Hilferuf: Amazon sucht Unterstützung beim Kampf gegen gefälschte Bewertungen

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Immer mehr Hersteller und Händler setzen auf bezahlte Rezensionen, um die Nachfrage auf Amazon anzukurbeln. Im Kampf gegen solche Fake Reviews will der weltgrößte Onlinehändler nun auch Facebook und andere soziale Medien in die Pflicht nehmen. Auf ihren Plattformen nämlich organisieren sich Auftraggeber und Verfasser gefälschter Lobeshymnen in einschlägigen Gruppen.

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Amazon: „Ein branchenweiter Kampf“

In einem längeren Blogpost beschreibt Amazon jetzt seinen Einsatz für vertrauenswürdige Kundenbewertungen. Unermüdliche setze man Manpower ein und investiere in intelligente Softwarelösungen. So sei es immerhin gelungen, im Jahr 2020 über 200 Millionen Fake Reviews noch vor deren Veröffentlichung abzufangen. Allein: Es reicht nicht, zumal Hersteller und Händler immer häufiger auf organisierte Gruppen in den sozialen Medien zurückgreifen. Manche suchen hier selbst, andere greifen auf die Dienste von Vermittlern zurück. Wie das vor sich geht, ist den findigen Amazon-Detektiven wohl bekannt. Für ein rechtzeitiges Eingreifen allerdings ist man auf die Unterstützung der Plattformen angewiesen.

 

Social-Media-Gruppen für Fake-Rezensionen

Denn der Markt wächst in rasantem Tempo. Im ersten Quartal 2020 habe man 300 Gruppen wegen Missbrauchsverdacht an die Betreiber der Netzwerke gemeldet. Ein Jahr später seien es im gleichen Zeitraum bereits mehr als 1000 gewesen. Dabei reagierten die Ansprechpartner inzwischen deutlich schneller. 2020 habe es noch durchschnittlich 45 Tage gedauert, bis eine gemeldete Gruppe geschlossen worden sei. Mittlerweile habe man die Reaktionszeit auf erstaunliche fünf Tage reduzieren können. Ein enormer Fortschritt, so Amazon. Aber um Verbraucher zuverlässig vor Manipulation und Betrug zu schützen, müssten weitere Maßnahmen ergriffen werden.

 

„Mehr Zusammenarbeit nötig“

So sollten die Plattform-Betreiber ebenfalls in proaktive Kontrollen investieren, um potenziell betrügerische Bewertungsgruppen aufzuspüren – und zwar noch bevor eine entsprechende Meldung der Amazon-Ermittler eingegangen ist. Das liege auch im Interesse der sozialen Medien. Fake Reviews führten Verbraucher in die Irre, verfälschten den Wettbewerb und förderten Schattenwirtschaften. Der branchenweite Kampf gegen die Machenschaften sei nur gemeinsam zu gewinnen. Auch von Verbraucherschutz-Organisationen in aller Welt brauche man deshalb noch mehr Unterstützung.

 

Fazit

„Wir wissen, dass wir nicht perfekt sind“, heißt es in dem Amazon-Blogbeitrag. Schon bisher habt man auch auf die Unterstützung von Kunden und Händlern gesetzt, um falsche Rezensionen aufzuspüren. Nun geht man gezielt die sozialen Medien an. Sie sollen selbst verhindern, dass in Gruppen Fake Reviews angeboten und nachgefragt werden.

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