die Rechtslage vor der DSGVO?

Das stimmt, hilft als Argument in der Sache aber nicht. Es geht um die allgemeine Frage der datenschutzrechtlichen Verantwortlichkeit im Sinne der EG-Datenschutzrichtlinie. Die Argumente des EuGH sind auch im Rahmen der DSGVO anwendbar.

Zudem benennt die DSGVO nun ebenfalls Fälle der "gemeinsamen Verantwortlichkeit". Das Urteil des EuGH gilt also erst Recht im Rahmen der Geltung der DSGVO. 

 

Kommentare  
Paddy
+17 # Paddy 06.06.2018, 01:01 Uhr
Ich gehe auch erst einmal den "Risikofreudigeren" Weg - wir ihr das nennt.
Für meine Zwecke sehe ich einfach kein Risiko.
Genau wie bei den Websites.
Wieso sollte ich jetzt auf einmal eine Abmahnung bekommen weil ich mich JETZT nicht mehr an den Datenschutz halte? Wobei es ja verstärkt wurde.
Es gibt weiterhin hunderte/tausende Websites die noch kein Datenschutz-Update haben.
In den mir bekannten Vereinen wird die DSGVO ebenfalls falsch oder gar nicht umgesetzt.
Unternehmen fragen weiterhin nicht am Telefon nach dem Einverständnis ob meine Daten verarbeitet werden dürfen etc.

Daher sehe ich es einfach gelassen.
Ich hoffe einfach die Abmahnanwälte bekommen kein Geld durch ihre Abmahnungen sodass die Kleinbetriebe, Bäcker, Friseure, etc. nicht alle so übertrieben reagieren müssen.
Sobald es mehr Klagen gibt zu den o.g. Fällen werden die Leute ja auch reagieren.

Eigentlich ein Müll, dass wir da in Richtung Amerika zusteuern, wo überall Aufkleber sind weil man sonst ja verklagen kann dass Red Bull keine Flügel verleiht :D

Total Bescheuert.
Der Erstkontakt mit fremden Personen sollte niemals Geld kosten. Ist doch die Person selbst Schuld wenn sie einen Anwalt kontaktiert.
Genau so wenn ich zugeparkt werde und auch erstmal die Abschleppkosten zahlen muss.
Einfach ein dämliches System!
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Hansjürgen Schuster
+67 # Hansjürgen Schuster 06.06.2018, 08:06 Uhr
Die EU und Deutschland sind auf dem Weg in die mediale Steinzeit! Wirklichkeitsfremd und unter Schutz der Abmahnindustrie. Dafür jede Menge bürokratische Knechterei, insbesondere für viele kleinere Betriebe, um den überzogenen Regelungen irgendwie nachzukommen. - Was ich heute für einen Aufwand für den Betrieb meiner Webseite in Zeit und Geld bei nicht ausschließbaren Restrisiken aufwenden muss, ist unverhältnismäßig.

Aber es sind nicht nur die DSGVO und das neue EuGH-Urteil. Der Trend für deutlich mehr Bürokratie ist auch auf anderen Rechtsgebieten feststellbar. Geknechtet werde ich beispielsweise auch durch überzogene Neuregelungen des Geldwäschegesetzes. Was kommt als nächstes? Eine gesetzliche Tagebuchverpflichtung nach amtlichen Muster? - Bei der nächsten Wahl werde ich auch diese Entwicklung in die Entscheidungsfindung mit einfließen lassen.
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Marie
+5 # Marie 12.06.2018, 20:15 Uhr
Hallo Herr Schuster, Sie sprechen mir aus der Seele!!! Unter dem Deckmantel, unsere Daten schützen zu wollen, werden Abmahnindustrie und Datenschutzbeamte auf den Thron gehoben. Wirklich traurig im 21. Jahrhundert!
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Jouane-C Pascalle
-2 # Jouane-C Pascalle 13.06.2018, 12:46 Uhr
Sehr geehrter Herr Schuster,

auch ich stimme Ihnen voll zu.
Deutschland ist, meiner Meinung nach, noch nie auch nur im Ansatz aus dieser Steinzeit herausgekommen und die "Geschäftsführung" dieses (wenn man es heute überhaupt noch so benennen kann) Landes interessiert sich nicht im geringsten für KMUs deren Rücken solch ein Land eigentlich trägt.

Für mich sieht es so aus das diese "Geschäftsführung" nur daran interessiert ist und alle in den Ausverkauf zu bringen und uns allesamt zu verhökern damit zum Schluss nur noch drei oder fünf Großkonzerne das sagen haben an denen diese "Geschäftsführung" Millionen verdienen kann. Diese drei bis fünf Konzerne bestimmen dann ob Menschen und Familien unter einer Brücke überleben oder verrecken dürfen, ganz ungeachtet der Tatsache wer denn einige dieser Grußkonzerne überhaupt gründete, wurden diese immer weiter kräftig auf dem Rücken vieler Menschen und Kinder bezuschusst und subventioniert mit und auf dem Rücken der Menschen.

Ich denke, wenn nicht bald die Menschen begreifen wie sie, erst recht seit 2000, verschaukelt werden, dann können uns so und so nur noch die Hacker und Kräcker helfen wenn es ihnen gelingen würde dieser Fatalen "Geschäftsführung" eines solchen "Landes" heimlich künstliche Intelligenz zu implentieren.

Hört sich sicherlich sehr Pessimistisch an, ist aber meinerseits gar nicht bezweckt denn es gäbe auch noch eine andere Möglichkeit...

Wir werfen einfach, und das in jedem Fall, über den Großstätten mit Bombern tonnenweise Gehirn ab...

Eine wesentliche effizienter Sache wäre jedoch sicherlich wenn alle KMUs in diesem "Lande" einfach mal für ca. drei bis sechs Monate Ihre Arbeit komplett einstellen würden. Für viele hiesige KMUs wäre das mittlerweile so oder so schon kein Beinbruch mehr da sie mittlerweile selbst nur noch am Hungertuch nagen müssen und bald Bankrott sind.
Da wäre doch wirklich kein Verlust einfach schnell mal Harz4 zu bekommen, sowohl für die jeweiligen Betreiber wie auch samt allen Mitarbeitern. Übrigens, Harz4 wurde auch in einem Großkonzern erfunden der von "Menschen" gegründet wurde über die man sich besser keine Gedanken macht denn Laut unserer "Volks-Geschäftsführung" soll das ja ein Wohlstands-Konzern sein...

Über die Ausländischen Firmeneinkäufer möchte ich mich an dieser Stelle erst gar nicht äußern...

