AGB für Vereine

Brauchen Vereine AGB – und wenn ja, was muss drinstehen?

Fachlich geprüft von: Rechtsanwalt Sören Siebert Rechtsanwalt Sören Siebert
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Das Wichtigste in Kürze

  • Vereins-AGB sichern Ihren Verein ab, wenn Sie regelmäßig online Verträge mit Mitgliedern, Kunden oder sonstigen Dritten abschließen.
  • Betreiben Sie einen Vereinsshop, können (und sollten) Sie mit AGB die Vertragsbedingungen zu Zahlungen, Leistungen, Haftung und Widerruf regeln.
  • Schreiben Sie Ihre AGB nicht selbst und kopieren Sie sie auch nicht von anderen Vereinswebseiten – nutzen Sie lieber den eRecht24 Premium AGB-Generator.

Worum geht's?

Allgemeine Geschäftsbedingungen sichern nicht nur Unternehmen ab, sondern können auch für Vereine eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Rechtstexten sein. Als Verein profitieren Sie von klaren AGB insbesondere, wenn Sie entgeltliche Leistungen anbieten oder Produkte über einen Vereinsshop verkaufen. In welchen Fällen Vereins-AGB außerdem sinnvoll sind, was drin stehen sollte und woher Sie welche bekommen, lesen Sie in diesem Artikel.

 

1. Muss mein Verein AGB haben?

Eine gesetzliche AGB-Pflicht gibt es nicht, weder für Unternehmen noch für Vereine. Dennoch sind sie sinnvoll – und zwar immer dann, wenn Verträge nicht nur vereinzelt, sondern wiederkehrend geschlossen werden. Mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen schaffen Sie klare Regeln für Zahlungen, Käufe und Vertragsabschlüsse.

Sobald Ihr Verein also nicht nur einen ideellen Zweck verfolgt, sondern auch Verträge mit Kunden, Auftragnehmern, Mitgliedern, Lieferanten oder sonstigen Dritten schließt, ist es sinnvoll, die Vertragsbedingungen durch transparente AGB zu klären.

Vereins-AGB helfen zum einen dabei, Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden und sorgen zum anderen dafür, dass Sie die Rahmenbedingungen für einzelne Verträge nicht jedes Mal neu regeln müssen. Einmal aufgesetzt, können Sie sie für gleiche Vertragsschlüsse immer wieder nutzen.

Sören Siebert
Sören SiebertRechtsanwalt

Für Verbände – also Vereine, deren Mitglieder juristische Personen wie Unternehmen oder andere Vereine sind – sind eigene AGB ebenfalls dringend empfehlenswert.

2. Wann sind eigene Vereins-AGB sinnvoll?

Vereins-AGB sind immer dann sinnvoll, wenn Ihr Verein kostenpflichtige Leistungen anbietet. Das kann z. B. der Verkauf von Produkten wie Literatur oder Merchandise-Artikeln über einen Vereinsshop sein. Aber auch, wenn Dritte Schulungen oder Kurse über den Verein buchen können oder Sie für die Mitgliedschaft Beiträge erheben, sorgen AGB für Rechtssicherheit und Kontrolle.

Eigener Vereinsshop

Vereinskleidung, Aufkleber und Fanschals, Magazine, Jahresberichte oder digitale Downloads wie E-Books: Die Liste an Dingen, die sich über einen Vereinsshop verkaufen lassen, ist lang. Mit allgemeinen Geschäftsbedingungen können Sie Ihren Vereinsshop absichern – egal ob sich Ihre Angebote an Mitglieder oder Nichtmitglieder richten.

Kurse, Seminare und Workshops

Sie können natürlich nicht nur physische Produkte anbieten, sondern auch Dienstleistungen zu spezifischen Vereinsthemen wie Workshops, Kurse oder Schulungen. Auch hier helfen AGB, wichtige Punkte wie Anmeldefristen, Teilnahmegebühren und die Haftung des Vereins bei Ausfall einer Veranstaltung zu regeln.

Mitgliedschaften und Beiträge

Ergänzend zur Vereinssatzung können Sie in Ihren Vereins-AGB auch Aspekte zu den Mitgliedsbeiträgen festlegen, z. B. deren Höhe, bis wann sie zu zahlen sind oder welche Sonderregelungen für Familienmitgliedschaften gelten. Damit sorgen Sie für Transparenz bei der Aufnahme neuer Mitglieder und für bestehende Mitgliedschaften.

Sponsoring, Kooperationen und Spendenaktionen

Vereine leben oft nicht nur von den Beiträgen ihrer Mitglieder, sondern auch von Sponsoren und Spendenaktionen. Indem Sie Aspekte wie Leistungen, Zahlungsmodalitäten und Haftungsfragen in den AGB regeln, schützen Sie Ihren Verein bei Sponsoring- und Dienstleistungsverträgen.

Vermietung und Nutzung von Vereinsräumen

Vermietet Ihr Verein Räumlichkeiten oder Sportanlagen, können Vereins-AGB ebenfalls sinnvoll sein. Nutzungspflichten und Haftungsklauseln lassen sich so verbindlich regeln. Das ist besonders dann empfehlenswert, wenn Sie nicht nur an Vereinsmitglieder, sondern auch an externe Gruppen vermieten.

