„Anmelden mit Apple“: Hat Apple ein Patent verletzt?

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Mit der aktuellen Version seines Betriebssystems hat Apple den unkomplizierten Login-Dienst „Anmelden mit Apple“ eingeführt. Zuvor hatte sich Apple den Dienst patentieren lassen. Das Unternehmen Blix Inc. sagt jetzt: Apple hat mit seinem Login-Dienst ein Patent verletzt. Denn: Blix hat bereits ein Patent für einen sehr ähnlichen Login-Dienst angemeldet. Hat Apple bei Blix kopiert?

Wie funktioniert „Anmelden mit Apple“?

Der neue Dienst „Anmelden mit Apple“ weist Nutzern eine willkürlich generierte E-Mail zu und verknüpft diese mit ihrer echten E-Mail-Adresse. Die Folge: Die Privatsphäre der User ist besser geschützt. Sie sind vor Hacks und Spam sicher. Und: Online-Dienste erhalten nicht die echte E-Mail der User, sondern lediglich eine vorrübergehende Entsprechung. Wollen sie irgendwann die Nachrichten eines Dienstes nicht mehr erhalten, können sie die von Apple generierte E-Mail-Adresse löschen.

Das wirft Blix Apple vor

Blix ist der Entwickler des E-Mail-Clients Blue Mail. Dieser bietet die Funktion „Share Email“, die wie Apples Login-Dienst „Anmelden mit Apple“ funktioniert. Für Share Email hat Blix jedoch bereits in 2017 ein Patent angemeldet. Daher wirft Blix Apple vor, das Patent zu verletzen. Das Unternehmen hat vor dem US-Bezirksgericht von Delaware Klage eingereicht.

Kurz vor dem Start von Apples neuem Login-Dienst soll Apple zudem die Blue-Mail-App im App Store im Ranking nach unten versetzt haben – von Platz 13 auf Platz 143. Blix sieht das als Versuch Apples, Blue Mail möglichst tief im App Store zu verstecken und so die Ähnlichkeit der Funktionen zu vertuschen.

Im App Store für Mac ist Blue Mail gar nicht mehr zu finden. Der Vorwurf Apples: Blue Mail sei der App „Typeapp“ zu ähnlich. Diese stammt jedoch vom selben Entwickler und ist lediglich ein Vorgänger von Blue Mail. Zum Start von Blue Mail habe man Typeapp selbst aus dem Store genommen, so Blix. Der App-Anbieter wirft Apple daher vor, seine Monopolstellung auszunutzen.

Fazit

Kommt das Gericht zu dem Schluss, dass Apple das Patent von Blix verletzt hat, könnte Apple zu einer Vergütung für die Patentnutzung verurteilt werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Richter es Apple verbieten, ihren neuen Login-Dienst zu verwenden.

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