Und ja, auch ich bin seit 2000, mittlerweile und erst recht seit DS-GVO dafür:
Abschaffung sämtlicher KMUs in diesem "Land"
Abschaffung des Internet in diesem "Land"
Investition eines mindestens sechzig Meter hohen Zaunes um dieses "Land", mit maximal zwei, in jedem Fall jedoch schwer bewachten, Tor durchfahrten (immerhin würde dieser Zaun ja auch die ganzen nichtbestätigten Umwelteinflüsse stoppen können
Abschaffung sämtlicher Energieerzeugung (auch Windmühlen hinterlassen entsprechenden Müll, auch E-Autos hinterlassen unsagbaren Dreck, und so weiter...)

Uns schon wäre jegliches Problem gelöst.
Kein Mensch würde mehr irgend welche Werbung benötigen (es ist ja schon derzeit nicht mehr möglich ohne Abmahnung und straffrei werben zu können wenn man lediglich nur ein unwichtiger KMU ist), Menschen könnten endlich wieder zu Ihrem wirklichen Sexual- und Lebensrhythmus zurück finden.

Das wäre doch eine sehr erholsame Gesellschaft in der man nun endlich eine solche völlig verfehlte "Kasperle-Geschäftsführung" zu Teufel jagen könnte...


Aber Hauptsache jeder hat sein Smartphone und wenn möglich von MAC, angefressenen Äppeln oder iPhone, unterstützt vom Kasperle der Puppenkiste mit Ratschlägen wie man es nicht machen sollte und, ganz wichtig, mit Tipps zum Fußball anstelle tatsächlicher Informationen und einer Möglichkeit die ganzen Kasperle Monatlich zu ersetzen.

Das war eine Meinung eines Menschen der dieses "Land" auch schon vor 2000 erleben und leben durfte...
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Willi
0 # Willi 16.06.2018, 22:04 Uhr
Hallo Jouane…

gut geschrieben aber leider ist der Hintergrund zu anspruchsvoll und vermutlich lesen derzeit so gut wie asschlißlich face-book-ler, was willst du da schon erwarten???

ein Beispiel für solche face-book-ler habe ich aus den realen leben...

eine junge freu wunderte sich warum sie auf einmal so viel Werbung bekam und ich fragte sie ob sie vielleicht bei einem Händler irgendeine karte genommen hätte, was sie mit einem stolzen ja beantwortete...
und sagte tasächlich: eyyy, meinst du echt das liegt an der karte?; na und wenn schon..., woher sollen die denn dann wissen wer ich bin....

Ja, mir blieb einfach nur noch die spucke wech und ich dachte "?!?!?!".

aber auch die hatte ein suuuuper toles iPhone was einen haufen Geld kostete und alle was sie überhaupt konnte war mit face-book irgend etwas fabrizieren wovon sie nichteinmal wusste was sie da eigentlich machte...

also, dsgvo, wozu das wenn schätzungsweise 80% Anwender und Anwenderinnen so und so nicht wissen was sie machen...

willi
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Mirko Struck
+53 # Mirko Struck 06.06.2018, 10:55 Uhr
Eine Bankrotterklärung der EU Politik und der ausführenden Organe! Hier wird doch faktisch vor Facebook & Co kapituliert weil denen offensichtlich niemand (direkt) zu Leibe rücken will, um die Umsetzung der Gesetze (ich erspare mir an der Stelle einen Kommentar zur Sinnhaftigkeit so mancher Gesetze) durchzusetzen - oder es traut sich schlicht keiner!

Statt dessen schieben die Richter die (Mit)Verantwortung auf die kleinen Firmen die Fanpages betreiben, ohne dass die Betreiber überhaupt einen Einfluss darauf haben!

Folgt man der Logik müssten zukünftig auch Busfahrgäste zur Rechenschaft gezogen werden wenn der Busfahrer ein Verkehrsdelikt begeht oder der Bus nicht in Ordnung ist, immerhin profitiert ja der Fahrgast auch von der Busverbindung... Wie armselig ist also die Argumentation die diesem Urteil zu Grunde liegt?

Derjenige der die Plattform zur Verfügung stellt muss auch verantwortlich sein, dass alles in Ordnung ist, nicht der Nutzer der gar keinen Einfluss auf die Plattform hat!

Was wollen die Richter also damit bezwecken? Statt einen Riesen direkt anzugreifen werden jetzt lieber stückchenweise die Kleinen gegängelt und durch (oft dubiose) Abmahnvereine mit Strafen dazu genötigt die Fanpages am besten abzuschalten.

So wird dann in Folge langsam ein stetig steigender wirtschaftlicher Druck auf Facebook ausgeübt und dadurch wird Facebook letztendlich sicher zum Reagieren gezwungen: keine Fanpages = keine Einnahmen für Werbung = finanzielle Einbußen für Facebook.

Wird also sicher funktionieren, nur eben geschieht das alles auf dem Rücken der Fanpage Betreiber! Denn was passiert am Ende mal wieder: die tollen neuen Gesetze/Verordnungen (oder wie immer das heute so schön heißt) erreichen nur eines: die Großen (die nämlich darauf pfeifen, das Aussitzen, die Fanpages online lassen weil sie stark genug sind notfalls sogar Strafen zu zahlen) werden gestärkt aus der Sache raus gehen! Nur die Kleinen sind mal wieder benachteiligt weil die entweder aus Vorsicht die Seiten abschalten oder empfindliche Strafen riskieren, die für einem kleinen Fanpagebetreiber schnell auch empfindlich werden können… von dem zusätzlichen und mal wieder völlig unnötigen Mehraufwand durch dieses ganze Theater mal ganz abgesehen!

Wann erkennen die Richter und Politiker das endlich und machen ihren Job richtig, nämlich indem sie Gesetze schaffen und Urteile sprechen die uns wirklich nutzen, statt wie zuletzt immer wieder am Ende nur behindern, zusätzliche und unnötige Arbeit machen und oft sogar schaden indem nicht selten Existenzen bedroht werden?
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Jan
+7 # Jan 12.06.2018, 12:56 Uhr
Mirko, Dein Vergleich hinkt stark. Die Fahrgäste sind Facebooks User, Passanten sind die sonstigen getrackten Web-User.

Ins rechte Bild gesetzt: Es wäre, als ob man die auf dem Bus Werbenden für den abgelaufenen TÜV haftbar machen würde. Und so wird fast wieder ein Schuh draus: Wenn ich bei dem Unternehmen werbe (oder über das Unternehmen bei Fahrgästen und Passanten), kann ich mich auch dafür interessieren, ob das Unternehmen lautere Methoden benutzt, bzw verlangen, dass es das tut. Natürlich möchte ich mich eigentlich automatisch darauf verlassen können, dass es das tut. Wenn ich aber zum Busunternehmen Günstigtours gehe, weil ich die sexy finde, die den Markt aufrollen und alle Gäste kostenlos mitfahren lassen und auf einmal alle Busse betreiben, dann darf ich mich nicht wundern, wenn ich als Werbekunde dafür mit verantwortlich gemacht werde, dass irgendwann der TÜV abgelaufen ist, weil es darum geht, die Werbung möglichst vielen Passanten und Fahrgästen anzuzeigen, und nicht darum, die StVO zu achten...