AGB sind also immer dann sinnvoll, wenn Ihr Verein regelmäßig Verträge schließt, Leistungen anbietet oder Zahlungen entgegennimmt – und ganz besonders, wenn Sie einen Vereinsshop betreiben. Aber auch, wenn kein eigener Onlineshop an den Verein gekoppelt ist und Sie beispielsweise Fachliteratur nur über E-Mail samt Rechnung vertreiben, lohnt es sich, die geschlossenen Verträge mit AGB abzusichern.

GUT ZU WISSEN

Dient Ihre Vereinswebsite lediglich Informationszwecken – veröffentlichen Sie darauf also z. B. nur neue Termine und Veranstaltungshinweise – brauchen Sie keine AGB. Impressum und Datenschutzerklärung sind aber dennoch verpflichtend.

3. Welche Klauseln sollten AGB für Vereine enthalten?

Inhalte, Umfang und die konkrete Formulierung der Klauseln hängen davon ab, wie Ihr Verein wirtschaftlich tätig ist. Bei einem eigenen Vereinsshop müssen Sie die Informationspflichten für Onlineshops beachten. Das gilt auch, wenn Sie “nur” über E-Mail oder über ein Kontaktformular verkaufen.

Zu den wichtigsten Inhalten von Vereins-AGB gehören:

  • Geltungsbereich und Vertragsparteien
  • Vertragsabschluss und Bestellablauf
  • Leistungen und Preise
  • Zahlungsbedingungen
  • Lieferung, Versand und Erfüllungsort
  • Widerrufsrecht
  • Haftung und Gewährleistung
  • Datenschutzhinweis

Was konkret in Ihren AGB stehen sollte, müssen Sie nicht selbst entscheiden: Statt AGB selbst zu schreiben, sollten Sie lieber auf juristisch saubere Rechtstexte setzen.

4. Woher bekomme ich rechtssichere Vereins-AGB?

Um an allgemeine Geschäftsbedingungen für Ihren Verein zu kommen, haben Sie verschiedene Optionen:

AGB selbst schreiben oder Copy & Paste

Sie können Ihre AGB selbst schreiben – empfohlen ist das aber nicht, sollten Sie selbst nicht gerade einen juristischen Hintergrund haben. Auch andere Vereins-AGB zu kopieren, ist keine gute Idee, denn auch AGB können urheberrechtlich geschützt sein. Außerdem wissen Sie durch bloßes copy and paste nicht, ob die Klauseln vollständig und korrekt sind.

AGB von ChatGPT erstellen lassen

Wer KI-Systeme wie ChatGPT oder Gemini für die Erstellung von Artikeln, Infomaterial und den Vereins-Newsletter nutzt, mag auf die Idee kommen, auch die AGB damit zu generieren. Diese Option hat aber ebenfalls den Nachteil, dass Sie nicht wissen, ob die Inhalte korrekt sind, die Ihnen ChatGPT da ausspuckt. KI kann Texte zwar vorschlagen, ist für Fehler und Ungenauigkeiten aber nicht haftbar. Das Risiko tragen Sie selbst – und fehlerhafte AGB können schnell teuer werden.

AGB vom Anwalt

Sicherheit bei Haftungsfragen haben Sie bei anwaltlich erstellten Vereins-AGB dagegen schon – allerdings ist diese Variante auch die teuerste. Sie kann sich für Vereine mit komplexen Vertragsbeziehungen oder speziellen Anliegen aber lohnen.

AGB-Generator

AGB-Generatoren sind eine gute Alternative zu AGB vom Anwalt, denn auch sie sind anwaltlich geprüft und damit rechtssicher. Verkaufen Sie als Verein Produkte an Kunden über einen eigenen Vereinsshop, können Sie für die Erstellung Ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen unseren AGB-Shop-Generator nutzen.

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5. Was passiert bei fehlenden oder falschen AGB?

Haben Sie keine AGB, bleiben die Verträge trotzdem gültig. Es gelten dann die gesetzlichen Vorgaben, z. B. die des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Diese müssen nicht, können aber für Ihren Verein nachteilig sein. Doch auch wenn Sie AGB auf Ihrer Website haben, sind diese nicht automatisch wirksam – dafür müssen sie inhaltlich korrekt und ordnungsgemäß eingebunden sein.

Ist dem nicht so oder verstößt eine Klausel gegen Gesetze, kann das im schlimmsten Fall zu einer Abmahnung des Vereins führen – und zu einem Vertrauensverlust bei den Menschen, die Sie erreichen wollen. Ohne transparente Regelungen steigen die Haftungsrisiken des Vereins.

LESE-TIPP

Haftungsrisiken vermeiden Sie mit rechtssicheren, korrekt eingebundenen AGB. Alles, was Sie dazu wissen müssen, finden Sie in diesen Artikeln:

6. Welche Rechtstexte brauche ich neben AGB für meinen Verein?

Auch wenn AGB für viele Vereine optional sind: Ein Vereins-Impressum und eine Datenschutzerklärung für Vereine sind gesetzliche Pflicht.

