Zonar: Datenschutzbehörde überprüft Zalandos Bewertungssoftware

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Zalando nutzt die Bewertungssoftware Zonar, um die Leistung seiner Mitarbeiter zu überprüfen. Die Berliner Datenschutzbehörde ist sich unsicher, ob das im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) steht. Sie nimmt die Software daher aktuell unter die Lupe. Wie funktioniert Zonar? Und wie reagierte Zalando auf die Überprüfung?

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Wie funktioniert die Bewertungssoftware Zonar?

Mit Zonar können rund 5.000 Mitarbeiter bei Zalando ihre Leistung gegenseitig bewerten. Hinzu kommen die Beurteilungen der Vorgesetzten. Die Software ermittelt daraus einen Score. Dieser stuft die Mitarbeiter in drei Leistungskategorien ein. Das hat Auswirkungen auf Gehaltserhöhungen und Aufstiegschancen.

Ist Zonar eine 360-Grad-Überwachung?

Forscher werfen Zalando vor: Das Unternehmen habe seine Mitarbeiter nicht ausreichend über die Software und seine Funktionsweise informiert. Mitarbeiter beklagen, Zonar würde das Betriebsklima verschlechtern sowie für Stress und Belastung sorgen. Es sei eine 360-Grad-Überwachung mit Stasi-Methoden. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte, Zonar sei arbeitnehmerfeindlich.

Datenschutzbehörde überprüft Zalandos Bewertungssoftware

Die Berliner Datenschutzbehörde kündigte jetzt an, das Scoring-Tool zu überprüfen – sowohl in rechtlicher als auch in technischer Hinsicht. Kurz zuvor hatte Zalando die Behörde über seine Software informiert. Das war kurz bevor die ersten Medien darüber berichteten. Die Behörde empfahl Zalando unverbindlich, das Tool erst einmal nicht mehr einzusetzen.

So lange dauert die Überprüfung der Bewertungssoftware

Die Datenschutzbehörde gab an, dass es schwer einzuschätzen sei, wann Ergebnisse vorliegen werden. Die Süddeutsche Zeitung rechnet damit, dass es mindestens bis Anfang 2020 dauern wird. Denn: Es sei auch geplant, Datenschutzbeauftragte zu Zalando zu schicken, um vor Ort Kontrollen vorzunehmen.

Fazit

Zalando will nicht auf die Bewertungssoftware verzichten. Ein Sprecher gab an, die Software weiter einsetzen zu wollen. Zudem widersprach das Unternehmen den Vorwürfen. Zonar liefere „360-Grad-Feedback“ bei der „persönlichen Karriereentwicklung“. Zudem habe der Konzern ein „berechtigtes Interesse an Leistungskontrolle“. Dabei erfülle Zonar die gesetzlichen Anforderungen der DSGVO und des Bundesdatenschutzgesetzes. Und: Die Bewertung von Mitarbeitern sei ein rechtlich anerkannter Zweck der Datenverarbeitung.

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