Naja, der Vergleich hinkt auch sehr, so ist das mit Bildern, sie hängen oft schief.

Und ja, die DSGVO ist großer Quatsch, nicht umsetzbar, wird vor allem Anwälte und deren Partner begünstigen. Aber auch ja, wir brauchten so etwas wie die DSGVO, für die unter die Räder gekommene Privatsphäre und den Ausverkauf der Nutzerdaten kam sie auf den letzten Drücker. Nur fehlt ihr das Fingerspitzengefühl und schert Facebook und kleine Unternehmen und Kaninchenzüchtervereine über einen Kamm. Irgendwo auch fair, aber nicht umsetzbar.

PS: Richter machen keine Gesetze, sondern wenden sie an. Urteile sind dann ein Resultat dieser Gesetze. Und nur wenns Deutungslücken gibt, wird die Lücke mit Deutung gefüllt. Das DSGVO ist eine einzige Deutungslücke, aber die Richter interpretieren den "Geist" des Gesetzes, und der ist eben so wie mein Bus-Bild oben zeigt.
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Computermanni
-3 # Computermanni 06.06.2018, 11:45 Uhr
Ich frage mich die ganze Zeit, wie es denn ist, wenn bei einem kleinen Verein ind seiner Datenschutzrichtlinie erklärt, selbst keine Dienste bei den sozialen Medien bnutzen, das es sich um private Aktivitäten einzelner Fans oder Mitglieder handelt. Inwieweit geht so eine Privatperson ein Risiko ein?
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Guest
+11 # Guest 06.06.2018, 12:31 Uhr
Eine andere Seite von RA Dr. Thomas Schwenke bietet mit seinem Generator für Datenschutzerklärungen die Möglichkeit, Social Media Fan Seiten mit aufzunehmen (https://datenschutz-generator.de/). Ist das auch zukünftig für den hier angebotenen Generator geplant?
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Rechtsanwalt Sören Siebert
+8 # Rechtsanwalt Sören Siebert 06.06.2018, 22:35 Uhr
Die Datenschutzerklärung auf einer Webseite löst das Problem, um das es in diesem Urteil geht nicht. Es geht ja um das tracking auf den Facebook-Seiten.

Ein Schritt wäre eine spezielle Datenschutzerklärung für die Facebook Fanpage. Damit wäre aber das Problem an sich auch nicht gelöst, sondern allenfalls ein (kleiner) Teil davon, nämlich dass die Fanpage Betreiber als mitverantwortliche über die Datenverwendung informieren müssen. Es bleiben aber noch diverse andere - nach momentaner Lage für die Fanpage-Betreiber praktisch gar nicht lösbare - Fragen.

Schreibt übrigens auch der Kollege Schwenke in seinem sehr guten Beitrag hier:
www.allfacebook.de/policy/eugh-urteil

Aber wir sind an dem Thema dran...
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Thomas
+15 # Thomas 07.06.2018, 17:35 Uhr
Hallo Herr Siebert,

ist es nicht aber so, dass der EuGH insbesondere gerügt hat, dass das Unternehmen seine Nutzer nicht auf die Datenerhebung/-verarbeitung durch Facebook aufgeklärt hat? In diesem Falle wäre doch das Risiko diesbezüglich zumindest minimiert, wenn auf der Webseite ausdrücklich darauf hingewiesen wird. Insofern würde ich es als Ihr PREMIUM-Abonnent begrüßen, wenn Sie hierzu schnellstmöglich Textbausteine zur Verfügung stellen würden, damit zumindest der Informationspflicht genüge getan ist. :-)
Vielen Dank!
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Bettina
+4 # Bettina 12.06.2018, 16:45 Uhr
ja, es wäre gut einen Text zu haben, Danke, es frustrierend das Abo hier zu bezahlen und bei RA Schwenke for free fündig zu werden ...
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Peter
+3 # Peter 10.06.2018, 12:55 Uhr
zitiere Rechtsanwalt Sören Siebert :

Aber wir sind an dem Thema dran...


Beim Kollege Schwenke sind die Reaktionszeiten deutlich schneller!
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P. rühr
+4 # P. rühr 12.06.2018, 12:52 Uhr
Wieso soll ich für einen Umstand verantwortlich gemacht werden, für den es keine Lösung gibt? Die DSGVO kennt schließlich auch den Vorbehalt der Zumutbarkeit. Und ich finde, es ist den Fanpagebetreiber nicht zuzumuten für die Konzernpolitik von Facebook verantwortlich zu sein. Vermutlich lacht sich Facebook über das Urteil kaputt (wie viel Millionen betrifft die DSGVO - und wie viele Nutzer hat Facebook weltweit?). Europa bremst sich damit selbst aus und verliert den Anschluss. Kleiner Tipp zum nachdenken: Wer nicht bereit ist Daten zu geben, kann auf Dauer auch nicht erwarten, dass er Daten/Informationen bekommt. Wie oft nutzen wir Google u. Co als Auskunfts- und Informationsdienst?
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AZ
-1 # AZ 13.06.2018, 07:36 Uhr
Allerdings bietet Google auch schon seit vor dem DSGVO Inkrafttreten im Mai für alle, die deren Dienste nutzen (Analytics im Speziellen) und damit Daten sammeln, Datenverarbeiterverträge an. Das wäre auch eine Lösung für Facebook, verstehe ich persönlich nicht, warum da nicht längst ein Mustervertrag verfügbar ist. Da gibts ja auch digitale Lösungen. Vielleicht, weil sie doch nicht so gut mit den Daten umgehen, die sie durch uns sammeln, dass sie dafür vertragliche Verantwortung übernehmen wollen?
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Achim Schmidt
+9 # Achim Schmidt 06.06.2018, 12:54 Uhr
Ihre Sicht, lieber Rechtsanwalt, ist m. E. vollkommen falsch. Das Urteil beruft sich auf das nicht mehr geltende BDSG und nicht auf die DSGVO. Den "gemeinsam Verantwortlichen" gab es im BDSG aber nicht und wurde erst mit der DSGVO eingeführt. Diese definiert in Art. 26 Abs. 1 "Legen zwei oder mehr Verantwortliche gemeinsam die Zwecke der und die Mittel zur Verarbeitung fest, so sind sie gemeinsam Verantwortliche." Da der User weder Mittel noch Zwecke der Verarbeitung festlegen kann, fehlt die elementare Voraussetzung nach DSGVO für "Gemeinsam Verantwortliche".
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Moments4Ever
+4 # Moments4Ever 06.06.2018, 15:11 Uhr
Gäbe es als "Soforthilfe" einen dritten Weg? Und zwar einen Beitrag (den man an seiner Fanseite oben anpinnen kann) als Disclaimer etwa so:

DATENSCHUTZERKLÄRUNG:
Aktuelle Urteile geben den Fanseiten-Betreibern eine Mitverantwortung zum Datenschutz, es scheint aber noch einiges dazu in Bewegung zu sein. Bis es eine Lösung gibt, möchte ich folgendes feststellen:
Facebook - als Hoster dieser und anderer Fan-Seiten - speichert und verknüpft alle Daten, die es bekommen kann, u.a. jeden Kommentar, jeden Like und auch jedes Lesen eines Beitrags, und das personenbezogen! Wer das nicht möchte soll bitte diese Seite umgehend verlassen.
Das Berichtigen und Löschen der gespeicherten Daten - soweit mir das nicht möglich ist - steht in der Macht von Facebook. Anfragen zu Auskunft, Löschung, Berichtigung, Datenübertragung etc. sind an Facebook zu richten.
Als Laie ist es unzumutbar, auf alle 99 Kapitel der DSGVO einzugehen, daher sind diese im Sinne meiner Feststellung zu behandeln.

