NetzDG: So viele Beschwerden erhielt TikTok im ersten Halbjahr 2020

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Worum geht's?

Soziale Netzwerke, die in Deutschland mehr als 2 Millionen registrierte User haben, müssen sich an das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) halten. Das schreibt vor: Netzwerke, die über 100 Beschwerden über rechtswidrige Inhalte im Jahr erhalten, müssen jedes Halbjahr einen Bericht darüber vorlegen. TikTok hatte in seinem ersten Bericht in der zweiten Jahreshälfte von 2019 noch angegeben, nur gut 1.000 Beschwerden erhalten zu haben. Jetzt veröffentlichte das Unternehmen seinen zweiten Bericht. Wie viele Beschwerden erhielt TikTok zwischen Januar und Juni 2020?

So viele Beschwerden erhielt TikTok

Im ersten Halbjahr 2020 erhielt TikTok gut 140.000 Beschwerden über Straftaten in seinem Netzwerk. Knapp 98.000 kamen dabei von den Nutzern direkt. Gut 42.000 stammten von institutionalisierten Beschwerdestellen.

Warum TikTok in seinem vorherigen Bericht noch so wenige Beschwerden erhalten hatte, ist unklar. Wahrscheinlich ist das auf deutlich niedrigere Nutzerzahlen oder das erst später eingeführte Meldeverfahren zurückzuführen.

Worüber beschwerten sich Nutzer bei TikTok?

28.000 Beschwerden bezogen sich auf Beleidigungen. 12.500 Beschwerden führten Propaganda verfassungswidriger Organisationen an. Gut 13.000 Meldungen kritisierten ungewollte private Bildaufnahmen („Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“). 12.000 Meldungen sprachen von Volksverhetzung. Weitere knapp 12.000 Beschwerden standen im Zusammenhang mit Kinderpornografie.

So reagierte TikTok auf die Beschwerden

In fast 15.000 Fällen sperrte oder entfernte TikTok die kritisierten Inhalte. In komplexeren Fällen ließ sich das Netzwerk von einer Kanzlei beraten. Dies kam in 22 Fällen vor. Bei rund 14.000 Beschwerden reagierte TikTok innerhalb von 24 Stunden.

YouTube und Facebook erhalten mehr Beschwerden

Facebook und YouTube erhielten mehr Beschwerden als im vorherigen Halbjahr. So kam Facebook auf gut 4.200 Meldungen, die sich auf gut 6.000 Inhalte bezogen. Im zweiten Halbjahr 2019 waren es lediglich etwas mehr als 3.000 Beschwerden über rund 4.200 Inhalte. YouTube musste knapp 390.000 Beschwerden bearbeiten. Im Halbjahr davor waren es nur 277.000 Beschwerden.

Fazit

Im Gegensatz zur Konkurrenz ging bei Twitter die Zahl der Beschwerden zurück. Der aktuelle Transparenzbericht spricht nur von 760.000 Meldungen. Im Halbjahr davor waren es noch rund 840.000.

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Jan Schäfer
Jan Schäfer
Copywriter

Jan Schäfer hat Germanistik, Anglistik und Zivilrecht in Münster und Perth (Australien) studiert. Er schreibt seit mehr als 14 Jahren in den Bereichen Recht, Finanzen und Software. Mit seiner umfassenden Erfahrung bereichert Jan Schäfer bereits seit 2016 das Redaktionsteam von eRecht24.


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