Das Impressum für Ihre Vereinswebsite können Sie mit unserem kostenlosen Impressum-Generator unkompliziert online erstellen.

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Für online geschlossene Verträge mit Verbrauchern benötigen Sie außerdem eine Widerrufsbelehrung und müssen ein Muster-Widerrufsformular bereitstellen. Ab 2026 können Sie verpflichtet sein, ergänzend einen Widerrufsbutton im Vereinsshop zu integrieren. Bereits jetzt muss Ihr Vereinsshop unter Umständen barrierefrei sein.

Für die Widerrufsbelehrung steht Ihnen ein Generator in Ihrem eRecht24 Premium Account zur Verfügung.

7. Fazit: So sichern Sie Ihren Vereinsshop mit rechtssicheren AGB ab

AGB sichern Ihren Verein ab, besonders, wenn Sie in einem Vereinsshop Produkte verkaufen oder andere kostenpflichtige Leistungen anbieten (z. B. Anmeldung zu Veranstaltungen). Mit klaren Vertragsbedingungen schützen Sie nicht nur den Verein, sondern auch dessen Mitglieder und schaffen Vertrauen bei Spendern, kooperierenden Unternehmen und anderen Vertragspartnern.

Auf eRecht24 Premium finden Sie alles, was Sie zur Absicherung Ihres Vereins benötigen. Mit unseren Generatoren erstellen Sie Rechtstexte wie AGB, Impressum, Datenschutzerklärung und Widerrufsbelehrung einfach und rechtssicher. So können Sie sich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist: Ihre Vereinsarbeit und Ihre Mitglieder.

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8. FAQ: Häufige Fragen zum Thema AGB für Vereine


Hat ein Verein AGB?

Viele Vereine nutzen AGB, um ihre Vertragsbedingungen rechtlich abzusichern – Pflicht sind sie aber nicht. Wer online keine Verträge mit Verbrauchern schließt, braucht als Verein in der Regel auch keine AGB. Sobald aber entgeltliche Leistungen angeboten werden (z. B. Verkauf von Produkten über einen Vereinsshop), sind AGB empfehlenswert.

Sind AGB zwingend erforderlich?

Nein, eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Allgemeine Geschäftsbedingungen sind aber sinnvoll, sobald der Verein regelmäßig online Verträge mit Verbrauchern abschließt und Leistungen oder Verkäufe anbietet.

Kann man AGB selber schreiben?

Theoretisch ist das möglich. Wer aber keinen juristischen Hintergrund hat, bewegt sich hier auf dünnem Eis – denn falsche oder unwirksame Klauseln bieten nicht nur keinen Schutz, sondern laufen auch Gefahr, abgemahnt zu werden. Wirklich sicher sind nur geprüfte oder anwaltlich erstellte AGB.

Brauche ich AGB trotz Vereinssatzung?

Vereinssatzung und AGB erfüllen unterschiedliche Zwecke und existieren dementsprechend unabhängig voneinander: Während die Satzung sozusagen das “Grundgesetz” Ihres Vereins ist, in dem das Innenverhältnis geregelt ist, legen AGB Bedingungen für Verträge fest, die im Außenverhältnis geschlossen werden (z. B. mit Unternehmen oder Verbrauchern).


 

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Sophie Suske
Sophie Suske, M.A.
Legal Writerin, freiberuflich

Sophie Suske hat einen Masterabschluss in Sprach- und Kommunikationswissenschaften. Angefangen in der juristischen Redaktion eines Legal Tech Start Ups bereichert sie seit 2022 mit ihrer Expertise das Redaktionsteam von eRecht24 als freie Legal Writerin. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei im Datenschutz, E-Commerce- und Markenrecht.

Rechtsanwalt Sören Siebert
Sören Siebert
Rechtsanwalt und Gründer von eRecht24

Rechtsanwalt Sören Siebert ist Gründer von eRecht24 und Inhaber der Kanzlei Siebert Lexow. Mit 20 Jahren Erfahrung im Internetrecht, Datenschutz und ECommerce sowie mit mehr als 10.000 veröffentlichten Beiträgen und Artikeln weist Rechtsanwalt Sören Siebert nicht nur hervorragende Fach-Expertise vor, sondern hat auch das richtige Gespür für seine Leser, Mandanten, Kunden und Partner, wenn es um rechtssichere Lösungen im Online-Marketing und B2B / B2C Dienstleistungen sowie Online-Shops geht. Neben den zahlreichen Beiträgen auf eRecht24.de hat Sören Siebert u.a. auch diverse Ebooks und Ratgeber zum Thema Internetrecht publiziert und weiß ganz genau, worauf es Unternehmern, Agenturen und Webdesignern im täglichen Business mit Kunden ankommt: Komplexe rechtliche Vorgaben leicht verständlich und mit praktischer Handlungsanleitung für rechtssichere Webseiten umsetzen.

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