Ist natürlich laienhaft erstellt, aber vielleicht kann eRecht24 einen "rechtlich besseren" Text erstellen. Klar dass es keine Wirksamkeits-Garantie gibt aber besser als gar nichts, oder?
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Christian
+1 # Christian 07.06.2018, 09:03 Uhr
Moin, wir betreiben auch so eine Seite, welche das Unternehmen bewirbt. Diese Seite wird durch Administratoren gepflegt, welche gleichzeitig auch Angestellte des Unternehmen sind. Wie sieht es denn mit deren "Sicherheit" aus? Nicht das diese in einen evtl. Rechtsstreit mit einbezogen werden.
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Thorsten S.
+8 # Thorsten S. 07.06.2018, 10:37 Uhr
Seit Jahren predigen Politiker, Verbände & Konsorten darüber, dass ein Fachkräftemangel besteht. Die ganze Überbürokratismus und DSGVO-Wahn sorgt dafür, dass Fachkräfte im Mittelstand und bei Kleinunternehmen ihre eigentlichen Kernaufgaben nicht mehr zur Wertschöpfung des Unternehmens einsetzen können. Die Folgen sind absehbar und spürbar. Und jetzt wird das Versagen und die Untätigkeit der dafür verantwortlichen Stellen auf dem Rücken derer ausgetragen, die ohnehin schon starkt gebeutelt sind. Sauerei, die quittiert werden muss.
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Peter Pan
+2 # Peter Pan 07.06.2018, 12:10 Uhr
Krieg gegen Facebook.
Wenn ich mir nicht mehr zu helfen weiß, benutze ich einfach den Benutzer. Trauriges Urteil des EuGH. Das sich Datenschützer darüber freuen ist noch trauriger. Ein weiterer Versuch den Bürger mundtot zu machen?
Wir betreiben eine Feuerwehr Fanpage (ehrenamtlich und zum guten Zwecke) und werden diese wohl aufgeben müssen. Wir sind begeistert!
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Erhardt Meisner
0 # Erhardt Meisner 07.06.2018, 12:58 Uhr
Eigentlich ist Vieles am DSGVO sinnvoll, jedoch beziehen viele (ältere) Richter die Praxis nicht mit ein. Wie sollte man seine Facebook Fanpage deaktivieren oder löschen ohne den eigenen Facebook-Account zu löschen, wenn man keine Option hat bei Facebook reinzukommen ohne die neuen Datenschutzregelungen auf Facebook zu akzeptieren? Damit ist dieses Urteil praktisch ein Zwang den eigenen Facebook-Account zu löschen, denn ansonsten muss man die Facebook Regelungen hinnehmen. Das ist schlecht durchdacht von der EU und relativ gut durchdacht von Facebook. Ich denke, dass Facebook aufgrund seiner politischen Propaganda kein Problem damit hat, wenn Europäer weniger miteinander kommunizieren. Zuckerberg ist offensichtlich unfähig sich aus Politik rauszuhalten und anderen nicht seine Meinungen aufzuzwingen, deswegen liefert er Europäern keine Alternativen. Mein Vorschlag wäre ihn und andere Shareholder nicht in die EU einreisen zu lassen bis sie sich an die Gesetze in der EU halten. Wären es Verantwortliche eines anderen Unternehmens, dann wären sie bereits im Gefängnis oder hätten mit ihrem Vermögen dafür haften müssen. Warum gibt es bei Facebook eine Ausnahme? Weil man versucht unnötig nett zu sein? Weil man sich gezwungen fühlt? Facebook könnte das Problem innerhalb von einer Woche vollständig lösen, wenn man das wollte. Facebook macht es nicht, weil man dort kein Verständnis von Moral hat, sondern sich einredet eins zu haben.
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CBO
+1 # CBO 12.06.2018, 12:32 Uhr
Es gibt die Möglichkeit in den Einstellungen, die Fan-Page auf nicht sichtbar zu stellen.
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Iris Weinmann
+7 # Iris Weinmann 07.06.2018, 17:30 Uhr
Wie sieht es mit einem Datenschutzhinweis auf der Facebook Seite aus? Dr. Thomas Schwenke hat, wie ich finde hier ein gutes Beispiel aufgezeigt. Gibt es sowas auch von eRecht24 im Mitgliederbereich?
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Dirk
+4 # Dirk 12.06.2018, 11:31 Uhr
Eigentlich wäre alles ganz einfach: Facebook informiert die angemeldeten Nutzer in einer separat zu akzeptierenden Datenschutzerklärung. Der User kann diese akzeptieren oder nicht. Bei allen externen Usern, welche nicht angemeldet oder registriert sind und von außerhalb auf die Fanpage zugreifen wird das Tracking standardmäßig deaktiviert und es kommt ein Hinweis (wie man es von den Cookies kennt.) Wenn der User dies dann akzeptiert und den Layer nicht mehr sehen möchte, kann das Tracking wieder eingeschaltet werden und alles ist wieder schick....
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P. rühr
+2 # P. rühr 12.06.2018, 14:21 Uhr
Bevor man nach den großen Datenschützer für das "böse" Facebook ruft:
1. Niemand wird gezwungen sich dort anzumelden.
2. Jeder kann für seinen FB Account einstellen, wie weit er die Nutzung seiner Daten freigibt bzw. zulässt. Stichwort Eigenverantwortlichkeit des Nutzers.
3. Jeder weiß, das Facebook soviel wie möglich Daten sammelt und jeder will möglichst viel über die anderen Teilnehmer erfahren. Das Eine funktioniert ohne das Andere nicht.
4. Wer in mein Haus kommt, hat sich an meine Hausordnung zu halten, wem sie nicht gefällt, der darf gerne wieder gehen. Warum soll das bei Facebook anders sein?

Mein Tipp für Vorsichtige: Die Fanpageeinstellung ändern, so dass sie nur noch für "privat" sichtbar ist und abwarten.
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Uwe  Spielberg
+1 # Uwe Spielberg 12.06.2018, 11:45 Uhr
Ich hab meine deaktiviert
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Kiki
+1 # Kiki 12.06.2018, 12:02 Uhr
ich auch!
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Kiki
0 # Kiki 12.06.2018, 12:01 Uhr
wie sieht es mit Instagram aus? durch die Nähe zu fb wäre doch auch hier ähnliches Vorgehen angeraten?
Wie sehen Sie das und was raten Sie?
Danke für Ihre Unterstützung!
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olaf höfler
-1 # olaf höfler 12.06.2018, 12:14 Uhr
Was genau ist eine Facebook- "Fanpage" ?

danke und lg, olaf
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Henrik Winkelmann
-1 # Henrik Winkelmann 12.06.2018, 12:56 Uhr
Hallo Olaf!
Das sind die Seiten, bei denen man ein "gefällt mir" klicken kann. Eine private Seite kann ich nur abonnieren. Diese Fanpages nutzen meist Unternehmer/en um sich in den sozialen Medien zu präsentieren.
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Doro
-1 # Doro 12.06.2018, 17:34 Uhr
Auch von Ehrenamtlichen werden diese Seiten gerne genutzt, wie z.B. Tierschützern, Freiwillige Feuerwehren, Büchereien, etc.

Habe bis zum 24. Mai ebenfalls so eine Seite betrieben, sie jedoch inzwischen auf nicht sichtbar gestellt ... Hatte für unsere Bücherei schon genug mit der DSGVO zu tun, da muss ich mir den Stress einer etwaigen Abmahnung und Strafzahlung und was den Abmahnern sonst noch alles einfällt, antun.
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trendgestalter
+1 # trendgestalter 12.06.2018, 12:27 Uhr
Aber das ist doch prima - alle schließen ihre fanpages und facebook hat sich erfolgreich selbst erschossen.
Ist es nicht ein guter Schachzug der Gerichte - so muss facebook sich bewegen und die Wege der Verarbeitung personenbezogener Daten offenlegen bzw. auf datenschutzkonforme Prozesse setzen.
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M.H.
+5 # M.H. 12.06.2018, 12:58 Uhr
....langsam steuern wir auf Absurdistan zu! Meine Güte worüber sich die Administrative den Kopp zerbricht, da dürfen Patienten beim Arzt im Wartezimmer nicht mehr namentlich aufgerufen werden, neue Datenschutzrichtlinie, dann halt unpersönlich oder ey Arschloch du bist jetzt dran!!! Schöne neue Welt!????
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Arthur
-1 # Arthur 12.06.2018, 13:30 Uhr
Wie sieht es aus, wenn ich statt dem Facebook-Button einen Link auf die fanseite setze, dies habe ich irgendwo gelesen.
Auch scheinen Google-Web-Schriften ein Angriffspunkt für Bose Buben zu sein.
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Michl
-1 # Michl 12.06.2018, 16:00 Uhr
Google Captcha ist nicht mehr erlaubt, da die Abfrage einen Haufen Daten des Users trackt. Davor warnt auch der Generator von eRecht. Lustigerweise benutzen die ihn selber noch, z.B. hier im Kommentarfeld. Doch nur Panikmache? Alternativ kann man z.B. für Contact Form 7 Honeypot einsetzen. Am Besten mit 2 Abfrageboxen.

Google Webfonts müssen jetzt lokal auf dem Server gespeichert werden, auch wegen Tracking. Kann man händisch machen mit Google Webfonts Helper oder ein Plugin nutzen.
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MiS24
+1 # MiS24 12.06.2018, 13:30 Uhr
Dies und andere Urteile fordern die User geradezu auf, sich von Facebook abzuwenden. Wir sollten für eine europäische finanzinteressenfreie SocialMedia-Plattform kämpfen, die wie Wasserversorgung und eigentlich mittlerweile der Internetzugang zur allgemeinen Daseinsfürsorge gehört, somit uns allen ! Die meisten Gegner dieser Urteile meinen doch, dass man an Facebook nicht mehr vorbeikommt - das ist reines Lemmingverhalten, auf das sich der QuasiMonopolist immer verlassen kann.... leider
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#O.S
0 # #O.S 12.06.2018, 13:37 Uhr
Ich glaube es wird alles heißer gekocht als es gegessen wird. Man kann die Fanpage abschalten oder das "Risiko" eingehen sie weiter bestehen zu lassen. Ich für meinen Teil lasse meine offen und warte mal ab was kommt. FB muss sich bewegen das ist klar.
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Peter Eberhart
+8 # Peter Eberhart 12.06.2018, 13:49 Uhr
Man muss das mal so sehen. Datenschutz ist absolut wichtig. Aber die Art und Weise wie es bei uns wieder umgesetzt wird ist einfach wieder typisch. Es geht nur ums Abzocken. Warum werden die Unternehmen die den Datenschutz perfekt umsetzen nicht belohnt? Das wäre doch ein Ansporn es denen gleich zu tun. Das ist wie beim Parken. Wenn du falsch parkst, dann bekommst du einen Strafzettel. Wenn du richtig parkst bekommst du keinen Gutschein. Das ist das System das wir uns hier erschaffen haben. Wie wäre es denn den Unternehmen zu helfen das alles umzusetzen anstatt millionenhohe Strafen zu verhängen. Genauso ist es mit Facebook, Google und Co. Anstatt diese Unternehmen dazu zu bewegen den Datenschutz umzusetzen, wird es wieder auf dem Rücken der kleinen ausgetragen. Ich glaube dass unsere Entscheider auf den Gerichten oft nur nicht die Erlaubnis haben gegen diejenigen vorzugehen, die den ganzen Mist angerichtet haben. Es wird viel lieber der Weg der Volksvernichtung eingeschlagen. Denn es werden durch diese Entscheidungen kleine und mittelständische Unternehmen ruiniert. Und das ist das Ziel der Konzerne und derr Politik. Denn alles was Menschen in die Freiheit helfen würde, wird politisch und rechtlich plattgedrückt. Denn es besteht dann die Gefahr, dass dem System irgend wann die Sklaven ausgehen. Und das wird mit allen Mitteln verhindert. Ich finde Datenschutz absolut gut. Die Art und Weise wie es umgesetzt und durchgepresst wird eher unmenschlich. Jeder der sich bei FACEBOOK einträgt weiß doch selbst, dass seine Daten zu Marketing- und Verkaufszwecken verwendet werden. Deshalb ist doch jeder selbst dafür verantwortlich ob er sich der Gefahr der Datenmissnutzung aussetzt.
Man macht hier so einen Hatz um das Ganze. Und was ist mit unseren Daten was z.B. das Bankgeheimnis betrifft? Was ist mit der ganzen Standort-Überwachung durch Handys und Navigationssystemen? Was ist mit neuen Buzzer zur Geschwindigkeitskontrolle? Überwachung wo du gehst und stehst. Da ist das Theater um den Datenschutz eine Lachnummer. Aber eine super Möglichkeit um von den eigentlichen Problemen und Vorhaben abzulenken. Kontrolle über alles. Machtmissbrauch in Perfektion. Das ist meine Meinung zu diesem Thema.
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Guest
0 # Guest 12.06.2018, 14:10 Uhr
Das gleiche, was laut diesem Urteil für die Facebook-Fanpages gilt, müsste doch dann auch für andere Netzwerke gelten. Wie sieht es mit Google+ Seiten aus? Oder Pinterest ...
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Melanie Gebhard
+5 # Melanie Gebhard 12.06.2018, 14:17 Uhr
Das schönste ist, wie ich immer finde, dass in allen Einzelheiten und "Genauigkeiten" doch immer wieder ganz genau erklärt wird, was alles nicht geht und nicht funktioniert. Ich denke, so so manch einer würde doch gerne alle Vorschriften einhalten, wenn er doch, vor lauter Schreck, erst einmal wüsste wie..... Ich selber bin Einzelunternehmerin und seit einem halben Jahr dabei, mein Business aufzubauen. Ich habe und werde, mich und andere, immer durch Prüfungen und Zertifizierungen darin bestätigen lassen, dass ich wirklich und ernsthaft an der Qualität meiner Dienstleistungen interessiert bin und keinem etwas Böses will. Ich bin in mehreren Berufs-/Interessenverbänden und alle versuchen mich zu unterstützen, indem sie mir Handlungsunterweisungen geben, damit ich mich wohlbehalten aus dem Dschungel "DSGVO" (und auch andere) befreien kann - immer mit dem Zusatz (übrigens wie ERecht 24 verständlicherweise auch), dass natürlich keine Rechtssicherheit übernommen werden kann. Weil einfach keiner eine hat.... Ich verstehe die Datenschützer und auch dieses Gesetz. Ich wurde selbst Opfer vieler Anrufer, die mich einfach nur genervt haben und wo ich zu gerne wissen würde, woher genau ("zum Teufel") sie eigentlich meine Telefonnummer haben. Auch verstehe ich, dass FB-Seitenbetreiber mit zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie den "Bus" Facebook benutzen. Gleichzeitig würde ich aber auch gerne einfach eine Handlungsanweisung haben, was genau ich denn jetzt tun kann, um den Anforderungen gerecht zu werden. Und hier geht es nicht darum, alles "häppchengerecht" in den Mund gelegt zu bekommen..... Aber eine staatl.Stelle, an die ich mich wenden kann, meine individuellen Bedürfnisse darlegen kann und absolute Rechtssicherheit haben - ist das wirklich zu viel verlangt????
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rw
+1 # rw 12.06.2018, 14:21 Uhr
Wo sind die Anwälte, die gegen diesen Schwachsinn endlich vorgehen. Jeder, der sich bei einer kostenlosen Platform registriert wie Facebook, weiß doch was mit seinen Daten passiert. Die User sind doch selbst verantwortlich. Da kann man sich nur aufregen, dass hier eine ganze Industrie systematisch zerstört wird, Firmen, Künstler und andere, die digitale Wege gehen, um so Ihre Steuern zahlen zu können, weil sie über die sozialen Kanäle ihre Kunden erreichen.
Warum wird nicht endlich ein Gesetz erlassen, bei dem User beim Kauf eines digitalen Gerätes, mit dem sie ins Internet gehen können unterschreiben müssen, dass sie die Risiken kennen. Ich kann nur den Kopf schütteln. Es gibt kaum digitale Industrien, die nicht auf FB und Co. angewiesen sind. Sollen jetzt alle pleite gehen und arbeitslos werden? Ich kann nur den Kopf schütteln.
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Willi
0 # Willi 16.06.2018, 22:22 Uhr
hallo rw,

das Dilemma ist ja gerade das so viele diesem fb nachlaufen und nicht im geringsten wissen worauf sie sich einlassen. die ganzen unternehmen die sich auf fb tummeln sollten wirklich mal die Stuhlbeine gekürzt bekommen damit auch die entweder ganz vom fenster verschwinden oder endlich einmal lernen was faires verhalten und handeln überhaupt bedeutet.
im gleichen zuge könnte man ja mal darüber nachdenken wie man usern etwas beibringt und wie man sie nicht für noch dümmer verkaufen kann wie si ohnehin schon sind.

ich denke das sehr angenehm wäre wenn solch einen müll wie fb nicht mehr gäbe!

willi
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Claudia
0 # Claudia 12.06.2018, 14:21 Uhr
Ich habe folgende Passage auf einer Webseite gefunden.
Macht soetwas Sinn, oder ist das rechtlich ohnehin nicht haltbar?

Keine Abmahnung ohne vorherige Kontaktaufnahme

Im Falle von wettbewerbsrechtlichen, domainrechtlichen, urheberrechtlichen oder ähnlichen Problemen bitten wir Sie, uns zur Vermeidung unnötiger Rechtsstreite und Kosten bereits im Vorfeld zu kontaktieren. Wir garantieren, dass zu Recht das beanstandete Passagen unverzüglich entfernt werden, ohne dass von Ihrer Seite die Einschaltung eines Rechtsbeistandes erforderlich ist. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit uns wird im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen und gegebenenfalls Gegenklage wegen Verletzung vorgenannter Bestimmungen erhoben.
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Jens
-1 # Jens 12.06.2018, 16:03 Uhr
Diese Frage würde mich auch brennend interessieren.
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Bla
0 # Bla 12.06.2018, 17:19 Uhr
Google fragen. Antwort dann: wirkungslos, ggf. sogar juristisch gefährlich.
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Michael Ring
+1 # Michael Ring 12.06.2018, 14:24 Uhr
Die Informationspflichten sind schon in dem Moment erfüllt worden als sich die Nutzer von Facebook dort registriert haben. Jeder Nutzer hat die Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung von Facebook akzeptiert.
Weiterreichende Angaben zur Verwendung der Daten seitens Facebook kann kein Fanpagebetreiber machen. Die letzten Datenskandale bei Facebook haben ja gezeigt, dass nicht mal Facebook selbst weiß oder wissen will was mit den Daten geschieht.
Informationen die Facebook nicht preisgibt hat auch mein Anwalt nicht um mir eine Datenschutzerklärung zu erstellen.
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Winfried
0 # Winfried 12.06.2018, 14:25 Uhr
Wenn ALLE 'mal ihre Fanpages deaktivieren würden, inkl. der Großkonzerne (bei denen 4% vom weltweiten Jahresumsatz als Strafe ja sicher auch ein wenig weh täten), und vielleicht auch 'mal die Werbung abschalten, würde Facebook ganz sicher recht rasch reagieren. Denn denen täte der Einbruch an Werbeeinnahmen dann doch auch zumindest ein wenig weh. Aber so lange die Mehrheit das alles mit sich machen lässt, geht den Datenkraken das Urteil gelinde am Allerwertesten vorbei. So ist das leider, Einzelne richten nichts aus, nur in der Masse kann man da was bewegen. Ich hab' übrigens die "Schisservariante" gewählt, meine Fanpages deaktiviert und warte so 'mal ab.
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Matthias
+3 # Matthias 12.06.2018, 15:25 Uhr
Es ist ehrlich langsam verstörend, welche Auswirkungen ein, vom Ansatz her gut gemeintes, Gesetz bzw. Verordnung in kürzester Zeit nach Ablauf der Übergangsfrist hat. Aber gut gemeint ist leider häufig auch nicht gleich gut gemacht.

Viele der in der DSGVO dargelegten Verordnungen und Empfehlungen sind für den kleinen Gewerbebetrieb schlicht nicht oder nur unzureichend umzusetzen ohne anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Prinzip ist es nicht erst seit der DSGVO so, dass man als Betreiber von Webseiten, Social Media Kanälen oder E-Commerce Lösungen mit einem Bein im Gefängnis steht.

Noch vor Jahren wurde jeder noch so kleinen Kneipe, jedem Bäcker oder Metzger, jedem noch so kleinen Verein, suggeriert, man müsse unbedingt eine eigene Homepage haben, später dann Facebook, Twitter & Co.. Häufig wurden dann Onlineauftritte aus Gründen der Kostenersparnis von Familienmitgliedern oder Freunden "zusammengezimmert", ohne die rechtlichen Tragweiten solcher Maßnahmen zu berücksichtigen.

Selbst erfahrene Webprofis, Marketing- und Werbeagenturen melden derzeit "Landunter" wegen der DSGVO Umstellungen. Wie mag es da erst dem Bäcker, dem Metzger und dem Kleingartenverein um die Ecke ergehen?

Ich persönlich nehme, alleine schon aus beruflichen Gründen, Datenschutz und Datensicherheit sehr ernst. Für viele andere, die sich keinen Profi leisten können oder wollen, wird "das Ganze" zu einer echten Tortour. Wie soll ich dem Friseur meines Vertrauens denn nun klar machen, dass er zur Führung der Kundenkartei (nicht elektronisch sondern manuell) nun ein Verfahrensverzeichnis aufzustellen hat? Wenn ich zu einem anderen Friseur wechselnb möchte, wie soll ich Ihm das "Recht auf Vergessenwerden" vermitteln? Soll ich solange bei Ihm stehen bleiben, bis er die Karteikarte zerreist oder in den Aktenvernichter gibt?

Datenschutz sehen wir häufig immer ausschließlich im elektronischen Kontext, obwohl die Verordnung auch Bereiche betrifft, in denen nicht elektronisch gearbeitet wird.

Brüssel hat da etwas in Gang gesetzt, was eher einem Ungetüm gleicht denn einer vernünftigen Verordnung. Es wird viel zu wenig differenziert und anstatt dessen mit der pauschalen Datenschutzkeule ausgeholt. Diese Verordnung wird noch sehr viele Jahre die europäischen Behörden und Gerichte beschäftigen und im Endeffekt eine deutliche Lähmung der Agilität europäischer Unternehmen nach sich ziehen.

Deutschland ist immer so stolz auf den Mittelstand. Wenn das Paragraphendickicht weiter wächst und gedeiht, wird es auch bald den einst so gesunden Mittelstand ersticken - und den Klein- und Kleinstunternehmer sowieso.
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Jana Timm
+1 # Jana Timm 12.06.2018, 15:32 Uhr
Ich habe meine Seite deaktiviert. Es ist einfach nicht möglich, dass Facebook dazu schweigt und uns nicht informiert darüber, was sie tun werden oder geplant ist. Sie machen weiter wie bisher... und das kann ja auch nicht die Lösung sein.
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Matthias
-1 # Matthias 12.06.2018, 15:41 Uhr
Ja, verständlich und nachvollziehbar. So steht es ja auch im Artikel von Herrn Siebert - wer auf Nummer Sicher gehen will, deaktiviert.

Bei manchen Fan-Seiten mag das noch funktionieren, doch was sollten Unternehmer tun, denen ggf. ein Großteil ihrer mühsam erkämpften "Follower" und "Liker" wegbricht? Das wirtschaftliche Renommee eines Unternehmens würde dann auf dem Spiel stehen.
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Isa
+1 # Isa 12.06.2018, 17:10 Uhr
Genau so ist es! Auch wenn ich kein riesen Unternehmen leite sondern nur einen Blog, erziele ich einen Großteil meiner Kooperationen (von denen ich lebe) und tausende Leser durch FB und weitere soziale Medien, für die diese Regelung im weiteren Verlauf ja sehr wahrscheinlich auch gelten wird. Ein Abschalten der Seiten wäre für mich ein riesen Verlust! Ich habe mir über Jahre hinweg durch tagtägliche Arbeit einen Followerkreis aufgebaut, der für mich und meine Arbeit wirklich wichtig ist. Darüberstehen ich auch den Hinweis auf ein privat schalten der Seite nicht... was soll das bringen? Ich lasse meine Seiten aktuell erstmal weiter laufen auch wenn ich alles andere als ein super Bauchgefühl habe, aber ein Abschalten bedeutet für mich sooooo große Nachteile, dass ich dann auch fast meine Arbeit als Reisebloggerin einstellen könnte.
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Hans
-1 # Hans 12.06.2018, 15:58 Uhr
Ein Armutszeugnis! Wo Klarheit geschaffen werden soll, herrschen (auch international) Verunsicherung und Chaos...
Wirkt sich das Urteil auch auf Unternehmens-Accounts aus?
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Willi
0 # Willi 16.06.2018, 22:43 Uhr
hoffentlich ...
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Gabriele
-1 # Gabriele 12.06.2018, 16:29 Uhr
Im Prinzip finde ich das Urteil korrekt und habe auch meine Seite auf nicht öffentlich gestellt. Denn das Problem beginnt ja, bevor ich dem Nutzer Bescheid sagen kann, d.h. beim Aufruf der Seite. Öffentliche Facebookseiten - da muss man sich ja noch nicht mal registriert haben und eine Datenschutzrichtlinie gelesen haben.

Ich finde eine konzertierte, zeitweise Abschaltaktion vieler Unternehmer für ein adäquates Vorgehen, damit Facebook am Umsatz merkt, dass sie das jetzt wirklich verändern müssen. Deren Geschäftsmodell "Ich verkaufe euch allen den gläsernen Benutzer für eure punktgenaue Werbung" stimmt halt nicht. Als Unternehmer erfreulich, als Bürger höchstbedenklich. Die wissen mehr von jedem Nutzer als die Stasi: Bewegungsprofile, Vorlieben, Interessen, Familie und Freundeskreis, Ausbildung, Beruf, Arbeitgeber, Gesprächsthemen, Privatestes etc.. Es ist gut, wenn so etwas aufhört, auch wenn wir zunächst einen bequemen Weg verlassen müssen, aber für einen guten Weg. Auch wir Unternehmer können Ethik und Moral zeigen. Umsatz, Reichweite, Listengröße über alles ist es auch nicht.
Wie heißt es so schön: Folge der Spur des Geldes. Da liegt die Macht.
Regierungsorganisationen haben ihre Seiten noch öffentlich. Ggfs. warten sie noch auf das Urteil des BVerwG.
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Dani
-1 # Dani 12.06.2018, 17:40 Uhr
Ja und woher weiß Facebook das alles? Weil jeder Nutzer all diese Daten (freiwillig!) zur Verfügung stellt. Wenn jemandem das nicht passt, soll er Facebook halt nicht nutzen. Ich als Nutzer finde die zugeschnittene Werbung übrigens sehr gut, mir wird nämlich nur das gezeigt, was mich wirklich interessiert. Und dass ich Werbung tolerieren muss, wenn mir ein Service kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, ist ja nun auch klar.
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Barbara
+1 # Barbara 12.06.2018, 17:00 Uhr
Es ist ein Krieg der Old Economy gegen die New Economy. Man schaue sich nur die Köpfe der EU Politiker an. Alt und älter? Was erwartet man? Was ich nicht verstehe ist, dass nicht mehr auf die Barrikaden gegangen wird. Ich übe mich in zivilem Ungehorsam, lege 4% langsam aber sicher vom Brutto-Jahreseinkommen zurück. Vielleicht zahle ich - vielleicht aber auch nicht. Vielleicht sperren sie mich dann ein! Stellt euch vor, keiner macht mehr was in Sachen Datenschutz, keiner zahlt, keiner wird nervös wenn Abmahnungen ins Haus flattern. Ob die Richter was zu tun haben? Ob das unsere Justiz-Verwaltungen lahm legt? Man will mündige Bürger und behandelt sie wie Kinder. Man will Steuern vom Bürger und man tritt sie dauernd in den Arsch. Wie lange machen das die Leistungsträger unserer Gesellschaft mit? Wie lange lassen wir uns das gefallen? Ich jeden Falls mache diese Drangselei nicht mit. Sie ist unlogisch und entmündigend. Sie entspricht in keiner weiser einem vorausschauenden und guten Datenschutz, der auch notwendig ist. Stattdessen wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
Und das alles vor dem Hintergrund, dass ihr im "Flieger" so durchsichtig seid wie noch nie. Das alles vor dem Hintergrund, dass Google und Co. unserer EU die lange Nase zeigt.
Ich sage und bleibe dabei, dass ist ein Krieg der Old Economy gegen die New Economy. So kann ich mir diesen Unsinn jedenfalls erklären.
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Willi
0 # Willi 16.06.2018, 22:39 Uhr
hallo Barbara,

ganz ehrlich?
lieber die "old…" als die welche über nichts nachdenken wollen und heute schon zu 80% nicht einmal mehr nachdenken können!

das beste ist einfach Fußball, ne menge Bier und diejenigen die nichts anderes interessiert.

les mal das von jouane, das steckt echt viel drin.
ich selbst bin auch schon "old…" aber trotzdem Hoster und webdesigner und vielleicht klappt das ja letztendlich nur weil einfach genügend Erfahrung und wissen da ist um so mehr ist es wirklich schade das die "New..." zu 80% nicht mehr in der lage ist den "Old..." zu zuhören um auf wirkliches wissen auf zu bauen.

aber egal, auch wir waren einmal jung, manche von uns haben schon mit 14 gearbeitet und mindestens 1 beruf erlernt, die "Old..." die ich kenne haben im durchschnitt 3 berufe und so manch einer sogar einen prof und doc.

aber wir trinken eben kein warmes Bier beim Fußball und interessieren uns sogar für Politik und die Wirklichkeit...

vielleicht mal darüber nachdenken, könnte helfen...

Willi
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Dani
0 # Dani 12.06.2018, 17:19 Uhr
Erstmal vielen Dank für diesen Artikel. Aber was ich leider immer noch verstehe, ist, warum Facebook-Seiten nun (unter Umständen) rechtswidrig sein sollen. Warum sollte mich jemand verklagen oder abmahnen? Wofür? Aufgrund von Datenschutz-Verstößen von Facebook? Etwa die, die bisher gar nicht nachgewiesen werden konnten? Welches "Risiko" gehe ich denn tatsächlich ein, wenn ich meine Facebook-Seite weiterbetreibe?
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Dietmar
-1 # Dietmar 12.06.2018, 18:35 Uhr
Auf meiner Facebook Seite ist der Menüpunkt "Insights" seit heute verschwunden. Besteht hier ein Zusammenhang zu dem im Artikel beschriebenen Sachverhalt?
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Horst
-1 # Horst 12.06.2018, 18:49 Uhr
Was ist z.B. mit den vielen Hobbyfotografen, welche sich eine Fanpage eingerichtet haben, ohne irgendeine Gewinnerziehlungsabsicht, sondern lediglich um Ihre Bilder zu zeigen und natürlich viel Lob und Likes zu erhalten? Betrifft die das genauso?
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PeterR
+2 # PeterR 12.06.2018, 18:56 Uhr
Tröstet euch, nicht nur "die Kleinen" leiden, selbst große Konzerne stöhnen. Ganz einfache Lösung: in Zukunft ändern in dem man die EU-Anbeter abwählt!
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MarcusM
+1 # MarcusM 12.06.2018, 20:30 Uhr
Wie wäre es, wenn die erste Abmahnung kostenfrei wäre und man auf seinen Fehler hingewiesen wird. Jeder macht mal einen Fehler. Im realen Leben hat auch erst die 3. Abmahnung Konsequenzen.
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-2 # Web Rifer Technologi 15.06.2018, 09:44 Uhr
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Missa
+1 # Missa 15.06.2018, 12:26 Uhr
Wenn ich mir das alles so durchlese, kann ich nur den Kopf schütteln. Wie vertrackt muss eine Gesellschaft sein, wenn sie solche Maßnahmen (und damit meine ich die ganze DSVGO) als sinnvoll erachtet? Ich würde gerne wissen, worum es diesen eingefleischten Datenschützern eigentlich geht. Ist es Missgunst, die dahinter steckt, weil sie den Unternehmen, die die gesammelten Daten verwerten, um gezielter Werbung zu machen und sich damit Streuverluste sparen? Gönnen Sie ihnen die Gewinne nicht? Als würde es etwas ändern, wenn sie ab sofort beim Onlineshoppen darauf hingewiesen werden, dass ihre Daten eingesammelt werden. Dann sollen sie sich von Internet fernhalten, wenn sie partout keine Werbung vom Sexspielzeug angezeigt bekommen wollen, das sie sich noch vor ein paar Tagen auf der Shopseite angesehen haben.
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